Nachrichten überregional

26.01.2022

Umfrage zur Schule im Wandel

Lehrer vor Formeltafel

Umfrage von Stifterverband und McKinsey: Abiturienten mit Interesse am Lehramt mangelt es oft an digitalen und transformativen Fähigkeiten * Großer Bedarf an Weiterbildung bereits tätiger Lehrkräfte * Lehrerberuf muss attraktiver werden, um Top-Abiturienten für ein Studium zu gewinnen

Nur 11 Prozent der Top-Abiturienten wollen Lehrer werden - genauso viele von ihnen geben »Influencer« als Berufswunsch an.

Komplexe digitale und gesellschaftliche Herausforderungen verändern in unseren Schulen auch die Anforderungen an Lehrkräfte. Benötigt werden zunehmend nicht nur fachliche Kompetenzen, sondern auch überfachliche Kompetenzen wie personale, digitale und transformative Fähigkeiten. Eine aktuelle Umfrage unter mehr als 400 Abiturienten an deutschen Schulen zeigt jetzt: Schüler mit Interesse am Lehramt bringen – mit Ausnahme der personalen - nur selten diese ...

26.01.2022

Corona: Jeden Tag zehn Stunden am Bildschirm

bitkom

Aber: Digitalstress nimmt stark ab

Ob Smartphone, Laptop oder Fernseher: Seit Corona verbringen die Menschen mehr Zeit vor dem Bildschirm.

So beträgt die durchschnittliche Bildschirmzeit derzeit 10 Stunden pro Tag, 70 Stunden in der Woche. Dieser Wert ist seit Beginn der Pandemie vor zwei Jahren von damals 8 um 2 Stunden pro Tag gewachsen. Starke Anstiege verzeichnen vor allem Videostreaming, Videotelefonie und Online-Shopping. Knapp ein Viertel der zusätzlichen Bildschirmzeit, im Durchschnitt 24 Minuten pro Tag zusätzlich, werden Videos, Filme oder Serien gestreamt – insgesamt fast eine Stunde am Tag (57 Minuten). Videotelefonate gab es vor der Pandemie so gut wie gar nicht. Gerade einmal 5 Minuten täglich wurde privat per Video telefoniert, jetzt ist es fast ...

25.01.2022

Digitalisierung in der Bildung

IAQ 3

Strategische Rolle der kommunalen Schulträger

»Bildung ist Ländersache« im deutschen System des Bildungsföderalismus – eigentlich. Allerdings hat der Bund zur Bewältigung der Digitalisierung an Schulen ein Milliarden-Programm aufgelegt – und die Kommunen sollen es umsetzen. Öffnen sich hier Potenziale für bessere Bildungschancen? Oder steigen die Risiken für wachsende regionale Unterschiede wegen der prekären Finanzsituation vieler Kommunen? Ein aktueller Report des Instituts Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universität Duisburg-Essen (UDE) zeigt, dass vieles davon abhängt, wie die kommunalen Schulträger ihre Rolle verstehen und wahrnehmen.

Wie Dr. Sandra Fischer, Philipp Hackstein und Prof. Dr. Sybille Stöbe-Blossey von der IAQ-Forschungsabteilung Bildung, Entwicklung, Soziale Teilhabe feststellen, wird die bildungspolitische Aufgabenteilung zwischen Bund, Land und Kommune zunehmend »von unten« durch die Entwicklung ...

21.01.2022

Umfrage: Homeoffice in der Sozialarbeit

verdi    mehr braucht mehr

IAT und ver.di starten gemeinsam bundesweite Online-Befragung

Homeoffice war in der Sozialen Arbeit lange kein Thema. Das Institut Arbeit und Technik (IAT/Westfälische Hochschule) und die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di kümmern sich nun darum und starten eine Online-Umfrage.

Denn es hat sich während Corona viel getan:

Sozialarbeit wurde früher im Büro, im Außendienst oder in einer Einrichtung ausgeübt – und Elemente »mobilen Arbeitens« waren allenfalls als Hausbesuch oder im Rahmen aufsuchender Ansätze denkbar. Die Pandemie hat das verändert – nicht überall, aber in sehr vielen Betrieben/Dienststellen wurde und wird jetzt auch von zuhause aus gearbeitet.

