Nachrichten überregional

23.05.2017

Digitalisierung verändert die betriebliche Personalpolitik

IAB4

Wirtschaft 4.0: Digitalisierung ist für die meisten Betriebe bereits heute relevant 

Eine repräsentative Befragung von rund 12.000 Betrieben durch das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) zeigt, dass inzwischen alle Wirtschaftsbereiche und der Großteil der Betriebe von Digitalisierung betroffen sind. Bislang habe sich die Digitalisierung dabei insgesamt nicht auf die Anzahl der Beschäftigten ausgewirkt, berichten die Arbeitsmarktforscher Anja Warning und Enzo Weber. Teilweise habe sich aber die Dynamik der Einstellungen und Abgänge von Beschäftigten erhöht.

Warning und Weber unterscheiden in ihrer Studie zwischen drei Formen der Digitalisierung: der internen Digitalisierung, also der digitalen Vernetzung der internen Produktions- oder Dienstleistungskette, der externen Digitalisierung, also der digitalen Vernetzung mit Zulieferern oder Kunden, und dem Einsatz lernender Systeme. ...

23.05.2017

G20-Ministertreffen: Gemeinsam für eine faire und soziale Zukunft

G20 Arbeit und Soziales

G20-Arbeits- und Beschäftigungsminister verabschieden gemeinsame Erklärung zu beschäftigungspolitischen Fragen 

Unter dem Motto »Für eine faire und soziale Zukunft – die Arbeitswelt von morgen gestalten« haben sich auf Einladung von Bundesministerin Andrea Nahles am 18. Und 19. Mai 2017 die Arbeits- und Beschäftigungsministerinnen und -minister der führenden Industrie- und Schwellenländer (G20) im rheinland-pfälzischen Bad Neuenahr-Ahrweiler getroffen. Bei dem hochkarätig besetzten Treffen im Rahmen der deutschen G20-Präsidentschaft 2017 haben sich Ministerinnen und Minister auf gemeinsame Positionen zu zentralen beschäftigungspolitischen Fragen rund um die Themen Zukunft der Arbeit, Qualität von Frauenerwerbstätigkeit, Arbeitsmarktintegration von Migrantinnen, Migranten und Flüchtlingen sowie nachhaltige globale Lieferketten verständigt.

»Gerade in den unruhigen Zeiten, in denen wir leben, sind der internationale Dialog und die vertrauensvolle ...

23.05.2017

Ab 2018 zahlt die Aus- und Weiterbildungsbranche mindestens 15,26 Euro

BBB3

Nach fünf äußerst schwierigen Verhandlungsrunden zwischen den Gewerkschaften GEW und ver.di und der Zweckgemeinschaft des Bundesverbandes der Träger beruflicher Bildung (BBB) als Arbeitgeberverband konnte man sich auf ein Ergebnis einigen. Der branchenweite Mindestlohn in der beruflichen Weiterbildung wird ab Januar 2018 von derzeit 14,60 Euro um 4,5% auf dann 15,26 Euro steigen (Laufzeit 12 Monate).

Die Tarifkommissionen von ver.di und GEW stimmten am 17. Mai 2017 diesem Verhandlungsergebnis zu. Damit kann die Erhöhung des Branchenmindestlohns nach dem Arbeitnehmerentsendegesetz bei der Politik (dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales BMAS) beantragt werden.

Die Lohnuntergrenze gilt für pädagogisches Personal, das nach den Sozialgesetzbüchern II und III aus- und weiterbildet. Der Mindestlohn gilt für 30.000 Beschäftigte der Branche. »Es ist ...

22.05.2017

Deutschlandstipendium wächst weiter

Deutschlandstipendium2

2016 konnten erneut mehr Studierende mit dem Stipendium gefördert werden, Hochschulen warben 26 Millionen Euro privater Fördermittel hierfür ein 

Im Jahr 2016 konnten bundesweit 25.528 Stipendiatinnen und Stipendiaten mit einem Deutschlandstipendium gefördert werden. Die Hochschulen haben somit fünf Prozent mehr Studierende mit dem Stipendium gefördert als noch im Vorjahr. Das geht aus den aktuellen Daten hervor, die das Statistische Bundesamt heute veröffentlicht hat. Demnach haben private Förderer allein im vergangenen Jahr 26,2 Millionen Euro für das Programm aufgebracht.

