Grundsicherung: Knappe Haushaltsmittel und unzureichende Teilzeitangebote erschweren die geförderte berufliche Weiterbildung

Die gezielte Förderung beruflicher Weiterbildung soll Leistungsbeziehenden langfristig stabile Übergänge in den Arbeitsmarkt erleichtern und damit zur Fachkräftesicherung beitragen. Doch eine aktuelle Befragung der Jobcenter zeigt:  Fehlende Vorkenntnisse auf Seiten der Leistungsberechtigten, knappe Haushaltsmittel und fehlende Teilzeitangebote sind Hindernisse auf dem Weg zur Weiterbildungsteilnahme.

Die geförderte berufliche Weiterbildung von Grundsicherungsberechtigten bleibt mit großen Herausforderungen verbunden. Nach dem Hoch im Jahr 2009 mit weit über 230.000 Eintritten waren die Zahlen stark rückläufig, stagnierten dann in den 2020er Jahren und gingen ab dem Jahr 2024 nochmals stark zurück auf nur noch rund 81.000 Eintritte im Jahr 2025.

Institutionelle und persönliche Hemmnisse erschweren oder verhindern die Weiterbildungsteilnahme von Bürgergeld-Berechtigten. Einige dieser Hemmnisse, zum Beispiel fehlendes Vorwissen oder fehlende Motivation, lassen sich durch entsprechende Maßnahmen und qualitativ hochwertige Beratung zumindest teilweise abbauen.

Schwieriger ist dies bei strukturellen Faktoren: Die Kombination aus fehlenden Betreuungsmöglichkeiten und fehlenden Teilzeitangeboten dürfte insbesondere Müttern oder Alleinerziehenden den Zugang zu Qualifizierungen erschweren. Dies ist ein Problem, das die Jobcenter nicht alleine lösen können. Ähnliches gilt für ein auskömmliches Weiterbildungsbudget oder die Passung der Weiterbildungsinhalte. Beides lässt sich nur mittelfristig verändern.

Quelle: IAB-Forum


veröffentlicht auf weiterbildung-mv.de
06.07.2026

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