Nachrichten überregional

20.07.2017

FREIE WÄHLER fordern Wiedereinführung der Meisterpflicht

Freie Wähler BY

Im Jahr 2004 wurde für 53 verschiedene Berufe die Meisterpflicht abgeschafft. Daraufhin kam es in vielen betroffenen Gewerken zu großen Problemen: Neue Unternehmen - oft gar nicht oder nur schlecht qualifiziert - schossen wie Pilze aus dem Boden, während die Zahl der Meister- und Ausbildungsbetriebe zahlenmäßig stark abnahm. »Die Abschaffung der Meisterpflicht für derart viele Berufe war ein schwerer Fehler«, erklärt Johann Häusler, mittelstandspolitischer Sprecher der Freien Wähler im Bayerischen Landtag. Die Qualität der erbrachten Arbeit leide seitdem erheblich - zum Ärger vieler Kunden, kritisiert der Abgeordnete aus dem schwäbischen Wertingen.

Außerdem beklagten die Handwerkskammern einen dramatischen Rückgang der Ausbildungszahlen - die gingen bei Berufen ohne Meistervorbehalt um 30 Prozent zurück, die Zahl der Meisterprüfungen um ...

20.07.2017

Langzeitarbeitslose: Nur zehn Prozent schaffen es in Arbeit

BildungsSPIEGEL 176

Maßnahmen zur Senkung der Langzeitarbeitslosigkeit stehen politisch hoch im Kurs. Doch aktuelle Zahlen zeigen, dass nur ein geringer Anteil Langzeitarbeitsloser Arbeit findet. Mehr als jeder Zweite beendet die Langzeitarbeitslosigkeit dagegen ohne eine Beschäftigung aufzunehmen.

Im März 2017 gelangt es lediglich jedem zehnten Hartz-IV-Empfänger, die Langzeitarbeitslosigkeit durch Aufnahme einer abhängigen oder selbstständigen Arbeit zu beenden. Dabei zeigen sich im Vergleich zu Empfängern von Arbeitslosengeld große Unterschiede: In der Arbeitslosenversicherung gelang fast jedem fünften Langzeitarbeitslose die Aufnahme einer Beschäftigung.

Sinkende Langzeitarbeitslosenzahl aufgrund von Maßnahmen und Krankheit

Auffallend ist: Mehr als die Hälfte aller Hartz-IV-Empfänger beendet die Langzeitarbeitslosigkeit durch »Nichterwerbstätigkeit«. Hierzu zählen z.B. Krankheitszeiten von über sechs Wochen oder mangelnde Verfügbarkeit aufgrund mehrerer Terminversäumnisse oder der Pflege Angehöriger und ...

20.07.2017

Ständig erreichbar: 70 Prozent sind es auch im Urlaub

bitkom2

Mehrheit der Beschäftigten schaltet in den Ferien nicht von der Arbeit ab  -  Eigene Kollegen melden sich häufiger als Chefs 

Die meisten Berufstätigen haben auch im Sommerurlaub ein Ohr für den Chef, Kollegen und Kunden. Sieben von zehn Berufstätigen (71 Prozent) sind beruflich per E-Mail, telefonisch oder per Kurznachricht erreichbar. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. Im Vergleich zum Vorjahr (67 Prozent) ist die Erreichbarkeit leicht gestiegen. Knapp sechs von zehn Berufstätigen (59 Prozent) lesen Kurznachrichten wie iMessage und WhatsApp, ebenso viele (58 Prozent) sind telefonisch erreichbar. Knapp vier von zehn (38 Prozent) lesen geschäftliche E-Mails. Vor allem unter jüngeren Arbeitnehmern ist es eher verbreitet, im Urlaub ganz vom ...

19.07.2017

Nur ein starkes Tarifsystem hilft gegen Niedriglohn

IAQ2

IAQ-Studie zur Einkommensungleichheit: Wachsende Ungleichheit in der Prosperität 

Die Schere zwischen Arm und Reich in Deutschland ist größer geworden, trotz des wirtschaftlichen Aufschwungs. Wichtigster Grund für die Kluft bei den Einkommen: die abnehmende Tarifbindung, die überhaupt erst die Entstehung eines großen Niedriglohnsektors möglich gemacht hat. Immer weniger Betriebe halten sich an die zwischen Gewerkschaften und Arbeitgeberverbänden abgeschlossenen Branchentarifverträge. »Wir brauchen wieder ein starkes Tarifsystem, um die Einkommensungleichheit zu verringern«, stellt eine aktuelle Veröffentlichung aus dem Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universität Duisburg-Essen (UDE) fest.