»Das Deutschlandstipendium ist sechs Jahre nach seinem Start in der Gesellschaft breit verankert. Das zeigt die große Zahl privater Förderer, die sich für das Programm engagieren. Es ist beeindruckend, wie viele Förderer - vom Start-up bis zum ...

22.05.2017

25.500 Studierende erhielten 2016 ein Deutschland­stipendium

destatis

Im Jahr 2016 erhielten 25 500 Studierende ein Deutschlandstipendium nach dem Stipendienprogramm-Gesetz. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, stieg damit die Zahl der Stipendia­tinnen und Stipendiaten im Vergleich zum Vorjahr um 5 %. Gemessen an der vorläufigen Gesamtzahl der Studierenden des Wintersemesters 2016/2017 erreichte sie einen Anteil von 0,9 %. Den höchsten Anteil der Stipendiatinnen und Stipendiaten gab es im Saarland mit 1,6 %, den geringsten in Hamburg mit 0,3 % und Schleswig-Holstein mit 0,5 %.

Mit dem Deutschlandstipendium werden seit dem Sommersemester 2011 Studierende gefördert, deren Werdegang herausragende Leistungen in Studium und Beruf erwarten lässt. Der Anteil der Studierenden, die ein Deutschlandstipendium erhalten, soll jährlich erhöht werden. Das Gesetz sieht 8 % als Höchstgrenze ...

20.05.2017

Ausbildungschancen junger MigrantInnen sinken wieder

BIBB4

BIBB-Analyse zur Entwicklung 2004 bis 2016 

Die Suche nach einem Ausbildungsplatz ist für junge Migrantinnen und Migranten in den Jahren 2004 bis 2016 deutlich weniger erfolgreich gewesen als für Jugendliche ohne Migrationshintergrund. Nur 29% der AusbildungsstellenbewerberInnen mit Migrationshintergrund sind 2016 in eine duale Berufsausbildung eingemündet, gegenüber 47% der BewerberInnen ohne Migrationshintergrund. In den Jahren 2010 und 2012 lagen die Einmündungsquoten der jungen Migranten und Migrantinnen mit 35% noch deutlich höher. 2016 sind sie auf den sehr niedrigen Stand von 2004 zurückgefallen.

Dies zeigt eine aktuelle Analyse des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) auf Basis von Befragungen ausbildungsreifer Jugendlicher, die bei der BA als BewerberInnen um einen Ausbildungsplatz gemeldet waren (BA/BIBB-Bewerberbefragungen 2004 bis 2016).

BewerberInnen mit Migrationshintergrund wiesen ...

19.05.2017

Eigene Kinder beflügeln Top-Führungskräfte in ihrer Arbeit

Frankfurt University of AS

Zufriedenheit mit Work-Life-Balance trotz wenig Zeit für Kinder 

Wieviel Zeit verbringen Führungskräfte mit ihren Kindern? Welche Zeit- und Aufgabenteilung nehmen Führungskräfte und deren Partner/-innen in verschiedenen Lebensbereichen vor? Wie zufrieden sind Führungskräfte mit ihrer persönlichen Lebenssituation in Hinblick auf Beruf und Familie? Welche Leistung, Engagement und Belastbarkeit schreiben Führungskräfte mit Kindern ihren Mitarbeiterinnen mit Kindern zu? Wie sehen sie Mitarbeiter/-innen in Teilzeit?

Mit diesen Fragen hat sich Prof. Dr. Regine Graml, Professorin für Betriebswirtschaft, Personalmanagement und Organisation am Fachbereich Wirtschaft und Recht der Frankfurt University of Applied Sciences (Frankfurt UAS), beschäftigt. Ihre Studie »Arbeit und Familie – Lebensmuster von Führungskräften« belegt, dass die befragten Führungskräfte unter der Woche sehr wenig Zeit mit ihren Kindern verbringen und die Aufteilung von Zuständigkeiten innerhalb der Familie traditionellen Rollenmustern folgt. Dennoch fühlen sie sich durch ihr Familienleben in ihrer Arbeit beflügelt. Bei ihren Mitarbeiterinnen sehen sie das anders: mit Kindern gelten ...