Was sich in jedem Fall beobachten lässt: In Teams und Belegschaften, unter Beschäftigten und Vorgesetzten und zwischen Interessenvertretungen und Personalverwaltungen wird das Thema ...

20.01.2022

Programm »Bildungskommunen«: Aufbau eines datenbasierten Bildungsmanagements

BMBF 260

Ab sofort können sich Städte und Landkreise darum bewerben, im Rahmen des Programms »Bildungskommunen« gefördert zu werden.

Dieses Programm des »Europäischen Sozialfonds (ESF) Plus« unterstützt Kommunen beim datenbasierten Bildungsmanagement – also bei der Erhebung und Auswertung von Daten und dem Aufbau von Koordinierungs- und Steuerungsstrukturen, um darauf aufbauend möglichst vielen Menschen passende Bildungsangebote machen zu können.

Dabei geht es um alle Lebensphasen, von der frühkindlichen Bildung über das schulische und außerschulische Lernen bis zur Weiterbildung im Erwachsenenalter. Zudem können die Kommunen eigene Themenschwerpunkte setzen: Fachkräftesicherung/Strukturwandel, Kulturelle Bildung, Bildung für nachhaltige Entwicklung, Demokratiebildung/Politische Bildung, Integration und Inklusion.

Dazu erklärt Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger:

»Bildung findet vor allem vor Ort statt. In den Städten und Landkreisen existiert eine ...

19.01.2022

Studieren in Corona-Zeiten: Studierende zufrieden mit ihren Hochschulen

Hörsaal

Studie: Studierende wünschen sich auch nach der Pandemie mehr digitales Lernen

Auch im zweiten Jahr der Corona-Pandemie sind die Studierenden in Deutschland zufrieden mit dem Krisenmanagement ihrer Hochschule. Dies zeigt eine CHE-Befragung von rund 6.000 Masterstudierenden aus den Fächern Mathematik, Informatik und Physik. Für die Zukunft erhoffen sie sich mehr digitale Elemente und Formate im Lehrbetrieb als vor der Pandemie. Vier von fünf Studierenden wünschen sich dauerhaft eine Mischung aus Präsenz und Online.

Viele Studierende in Deutschland befinden sich mittlerweile im vierten Semester unter Corona-Bedingungen. Während dieser Zeit erlebten sie sowohl Präsenzphasen als auch komplett digitale Seminare im Lockdown.

»Nach mehr als anderthalb Jahren im Zeichen der Corona-Pandemie sind die Studierenden an ...

19.01.2022

ifo: Mehrheit der Deutschen befürwortet nachgelagerte Studiengebühren

Studenten im Hörsaal

Die Deutschen sind mehrheitlich für nachgelagerte und einkommensabhängige Studiengebühren.

Das geht aus einer neuen Studie des ifo Instituts hervor. »Über 60 Prozent sind für Studiengebühren, die erst nach Abschluss des Studiums erhoben werden und nur dann gezahlt werden müssen, wenn das Einkommen der Absolvent*innen einen Schwellenwert übersteigt«, sagt ifo-Forscher Ludger Wößmann. »Dagegen lehnt eine knappe Mehrheit reguläre Studiengebühren ab.«

Nachgelagerte Studiengebühren finden 62,4 Prozent gut, nur 26,3 Prozent sind dagegen. Bei regulären Studiengebühren sind 45,1 Prozent dagegen, 44,0 Prozent dafür.

Hintergrund sind Überlegungen zur Gerechtigkeit. Nur ein Drittel der Befragten glaubt, dass sich auch Personen aus ärmeren Familien trotz regulärer Studiengebühren ein Studium leisten können. Bei nachgelagerten Gebühren verdoppelt sich der Anteil auf knapp zwei Drittel. »Die ...