Die IAQ-Forscher Prof. Dr. Gerhard Bosch und Dr. Thorsten Kalina haben EU-weit den engen Zusammenhang zwischen dem Anteil von Niedriglohnbeschäftigten und der Tarifbindung untersucht und dafür aktuelle Daten von Eurostat verwendet.

18.07.2017

Beschäftigungs- und Sozialbericht 2017: Positive Trends, doch die Situation junger Menschen bleibt schwierig

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Gestern hat die Europäische Kommission den jährlich erscheinenden Europäischen Beschäftigungs- und Sozialbericht für 2017 veröffentlicht.

In der diesjährigen Ausgabe werden die positiven arbeitsmarkt- und sozialpolitischen Trends sowie ein anhaltendes Wirtschaftswachstum bestätigt. Mit über 234 Mio. Menschen in einem Beschäftigungsverhältnis war die Beschäftigungsquote in der EU noch nie so hoch wie heute. Die Arbeitslosenquote hingegen ist auf dem niedrigsten Stand seit Dezember 2008. Seit 2013 wurden in der EU 10 Mio. Arbeitsplätze geschaffen. Neben dem allgemeinen sozialen und wirtschaftlichen Fortschritt wird jedoch auch deutlich, dass die jüngeren Generationen es deutlich schwieriger haben: Sie finden nur mit Mühe einen Arbeitsplatz und arbeiten häufiger in atypischen und prekären Beschäftigungsformen, etwa in befristeten Arbeitsverhältnissen, was zu einem geringeren Sozialschutz führen ...

18.07.2017

Unternehmen setzen sich verstärkt für Vielfalt und Demokratie ein

Charta der Vielfalt 2

Die alten und neuen Mitglieder des Vereins Charta der Vielfalt haben einen neuen Vorstand gewählt. Er gestaltet ab sofort die inhaltliche Ausrichtung der Wirtschaftsinitiative zu Vielfalt in Unternehmen.

Der neue Vereinsvorstand nimmt eine zentrale Rolle ein: Er gestaltet die Projekte und Maßnahmen der Initiative, die die Agenda für Diversity Management in Deutschland setzt. Ana-Cristina Grohnert, Generalbevollmächtigte der Allianz Deutschland AG, Leitung Personal und Interne Dienste, Gernot Sendowski, Director, HR Global Diversity & Inclusionder Deutschen Bank AG, Oliver Simon, Operational Talent Leader bei der Ernst & Young GmbH und Denise Hottmann, Head of Diversity & Inclusion Germany bei Boehringer Ingelheim Deutschland wurden auf der jüngsten Mitgliederversammlung in den Vorstand gewählt.

Staatsministerin Aydan Özoğuz, Beauftragte der Bundesregierung für ...

18.07.2017

OECD: Österreich sollte die Chancen der Digitalisierung als Wachstumsmotor und für mehr Inklusion nutzen

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Österreichs Wirtschaft befindet sich Dank der jüngsten Steuerreformen und steigender Exportzahlen im Aufwärtstrend. Das Vertrauen von Unternehmen und Haushalten in die eigene Wirtschaft wächst. Bestärkt durch gute kurzfristige Wachstumsprognosen sollten österreichische Entscheidungsträger nun Strukturreformen vorantreiben, die einerseits die fiskalische Stabilität und andererseits den sozialen Zusammenhalt stärken. Dies geht aus dem OECD-Wirtschaftsbericht Österreich hervor, der gestern vorgestellt wurde.

Die neueste Ausgabe des Wirtschaftsberichts für Österreich diskutiert, wie das Land den derzeitigen konjunkturbedingten Aufschwung nutzen kann, um das künftige Wachstumspotenzial zu stärken und wie es den digitalen Wandel beschleunigen und zugleich einen noch inklusiveren Arbeitsmarkt garantieren kann.