19.05.2017

EU-Programm Erasmus+ stärken

ERASMUS plus2 Das EU-Bildungsprogramm Erasmus+ muss fortgeführt und verbessert werden. Darin waren sich alle Vertreter der Fraktionen sowie die Bundesregierung in der Sitzung des Ausschusses für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung, die am 17. Mai 2017 in Berlin stattfand, einig. Erasmus+ ist ein Programm, das junge Menschen finanziell bei ihrem Auslandsaufenthalt unterstützt. Es umfasst alle Bildungsprogramme der EU für die allgemeine und berufliche Bildung. Erasmus+ ist mit einem Budget in Höhe von rund 14,8 Milliarden Euro (2014-2020) ausgestattet. Mehr als vier Millionen Menschen werden bis 2020 von den EU-Mitteln profitieren. Das auf sieben Jahre ausgelegte Programm soll Kompetenzen und Beschäftigungsfähigkeit verbessern und die Modernisierung der Systeme der allgemeinen und beruflichen Bildung und der Kinder- und Jugendhilfe voranbringen.

Viele Menschen ...

19.05.2017

Grüne: Berufsausbildung modernisieren

Deutscher Bundestag 2

Die Bilanz von Bundesbildungsministerin Johanna Wanka (CDU) ist laut einem Antrag von Bündnis 90/Die Grünen ernüchternd. Trotz entsprechender Ankündigung im Koalitionsvertrag gebt es noch immer keine Ausbildungsgarantie, obwohl auch im Jahr 2016 wieder fast 50.000 Jugendliche die Schule ohne Abschluss verlassen hätten. Im vergangenen Ausbildungsjahr hätten knapp 300.000 junge Menschen eine berufsvorbereitende Maßnahme im sogenannten »Übergangssystem« begonnen, anstatt in einer vollqualifizierenden Ausbildung tatsächlich für das Berufsleben zu lernen.

Mit 20 Prozent sei die Ausbildungsbetriebsquote erneut auf einen historischen Tiefstand gesunken. Die duale Ausbildung sei traditionell ein wichtiges Element von Wirtschaft und Gesellschaft in Deutschland. Sie eröffne jungen Menschen gute Zukunftsperspektiven und sichere den Betrieben ihren zukünftigen Fachkräftebedarf. Die Bundesregierung habe sich öffentlich zwar immer wieder für ...

19.05.2017

Berufliche Aus- und Weiterbildung für die digitalisierte Arbeitswelt

BIBB Hermann-Schmidt-Preis 2017 ausgeschrieben: Bewerbungsfrist endet am 30. Juni 2017 

Die fortschreitende Digitalisierung der Arbeitswelt stellt Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft vor enorme Herausforderungen. Der Einsatz neuer digitaler Technologien wird die Arbeit von morgen verändern. Das vernetzte Lernen, Arbeiten und Kommunizieren wird sich auf Arbeitsanforderungen, Ausbildungsberufe und Berufsbilder, Fachkräftenachfrage, Lernformen und -umgebungen sowie nicht zuletzt auf die berufliche Weiterbildung auswirken.

Arbeit in der »Wirtschaft 4.0« erfordert von ausgebildeten Fachkräften ein Mehr an Qualitäts- und Verantwortungsbewusstsein, ein gesteigertes Verständnis für vernetzte betriebliche Abläufe, Zusammenhänge und Wertschöpfungsketten sowie ein hohes Maß an Kooperations-, Interaktions- und Abstraktionsfähigkeit.

Bei der Gestaltung einer »Berufsbildung 4.0« spielt das Bildungspersonal eine entscheidende Rolle – also Ausbildungsverantwortliche, Ausbilder/-innen und ausbildende Fachkräfte in den Betrieben ...

18.05.2017

Studie: Mitarbeiter wollen Anerkennung - und Chefs, die ihnen vertrauen

ManPowerGroup

Vorgesetzte prägen die Beziehung zwischen Angestellten und Unternehmen  -  Mitarbeiter wünschen sich Wertschätzung und ehrliches Feedback  

Mit Management-Methoden von gestern haben Führungskräfte heute keine Chance mehr. Im schlimmsten Fall schaden sie sogar ihrem Unternehmen. Im Gegensatz dazu haben die Fähigkeiten, Mitarbeitern Vertrauen entgegen zu bringen, Feedback zu geben und Wertschätzung zu zeigen, direkten Einfluss auf die Arbeitszufriedenheit. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Befragung von Arbeitnehmern in Deutschland im Auftrag der ManpowerGroup Deutschland.

