Nachrichten überregional

22.10.2021

Minijobs reduzieren Zahl sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung

IAB5

Minijobs sind ein umstrittenes Instrument deutscher Arbeitsmarktpolitik. Einer aktuellen Studie zufolge verdrängen sie allein in kleinen Betrieben bis zu 500.000 sozialversicherungspflichtige Stellen. Anders als erhofft, bilden sie zudem nur selten eine Brücke in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung.

Ein zusätzlicher Minijob in einem Kleinbetrieb ersetzt im Mittel etwa eine halbe durchschnittliche sozialversicherungspflichtige Stelle. »Minijobs sind demnach – zumindest in kleinen Betrieben - keine Ergänzung zur sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung«, erklärt Matthias Collischon vom IAB. Minijobs bauen zudem nur selten eine Brücke in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung. »Beschäftigte verbleiben oft im Niedriglohnsegment und arbeiten in vielen Fällen unterhalb ihres Qualifikationsniveaus«, so Collischon.

Insbesondere im Jahr 2003 stieg die Zahl der Beschäftigten in Minijobs im Zuge der Hartz-Reformen von etwa 4 Millionen auf über 6 Millionen ...

22.10.2021

HAW: 21 Millionen für die Internationalisierung

DAAD

Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) fördert erneut 30 Projekte zur Internationalisierung an 27 Hochschulen für angewandte Wissenschaften.

Die ausgewählten Projekte konnten sich in der dritten Förderrunde des DAAD-Programms »HAW.International« durchsetzen. Sie erhalten nun rund 21 Millionen Euro aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF).

Die Hochschulen für angewandte Wissenschaften (HAW) in Deutschland erhalten für ihre Internationalisierungsbestrebungen weitere Unterstützung. Mit dem Programm HAW.International fördert der DAAD bereits seit 2019 innovative Projekte, die Studierende auf den Arbeitsmarkt der Zukunft vorbereiten und zum Ausbau der Internationalisierung der Hochschulen beitragen. In der diesjährigen dritten Förderrunde von HAW.International wurden 30 neue Projekte ausgewählt, die bis 2025 rund 21 Millionen Euro Fördergelder erhalten.

HAW.International ist dabei in zwei Förderlinien unterteilt: In ...

21.10.2021

Befragung zu Sozialen Medien in der Erwachsenenbildung

wb web2

Nutzen Sie Soziale Medien, um an Informationen zu kommen, Neuigkeiten zu teilen oder zu kommentieren?

Wenn ja, können Sie die Betreiber von wb-web unterstützen, die ab heute eine Befragung darüber durchführen, welche sozialen Medien für das Personal in der Erwachsenen- und Weiterbildung von besonderer Bedeutung sind. Dafür wurde ein kurzer Onlinefragebogen mit fünf Fragen erstellt. Diese lassen sich in wenigen Minuten beantworten, vollkommen anonym und ohne personenbezogene Daten.

An wen richtet sich die Befragung?

Die Befragung richtet sich an Menschen, die in allen Kontexten und Funktionen der Erwachsenen- bzw. Weiterbildung tätig sind.

Wie läuft die Befragung ab?

Nach Ihrer Zustimmung zur Teilnahme erhalten Sie Zugriff auf einen kurzen Fragebogen mit 5 Fragen. Die Bearbeitung wird ca. ...

21.10.2021

Lockdown und Betriebsrisiko

BAG

Muss der Arbeitgeber seinen Betrieb aufgrund eines staatlich verfügten allgemeinen »Lockdowns« zur Bekämpfung der Corona-Pandemie vorübergehend schließen, trägt er nicht das Risiko des Arbeitsausfalls und ist nicht verpflichtet, den Beschäftigten Vergütung unter dem Gesichtspunkt des Annahmeverzugs zu zahlen.

Der Fall

Die Beklagte betreibt einen Handel mit Nähmaschinen und Zubehör und unterhält in Bremen eine Filiale. Dort ist die Klägerin seit Oktober 2019 als geringfügig Beschäftigte gegen eine monatliche Vergütung von 432,00 Euro im Verkauf tätig. Im April 2020 war das Ladengeschäft aufgrund der »Allgemeinverfügung über das Verbot von Veranstaltungen, Zusammenkünften und der Öffnung bestimmter Betriebe zur Eindämmung des Coronavirus« der Freien Hansestadt Bremen vom 23. März 2020 geschlossen. Deshalb konnte die Klägerin nicht arbeiten und erhielt auch keine ...

21.10.2021

Einsparpotentiale durch Homeoffice

ifaa

Einmal in der Woche im Homeoffice spart eine Strecke von 14.000 mal zum Mond hin und zurück

Die Corona-Pandemie hat eindeutig gezeigt, dass das Arbeiten von zu Hause im sogenannten Homeoffice nicht nur Auswirkungen auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf bei Beschäftigten hat, sondern auch positive Effekte auf die Umwelt.

