Zukunftstechnologien im Handwerk – Digitalisierung ist Wachstumstreiber

Glawe: Mehr Mut in den Betrieben, digitale Technologien umzusetzen

Pressemitteilung Nr. 406/18 | 03.12.2018 | WM | Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit

Zukunftstechnologien im Handwerk hat Wirtschaftsminister Harry Glawe am Montag in Lauterbach (Insel Rügen) mit dem Vorstand der Handwerkskammer Ostmecklenburg-Vorpommern diskutiert. „Die Digitalisierung wird immer mehr zum zentralen Wachstumstreiber in allen Bereichen der Wirtschaft. Das gilt auch für das Handwerk. Während große Unternehmen häufig schon Produktionsketten digitalisieren und vernetzten, sind es insbesondere die kleinen und mittleren Unternehmen, die bislang zurückhaltend sind, digitale Technologien einzusetzen. Hier wünsche ich mir etwas mehr Mut bei den Betrieben. Das Wirtschaftsministerium unterstützt die Unternehmen auf dem Weg“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

Fachkräftesicherung im Zuge der Digitalisierung
„Für die Unternehmen stellt die Fachkräftesicherung eine große Herausforderung dar. Der durch den demografischen Strukturwandel ohnehin schon vorhandene Fachkräftemangel verstetigt sich durch die Digitalisierung. Da sich Branchen und Berufsbilder wandeln, sind am Arbeitsmarkt zukünftig neue und andere Kompetenzen gefragt. Hier gibt es Möglichkeiten, die Mitarbeiter darauf vorzubereiten“, sagte Glawe und verwies auf die Qualifizierungsrichtlinie. Unternehmen können die Förderung in Form von Bildungsschecks für branchenübergreifende und branchenspezifische Fortbildungsmaßnahmen ihrer Beschäftigten erhalten (Förderung 50 Prozent beziehungsweise 75 Prozent, maximal 500 Euro pro Bildungsscheck oder 3.000 Euro bei abschlussorientierten Bildungsschecks). Die Förderung erfolgt aus dem „Europäischen Sozialfonds“ (ESF). Seit Beginn der aktuellen ESF-Förderperiode (2014 bis 2020) wurden bisher rund 1.800 Anträge mit insgesamt rund 12.500 Bildungsschecks (Stand 31.10.2018) ausgegeben.

Passgenaue Qualifizierung in Unternehmen
Darüber hinaus können Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft mit überregionalem Absatz für sogenannte unternehmensspezifische Maßnahmen (Projekte) eine 50-prozentige Förderung für die Kompetenzfeststellung der Beschäftigten (Beratung), die Analyse des Qualifizierungsbedarfs der Arbeitsplätze in dem Unternehmen (Beratung) oder für die berufliche Qualifizierung ihrer Beschäftigten (Schulung) erhalten, wenn ein externer Dienstleister beauftragt wird (maximal 100.000 Euro). „So ist eine genau auf die Bedürfnisse des Unternehmens zugeschnittene Qualifizierung möglich“, betonte Glawe.

Die Förderung von unternehmensspezifischen Maßnahmen wurde seit Ende 2017 von 13 Unternehmen für insgesamt rund 650 Mitarbeiter beantragt. Wirtschaftsminister Glawe verdeutlichte die Fördermöglichkeiten am Beispiel der Baubranche - über die Bildungsschecks können die Unternehmen der Bauwirtschaft zum einen Förderungen zu branchenübergreifenden Inhalten erhalten (EDV, Sprachen, Ausbildereignungsprüfungen usw.). Zum anderen sind Weiterbildungen auch für Baumaschinenbedienberechtigungen oder Spezialmaschinenführer (z. B. zum geprüften Turmdrehkranführer), im Bereich Fahr- und Präzisionstraining (z. B. Gefahr- und Schwertransport) oder unter anderem in den Bereichen Bauvertragsrecht, Baukalkulation, Weiterbildung zum Vorarbeiter möglich.


veröffentlicht auf weiterbildung-mv.de
04.12.2018

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