19.01.2022

Befunde aus dem DIE-Weiterbildungskataster

DIE

Der vom Deutschen Institut für Erwachsenenbildung (DIE) veröffentlichte Artikel stellt die ersten Ergebnisse einer Katastererhebung von Erwachsenenbildungsanbietern in Deutschland vor.

Das Kataster, das insgesamt fast 60.000 Weiterbildungsanbieter in Deutschland erschlossen hat, wurde im Rahmen einer Studie entwickelt, die sich den Qualifikationen, den Beschäftigungsbedingungen und den Kompetenzen der Lehrkräfte in der Erwachsenen- und Weiterbildung widmet. Eine Erfassung der Weiterbildungseinrichtungen ist dafür eine notwendige Voraussetzung, da das Lehrpersonal nur über die sie beschäftigenden Organisationen erreicht werden kann.

Zunächst wird die Bedeutung eines aktuellen und vollständigen Katasters der Anbieter von Weiterbildungseinrichtungen in Deutschland vor dem Hintergrund des aktuellen Forschungsstandes und seiner Systematisierung erarbeitet. Bisherige Abgrenzung, Erfassung und Kategorisierung der Population der organisierten Weiterbildung werden nachgezeichnet ...

19.01.2022

DIE veröffentlicht Trendanalyse »Trends der Weiterbildung« 2021

Trends der Weiterbildung

Das Deutsche Institut für Erwachsenenbildung (DIE) hat in seiner Reihe »Daten und Berichte zur Weiterbildung« die vierte Ausgabe der Trendanalyse »Trends der Weiterbildung« veröffentlicht.

Die DIE-Trendanalyse dokumentiert Strukturen, Prozesse und Resultate der Weiterbildung auf der Grundlage von Daten der Bildungsberichterstattung und aktuellen Befunden der Bildungsforschung. Durch eine Bündelung des gesicherten, oft aber verstreuten oder schwer zugänglichen Wissens über die Weiterbildung in Deutschland schafft das Buch eine Informationsbasis für Entscheidungen in Politik und Praxis.

Darüber hinaus werden aktuelle Trends in den Bereichen Angebots- und Teilnahmestrukturen, Einrichtungen, Personal und Finanzierung vorgestellt. Eigene Kapitel widmen sich der Konzeption der Berichterstattung, Rahmenbedingungen der Weiterbildung und den Folgen der Corona-Pandemie ...

19.01.2022

Corona-bedingte Fehlzeiten: Im November 2021 auf bisherigem Höchststand

WidO4

Eine aktuelle Auswertung des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) zeigt, dass im Pandemie-Zeitraum von März 2020 bis November 2021 von den 13,4 Millionen bei der AOK versicherten Erwerbstätigen knapp 700.000 Beschäftigte mindestens eine Krankschreibung aufgrund einer Covid-19-Diagnose erhielten.

Damit sind in den ersten 21 Monaten seit Beginn der Pandemie 5,1 Prozent der AOK-Mitglieder im Zusammenhang mit Covid-19 krankheitsbedingt an ihrem Arbeitsplatz ausgefallen. Die besondere Dynamik des Covid-19-Geschehens in der vierten Welle wird im November 2021 deutlich: Mehr als 20 Prozent aller bisher von Covid-19 betroffenen AOK-Mitglieder (142.786 Beschäftigte) haben eine Arbeitsunfähigkeit allein in diesem Monat erhalten. »Es ist zu erwarten, dass die Fehlzeiten im November 2021 nur einen vorläufigen Höchststand erreicht haben. Mit der zunehmenden Verbreitung der ...

19.01.2022

Zahl der Vorständinnen in großen Unternehmen steigt deutlich

Frauenkarrieren

Trotz Männerdomänen tut sich etwas in den Vorständen großer Unternehmen

Nachdem es jahrelang höchstens in kleinen Schritten voranging, haben große Unternehmen der Privatwirtschaft in Deutschland zuletzt deutlich mehr Frauen in ihre Vorstände berufen.