Der Bericht, der in Wien von der Stv. Generalsekretärin der OECD Mari Kiviniemi, dem Bundesminister für Verkehr, Innovation und Technologie Jörg ...

17.07.2017

Bildungsprämie: Neue Förderkonditionen

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Größerer Einsatzbereich, keine Altersgrenze, jährliche Förderung: Dank neuer Förderkonditionen für das Bundesprogramm Bildungsprämie erhalten seit dem 1. Juli 2017 noch mehr Menschen die Chance auf finanzielle Unterstützung für Weiterbildungen.

Erfolg im Beruf setzt eine gute Ausbildung voraus – aber auch die Bereitschaft, sich ein Leben lang weiterzubilden. Mit dem Bundesprogramm Bildungsprämie unterstützt das Bundesbildungsministerium Menschen auf ihrem Bildungs- und Aufstiegsweg. Ab Juli 2017 gibt es neue Förderkonditionen: Dadurch bekommen noch mehr Interessierte die Chance auf finanzielle Unterstützung. Darüber hinaus können Prämiengutscheine bis Ende 2020 eingesetzt und bis Ende 2021 abgerechnet werden.

Weiterbildungsinteressierte können künftig ohne Altersbegrenzung einen Prämiengutschein der Bildungsprämie erhalten. Damit öffnet sich die Bildungsprämie auch für Altersrentner und Pensionäre, die nach dem sogenannten »Flexirentengesetz« ...

17.07.2017

WeiterLernen: BMAS veröffentlicht »Werkheft 03«

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Mit dem dritten Werkheft »WeiterLernen« geht das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) der Frage nach Qualifikationsbedarfen und -formen für die Arbeit der Zukunft nach. Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis geben in der neu erschienenen Ausgabe der Werkheft-Reihe Einblicke in aktuelle Trends und diskutieren die Bedeutung von Fort- und Weiterbildung für den Einzelnen, für Unternehmen und für die Gesellschaft.

Im Rahmen des Dialogprozesses »Arbeiten 4.0« hat das BMAS mit der Werkheft-Reihe eine Plattform für den fachlichen Austausch über die Zukunft der Arbeit geschaffen. Nachdem sich die ersten beiden Ausgaben der Digitalisierung und Flexibilisierung der Arbeit gewidmet haben, greift das dritte Werkheft ein weiteres gesellschaftlich wichtiges Thema auf: Weiterbildung und Qualifizierung.

Die Autorinnen und Autoren ...

14.07.2017

WZB: Studie belegt rechtswidrige Schulgeldpraxis in Berlin und Hessen

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Mangelnde Regulierung und Kontrolle führen zur sozialen Abschottung von Privatschulen 

Schulpolitik und Verwaltung in Berlin und Hessen nehmen ihre Aufsicht über staatlich geförderte Privatschulen nur unzureichend wahr. Gesetzliche Vorgaben und Kontrollen, die Kindern unabhängig vom Geldbeutel der Eltern den Zugang zu diesen Schulen garantieren, sind mangelhaft oder fehlen. In beiden Ländern wird damit der Auftrag des Grundgesetzes, eine Sonderung der Schüler nach Besitzverhältnissen zu verhindern (Artikel 7 Absatz 4), nicht erfüllt.

Das zeigt eine neue Studie der Forscher Michael Wrase, Laura Jung und Marcel Helbig vom Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB). Sie haben untersucht, wie unzureichende Regelungen und Kontrollen dazu führen, dass viele Kinder aus einkommensschwachen Familien Privatschulen nicht besuchen können. Dazu haben die Autoren ...

13.07.2017

OECD veröffentlicht Bericht »Government at a Glance 2017«

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OECD: Der öffentliche Sektor muss effizienter werden und mehr investieren 

Regierungen haben bei den öffentlichen Ausgaben mit unterschiedlichen Ansätzen auf die Folgen der globalen Wirtschaftskrise reagiert. Eine Reihe von Ländern hat die Sozialausgaben erhöht, einige haben die Beschäftigung im öffentlichen Sektor reduziert. Viele Länder haben jedoch versucht, die laufenden Ausgaben der öffentlichen Hand auf einem niedrigeren Niveau zu stabilisieren. Die Staaten sollten jetzt damit beginnen, den seit 2009 anhaltenden kontinuierlichen Rückgang öffentlicher Investitionen zu korrigieren. Dies geht aus der OECD-Studie »Government at Glance 2017« hervor, die heute veröffentlicht wurde.