Nach Hochrechnungen des ifaa – Institut für angewandte Arbeitswissenschaft e.V. sorgte das Arbeiten im Homeoffice für enorme Einsparpotenziale auf Pendelstrecke, Fahrtzeit und CO2-Ausstoß. »Hochgerechnet kann man es so vergleichen: Wenn 25 Prozent der Beschäftigten, durchschnittlich einen Tag in der Woche zu Hause gearbeitet haben, würde das ein Einsparpotenzial von etwa 11,3 Milliarden Kilometer für Pendelstrecken allein in Deutschland bedeuten. Das entspräche in etwa 14.000 mal ...

19.10.2021

Corona-Bilanz: Wunsch nach sozialen Kontakten

Forschungs  und Innovationslabor Digitale Lehre

Bayernweite Studie zur Hochschullehre während COVID-19

Die Studie »Corona-Bilanz. Studieren. Lehren. Prüfen. Verändern.« zieht ein Resümee des vergangenen Sommersemesters in der Corona-Pandemie. Dazu wurden Studierende und Lehrende an bayerischen Hochschulen für angewandte Wissenschaften befragt.

Die Ergebnisse zeigen unter anderem, dass der Wunsch nach persönlicher Begegnung ausgesprochen hoch ist. Zudem schafft die Studie einen Ausblick auf die Zukunft der digitalen Lehre und das Zusammenspiel mit dem praxisorientierten Studium.

Seit über eineinhalb Jahren hält die COVID-19 Pandemie deutsche Bildungsinstitute in Atem. An den Hochschulen für angewandte Wissenschaften (HAW), die den Studierenden ein hohes Maß an Praxisbezug ermöglichen, wirkten sich die Pandemiemonate besonders auf die Lehre aus. Dennoch nutzte die TH Nürnberg zusammen mit weiteren bayerischen HAW diese Zeit ...

19.10.2021

Digitalisierung im Betrieb: Wie die Umstellung gelingen kann

IAQ Report 2

Der Nutzen fehlt, sie dauern zu lange oder sind zu teuer: Immer wieder scheitern Digitalisierungsprojekte – auch, weil es nicht reicht, nur IT-Systeme bereitzustellen: Die Voraussetzungen für Beschäftigte und Organisationen müssen ebenso geschaffen werden.

Wie Digitalisierung in Betrieben besser gelingen kann, zeigt ein neuer Report aus dem Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universität Duisburg-Essen (UDE).

Die IAQ-Forscher Dr. Erich Latniak und Alexander Bendel haben darin Ergebnisse aus dem Projekt APRODI (Arbeits- und prozessorientierte Digitalisierung in Industrieunternehmen) zusammengefasst. Sie zeigen Wege auf, wie sich IT-gestützte Arbeitssysteme in Digitalisierungsprozessen möglichst integriert, partizipativ und umfassend erarbeiten und erproben lassen.

Die Erfahrungen zeigten: Erfolgreich sind Digitalisierungsprozesse am ehesten, wenn die erarbeiteten Lösungen betriebliche Probleme erkennbar beseitigen und mehr Nutzen bieten ...

19.10.2021

Kulturelle Bildung: Eine wichtige politische Gestaltungsaufgabe

Rat für kulturelle Bildung

Der Bund steht aus Sicht des unabhängigen Expertengremiums Rat für Kulturelle Bildung in der Verantwortung, deutschlandweit Impulse und Standards für Kulturelle Bildung zu setzen. Als Gemeinschaftsaufgabe mit den Ländern und Kommunen gelte es, Kulturelle Bildung ressortübergreifend zu denken und in allen Förderprogrammen der Öffentlichen Hand für Kultureinrichtungen und Schulen fest zu verankern.


Der Vorsitzende des Expertenrates Prof. Dr. Eckart Liebau, betont: »Es gibt jetzt das Momentum einer politischen Neuausrichtung, deren erste Prioritäten die Transformation von Gesellschaft in Bezug auf Digitalisierung, Klimawandel und vor allem auch Bildung sein wird. Kulturelle Bildung kann dazu einen wesentlichen Teil beitragen. Kultureinrichtungen und Kulturakteure können mit umfassenden Bildungskonzepten gesellschaftliche Teilhabe ermöglichen. Kulturelle Bildung selbst kann ein Hebel ...

19.10.2021

»Qualitätsoffensive Lehrerbildung« fördert 72 Hochschulen

Lehrer vor Klasse Whiteboard

Im Zeitraum von März 2020 bis Ende 2023 sind insgesamt 72 lehrkräftebildende Hochschulen in die Programmförderung der »Qualitätsoffensive Lehrerbildung« (QLB) einbezogen. Dies entspricht einem Anteil von 64 Prozent aller in Frage kommenden Hochschulen.