Laut der Studie »Jobzufriedenheit 2017« ist es neun von zehn Befragten (91 Prozent) wichtig, dass der direkte Vorgesetzte seine Wertschätzung zum Ausdruck bringt. Genauso viele wünschen sich regelmäßiges und ehrliches Feedback vom Chef. 88 Prozent wären im Job zufriedener, wenn ihre Vorgesetzten öfter auch Interesse an ihnen als Person zeigen würden.

Empathie und Wertschätzung seitens der Vorgesetzten sind essenziell, um Mitarbeiter zu binden - und damit letztendlich für den Unternehmenserfolg. »Das richtige Vorgesetztenverhalten ...

17.05.2017

Stiftung Warentest gibt Tipps zur Nutzung von Weiterbildungs­daten­banken

Stiftung Warentest2

Wer sich weiterbilden möchte, braucht Geduld: Das Angebot ist vielfältig, die Kurse sind oft teuer und die Versprechungen der Anbieter zahlreich. Wo also sich informieren und wie richtig entscheiden? Gut strukturierte Daten­banken können dabei helfen, das passende Angebot ausfindig zu machen. Die Stiftung Warentest hat Weiterbildungs­daten­banken untersucht – zwei davon schneiden sehr gut ab, sechs nur mangelhaft.

In einem aktuellen Beitrag auf den test.de-Seiten wird ausführlich über die Ergebnisse dieser Untersuchung berichtet, bei der 68 Datenbanken getestet wurden. Sehr gut schnitten hierbei die sächsische Landesdatenbank Bildungsmarkt Sachsen und die Datenbanken des WISY-Systems ab.

Sechs Informationssystemen wurden »deutliche Mängel« bescheinigt. Die detaillierten Ergebnisse im Einzelnen sind auf dem Weiterbildungsguide der Stiftung Warentest einsehbar, wo auch Hinweise darüber ...

17.05.2017

Jung, digital und immer online: Für die Generation Z gilt mobile first

BITKOM

Internetkonsum hat sich binnen drei Jahren verdreifacht  -  Bereits mehr als ein Drittel der 6- bis 7-Jährigen nutzt ein Smartphone  -  Bitkom stellt Studie »Kinder & Jugend in der digitalen Welt« vor  

Das Smartphone ist immer dabei, Emojis und Video-Schnipsel sind das neue Telefonieren und YouTube-Stars die größten Idole: Kinder und Jugendliche in Deutschland sind immer früher, immer länger und immer mobiler im Netz unterwegs. Während 2014 noch 39 Prozent der 6- bis 7-Jährigen angaben, zumindest gelegentlich das Internet zu nutzen, ist es heute bereits rund die Hälfte (48 Prozent). Auch die verbrachte Zeit im Internet stieg in diesem Zeitraum sprunghaft an, von 11 Minuten 2014 auf heute 39 Minuten täglich.

Ähnlich sieht die Entwicklung bei ...

16.05.2017

OECD: Arbeitnehmer in Deutschland vergleichsweise gut für die globale Wirtschaft gerüstet

OECD5

Nachholbedarf besteht beim lebenslangen Lernen 

Die deutsche Wirtschaft ist vergleichsweise gut in die globale Arbeitsteilung integriert, und die Beschäftigten sind insgesamt gut für die Herausforderungen der Globalisierung gerüstet. Nachholbedarf gibt es allerdings bei der Weiterbildung, insbesondere für Arbeitnehmer mit niedriger Erstqualifikation. Zu diesem Ergebnis kommt der OECD Skills Outlook 2017, der Anfang Mai vorgestellt wurde.

Auf Basis des OECD Survey of Adult Skills (PIAAC) von 2013 analysiert der Bericht erstmals, inwiefern Länder von globalen Wertschöpfungsketten profitieren und welche Kompetenzen Arbeitskräfte in der globalen Wirtschaft benötigen. Neben kognitiven Fähigkeiten sind das Kommunikations- und Führungskompetenzen, also die Fähigkeit Probleme zu lösen und Entscheidungen herbeizuführen.

»Länder konkurrieren zunehmend auf Basis der Kompetenzen ihrer Arbeitskräfte. Ist der Skill-Mix der ...

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