Veränderung der öffentlichen Ausgaben, Investitionen und Beschäftigung für ausgewählte OECD-Länder zwischen 2007 und 2015Dem Bericht zufolge beliefen sich 2015 die öffentlichen Ausgaben in den OECD-Ländern ...

13.07.2017

Scheuen deutsche Unternehmen hohe Investitionen in Digitalisierungsprojekte?

kobaltblau

Studie: Mehrheit steckt weniger als 30 Prozent ihrer Gesamtinvestitionen in digitale Projekte  -  Nur jedes siebte Unternehmen erwirtschaftet durch die Digitalisierung bereits Gewinne  -  39 Prozent gehen trotzdem davon aus, dass sich die Digitalisierung langfristig auszahlen wird  

Trotz des großen Digitalisierungshypes agieren deutsche Führungskräfte bei Investitionen in digitale Projekte eher zurückhaltend: In zwei von drei Unternehmen entfielen im vergangenen Geschäftsjahr weniger als 30 Prozent der Firmeninvestitionen auf Digitalisierungsprojekte. Jedes dritte Unternehmen gibt sogar weniger als zehn Prozent für diesen Geschäftsbereich aus. Das ist eins der Ergebnisse der »Unternehmensbefragung: Folgen der Digitalisierung« der IT-Management-Beratung kobaltblau.

Ein Grund für diese verhaltenen Investitionen deutscher Firmen in Digitalisierungsprojekte könnte in den derzeit noch fehlenden Gewinnen liegen. Bisher haben die ...

13.07.2017

Bis 2025 sind Zehntausende zusätzliche Lehrer und Klassenräume erforderlich

Bertelsmann Stiftung 3

Es werden wieder mehr Kinder geboren in Deutschland, und mehr junge Menschen wandern ein. Das trifft die Schulsysteme unvorbereitet. Denn bislang wurde mit rückgehenden Schülerzahlen gerechnet. Steuern Länder und Schulträger nicht um, droht ein dramatischer Engpass an Lehrern und Gebäuden.

Die Zeiten sinkender Schülerzahlen sind vorbei. Nach 15 Jahren kontinuierlichem Rückgang kündigt sich ein Schüler-Boom an. 8,3 Millionen Kinder und Jugendliche werden voraussichtlich im Jahr 2025 in Deutschland zur Schule gehen, haben Forscher im Auftrag der Bertelsmann Stiftung berechnet. Das sind gut 300.000 Schüler mehr an den allgemeinbildenden Schulen als vor zwei Jahren. Damit erweist sich insbesondere die offizielle Prognose als erheblich zu niedrig: Die Kultusministerkonferenz (KMK) geht bisher für 2025 nur von 7,2 Millionen Schülern ...

12.07.2017

Baden-Württemberg: Digitalisierungsoffensive mit vielfältigen Angeboten für Unternehmen

Land Baden Wuerttemberg

Im Mai hat das baden-württembergische Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau gemeinsam mit über 20 Partnern die branchenübergreifende Digitalisierungsoffensive »Initiative Wirtschaft 4.0 Baden-Württemberg« gestartet. Am 10. Juli 2017 stellte Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut dazu die Details der ersten beschlossenen Projekte offiziell vor.

»Wir wollen Baden-Württemberg national und international als Premium-Standort der digitalen Wirtschaft positionieren. Das wird uns nur gelingen, wenn wir unsere Unternehmen umfassend auf dem Weg in eine erfolgreiche digitale Zukunft unterstützen. Mit unseren Projekten schaffen wir für die Unternehmen im Land ein umfassendes Förderangebot zur Umsetzung von Digitalisierungsvorhaben im Umfang von 5.000 bis zu 5 Millionen Euro«, hob Hofmeister-Kraut hervor. »Wir gehen damit neue Wege in der Digitalisierungsförderung der Wirtschaft«.

Teil des Maßnahmenpakets sind ...

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