Technologischer Wandel? Keine Panik!

Die Schreckensszenarien von Jobverlusten durch Digitalisierung sind überzogen.

Die neue Ausgabe von Bildungspraxis – didacta Magazin für berufliche Bildung wirft einen Blick in die Zukunft von Arbeit und Berufsbildung.

Immer wieder machen Meldungen über zukünftige Jobverluste durch Digitalisierung und neue Technologien die Runde. Doch das Bild von der Digitalisierung als Jobkiller entspricht nicht der Realität, betont Soziologe Robert Helmrich, Leiter des Arbeitsbereiches Qualifikation, berufliche Integration und Erwerbstätigkeit am Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB), im Interview mit Bildungspraxis. Aktuelle Modellrechnungen prognostizieren zwar für 2040 einen Rückgang der Arbeitsplätze um rund 1,7 Millionen. Dies liege jedoch vor allem daran, dass in diesem Zeitraum bevölkerungsreiche Jahrgänge in Ruhestand gingen. „Berücksichtigt man den ‚Verrentungs-Effekt‘, halten sich die aufgrund des Strukturwandels neu entstehenden und wegfallenden Arbeitsplätze mit jeweils rund 3,6 Millionen die Waage“, betont Helmrich. Auch die Geschwindigkeit technologischer Veränderungen in der Arbeitswelt sei derzeit nicht schneller als in der Vergangenheit.

Dennoch müssen sowohl Unternehmen als auch Berufsschulen sich auf Veränderungsprozesse durch digitale Technologien einstellen. Weitere Beiträge des Bildungspraxis-Fokusthemas beleuchten dafür einige Beispiele – etwa den neu geschaffenen Beruf Elektroniker/-in für Gebäudesystemintegration, der diesen Sommer gestartet ist.

Außerdem geht es im aktuellen Heft darum, wie Ausbilder bei Azubis im dritten Ausbildungsjahr den Fokus auf das Lernen beibehalten und wie durchdachte, ganzheitliche Feedback-Prozesse dazu beitragen, Probleme im Ausbildungsbereich zu vermeiden.

Quelle: Bildungspraxis – didacta Magazin für berufliche Bildung, Ausgabe 4/2021


veröffentlicht auf weiterbildung-mv.de
09.11.2021