Arabische Welten und Europa. Eine „verworrene“ und gemeinsame Geschichte

Das vorliegende Bildungsangebot ist gem. Bildungsfreistellungsgesetz M-V anerkannt. (Anerkennungs-Kennziffer BfG-A-354/22 vom 05.01.2023)
Bitte beachten Sie, dass nur Veranstaltungstermine innerhalb des Anerkennungszeitraumes (20.02.2023 bis 23.02.2023) anerkannt sind.
Inhalt/Beschreibung

Zunehmende Arbeits- und Bildungsmigration und die anhaltende Flüchtlingsbewegung aus den arabischen Ländern haben die soziokulturelle Zusammensetzung der Belegschaften in einigen Branchen stark verändert. Auch sind Menschen aus anderen Kulturen zunehmend Kund*innen und Klientel sozialer Dienstleistungen.

Zum vorurteilsfreien Umgang, zur besseren Organisierung und Teilhabe von Kolleg*innen im betrieblichen Alltag hilft es, wenn wir über die sozialen und ökonomischen, über die politischen und kulturellen Besonderheiten der Herkunftsländer mehr wissen. Da das Verstehen zwei Seiten hat, beschäftigt sich das Seminar auch mit der gemeinsamen Geschichte Europas und der arabischen Welt. Diese ist nicht nur durch imperiale Expansion, Kolonialismus und antikoloniale Befreiungskriege gekennzeichnet, sondern auch durch gegenseitigen Transfer von Wissen, Werten und Gesellschaftsmodellen.

Das Seminar möchte sowohl zum besseren Verständnis und Teilhabe der Kolleg*innen mit Migrations-Hintergrund beitragen, als auch die Möglichkeit einer praktischen Kooperation zwischen den sozialen Bewegungen und Gewerkschaften hier und dort zur Diskussion stellen.

Lernziel

Die Teilnehmenden (TN) setzen sich mit ihrem Bild über die Arabische Welt auseinander. Sie lernen die jüngste, politische Geschichte und die sozioökonomischen Strukturen der arabischen Staaten kennen. Sie wissen über die gesellschaftliche und kulturelle Heterogenität sowie Gegensätze in den arabischen Ländern. Die TN lernen die neuste politische Geschichte von (West)-Europas kennen. Sie wissen über die Entstehungsbedingungen und –motive der Europäischen Union. Die TN sind fähig, die Kompetenzen der EU, ihrer Politik in der Arabischen Welt und schließlich ihre Folgen für die arabischen Länder zu erläutern und selbständig Mängel herauszuarbeiten. Die TN wissen um die gegenwärtige politische Lage der arabischen Länder im Allgemeinen. Sie wissen um die sozialen Bewegungen in diesen Ländern. Sie sind selbst in der Lage, den „Arabischen Frühling“, seine Ursachen und Folgen zu analysieren und zu bewerten. Die TN schlagen eine alternative Politik der EU für die arabische Welt vor. Sie loten zugleich die Möglichkeiten aus, wie unter Einsatz welcher Mittel die europäischen NGOs und Gewerkschaften die demokratische Transformation in den arabischen Ländern unterstützen können. Die TN sind motiviert bzw. sehen Sinn daran, ihre Fähigkeiten, ihre Potentiale für eine solidarische Zusammenarbeit mit den Gewerkschafter*innen und Akteur*innen der Zivilgesellschaft vor Ort zu aktivieren bzw. einzusetzen.

Gesundheitliche Zugangsvoraussetzungen
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Zeitmuster
Vollzeit
Lehr- und Lernform
Seminar/Präsenzveranstaltung
Abschlussart
Teilnahmebestätigung / Zertifikat des Anbieters
Voraussichtliche Dauer
5 Tag(e)
Termin
20.02.2023 - 24.02.2023
Mindest­teilnehmer­anzahl
10
Maximale Teilnehmerzahl
20
Teilnahmegebühr
0,00 €
(wird nicht durch das Bildungsfreistellungsgesetz erstattet)
Hinweis des Datenbankbetreibers: Bitte erfragen Sie beim Anbieter eventuell auftretende Nebenkosten!
Fördermöglichkeiten
Dozent
Jürgen Behre, Said Hosseini
Weitere Informationen im Internet
Themengebiet
Politische Bildung

Bildungsanbieter

ver.di Gewerkschaftspolitische Bildung gGmbH

Bildungszentrum Mosbach

Internet
http://www.bst-mosbach.verdi.de
Bildungsanbieter-Infos
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Kontakt

Gabriele Hofmann

Telefon
06261 942101

Veranstaltungsort

Besucheranschrift
Auf den Rödern 94
07318 Saalfeld

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Kurs aktualisiert am 12.01.2023, Datenbank-ID 00313334