Dem neuesten Managerinnen-Barometer des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) zufolge gab es im vierten Quartal des Jahres 2021 in den 200 umsatzstärksten Unternehmen 139 Vorständinnen, 38 mehr als ein Jahr zuvor. Der Frauenanteil in den Vorständen der Top-200-Unternehmen stieg damit um gut drei Prozentpunkte auf fast 15 Prozent. So stark ging es seit Beginn des DIW Managerinnen-Barometers im Jahr 2006 noch nie nach oben. »Vorständinnen sind in vielen großen Unternehmen zwar noch immer deutlich unterrepräsentiert, aber die jüngste Entwicklung ist sehr bemerkenswert«, ...

19.01.2022

Studie: Quote wirkt, aber Energiewirtschaft braucht mehr »Frauen-Power«

Frauenkarrieren

In der Energiewirtschaft gibt es immer mehr weibliche Führungskräfte

Seit August 2021 ist das Zweite Führungspositionen-Gesetz (FüPoG II) in Kraft. Es erweitert das Erste Führungspositionen-Gesetz (FüPoG I) von 2015 und soll die Gleichberechtigung von Männern und Frauen in Führungspositionen weiter fördern. Für Aufsichtsräte von Unternehmen mit Mehrheitsbeteiligung des Bundes und in Körperschaften des öffentlichen Rechts beispielsweise gilt seit 2016 eine verbindliche Quote von 30 Prozent Frauen. Außerdem muss den Vorständen dieser Unternehmen mindestens eine Frau angehören, wenn sie mehr als zwei Mitglieder haben.

Die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC Deutschland (PwC) wollte wissen: Brauchen ein moderner Industriestaat wie Deutschland und speziell die Energiewirtschaft die Quote wirklich? Um das herauszufinden, hat PwC analysiert, wie viele Frauen in der ...

18.01.2022

Bundesregierung legt 22. BAföG-Bericht vor

BaFöG  3

Die Zahl der BAföG-geförderten Studierenden ist von 2016 bis 2020 insgesamt zurückgegangen.

Dies geht aus dem 22. BAföG-Bericht hervor, den die Bundesregierung als Unterrichtung vorgelegt hat.

Lag die jahresdurchschnittliche Zahl der BAföG-Geförderten 2016 noch bei rund 377.000, sei sie im Jahr 2020 um etwa 14,9 Prozent auf rund 321.000 gesunken. Es ist somit laut Bericht zwar gelungen, »den Rückgang der Gefördertenzahlen deutlich zu verlangsamen, jedoch ohne, dass der eigentlich erhoffte Wiederanstieg bereits sichtbar geworden wäre«. Das Jahr 2020 stehe im besonderen Fokus des Berichts, da die erste Stufe der Leistungserhöhungen des 26. BAföG-Änderungsgesetzes hier erstmals voll zum Tragen gekommen sei. Mit diesem Gesetz ist unter anderem ein Anstieg der Bedarfssätze um insgesamt sieben Prozent ...

18.01.2022

KI-gestütztes Studieren nach Maß

2LIKE

BMBF fördert Entwicklung adaptiver Lernsysteme

Mithilfe von Künstlicher Intelligenz entwickeln Ulmer Forschende digitale Lernsysteme, die sich den individuellen Vorkenntnissen und Fähigkeiten der Studierenden anpassen. Das BMBF unterstützt das Forschungsvorhaben 2LIKE mit fast zwei Millionen Euro. Bereits im Wintersemester 2022/23 sollen die neuen Methoden und Lernaktivitäten in ausgewählten Studienfächern eingesetzt werden. Im Projekt bündeln Forschende aus Informatik, Psychologie und berufsbegleitender Weiterbildung ihr Wissen.

Die coronabedingte Online-Lehre hat traditionelle Lehrformate an ihre Grenzen gebracht und gezeigt: Lernen ist ein individueller Prozess, der nach personalisierten Inhalten und Unterstützungsangeboten verlangt. Im neuen Projekt »2LIKE" arbeiten Ulmer Forschende aus Informatik, Lehr-Lernforschung und aus der wissenschaftlichen Weiterbildung an der Lösung. Mithilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) wollen sie digitale Lernsysteme entwickeln, die sich ...

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