Dies geht aus einer Erklärung der Bundesregierung hervor. Die QLB sei »das bislang umfangreichste Programm zur Verbesserung der Qualität der Lehramtsausbildung an Hochschulen«.

Im Jahr 2020 wurde die QLB um die Schwerpunkte »Digitalisierung in der Lehrerbildung« und »Lehrerbildung für die beruflichen Schulen« erweitert. Insgesamt 91 Projekte werden gefördert. Die Zielerreichung und ihre Bewertung ergeben sich aus den folgenden sechs, von der Förderrichtlinie zur ersten Förderphase sowie der Förderrichtlinie zur Förderung von Projekten ...

19.10.2021

Wettbewerb um beste Konzepte für hybride Lehr- und Lernformate

dini

Die Deutsche Initiative für Netzwerkinformation (DINI) sucht Ideen für innovative  Lehr- und Lernkonzepte an Hochschulen und Universitäten.

Zum Beginn der Corona-Pandemie haben Hochschulen und Universitäten Konzepte und Werkzeuge des rein digitalen Lehrens und Lernens schnell und erfolgreich umgesetzt. Doch auch wenn digitale Lern- und Lehrumgebungen viele Vorteile bringen, stellen sie den informellen Austausch mit Lehrenden und Studierenden bisher nur bedingt sicher. Der Mangel an sozialer Interaktion an Hochschulen und Universitäten ist in der Pandemie deutlich geworden.

Die Deutsche Initiative für Netzwerkinformation (DINI) sucht jetzt unter dem Motto »Neustart! Gemeinsam hybrides Lernen gestalten« in einem studentischen Wettbewerb nach den besten Ideen für Lehr- und Lernkonzepte, die digitale Online-Distanzlehre und Präsenzlehre gemeinsam in den Blick nehmen.

Mit der ...

18.10.2021

Studieren während der Pandemie: Psychische Belastung nimmt zu

Student büffelnd

Laut neuester Umfragen nimmt die psychische Belastung bei Studierenden im Wintersemester 2021/2022 zu - weiterhin bedingt durch die Corona-Pandemie und die damit einhergehenden Maßnahmen.

Vorlesungen werden teilweise immer noch online abgehalten und die Umstellung auf sogenannte »Digitalsemester« fällt Studierenden aus ganz Deutschland schwer. Eine Befragung zweier Universitäten liefert nun weitere Hintergründe.

Umfrage der Universitäten Hildesheim und Münster

Rund zwei Wochen vor Beginn des neuen Wintersemesters 2021/2022 veröffentlichten die Universitäten Hildesheim und Münster die Ergebnisse einer deutschlandweiten Befragung von 2527 Studierenden. Wie auch bereits bei einer ähnlichen Umfrage, die im letzten Jahr durchgeführt wurde, lag der Schwerpunkt auf der aktuellen Situation rund um die Coronapandemie, das dadurch eingeschränkte Studentenleben und dessen Auswirkungen auf das persönliche Wohlbefinden.

Wie einem Bericht ...

18.10.2021

Duales Studium kann Vorteile bringen

Student in Bibliothek

Jedes zweite deutsche Unternehmen will mehr dual Studierende beschäftigen, um den Fachkräftemangel aufzufangen

Die Trendstudie »Duales Studium aus Unternehmenssicht« der IU Internationalen Hochschule zeigt, wie wichtig das duale Studium ist, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken: Fast alle befragten deutschen Unternehmen (90 Prozent) wollen investieren oder haben bereits in dual Studierende investiert, um zukünftige Fachkräfte für ihren Betrieb auszubilden. Mehr als jedes zweite befragte Unternehmen (57 Prozent) möchte gerne mehr dual Studierende einstellen, um den Fachkräftemangel aufzufangen.

»Fachkräfte zu finden, ist für viele Unternehmen eine Herausforderung. Dual Studierende auszubilden, ist für sie eine Lösung. Die Studie zeigt, wie groß der Bedarf bereits ist und wie wichtig es ist, Zugänge zu schaffen, um Nachwuchs an Unternehmen heranzuführen«, sagt Michael Kästner ...

18.10.2021

Alltagsrassismus: Kinder und Jugendliche mit dunkler Hautfarbe am häufigsten betroffen

Kinder Einwanderer Migranten Mädchen

Das Internationale Zentralinstitut für das Jugend- und Bildungsfernsehen (IZI) befragte 1.461 Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 19 Jahren zu ihren Erfahrungen mit Alltagsrassismus. Hinzu kommen 22 Fallstudien, die einen tieferen Blick in die Situation der Betroffenen und das Erleben von Alltagsrassismus in Deutschland bieten.

Insgesamt haben sieben von zehn Kindern und Jugendlichen mit Zuwanderungsgeschichte Alltagsrassismus erfahren mit der Tendenz: Je dunkler die Hautfarbe, desto höher die Wahrscheinlichkeit, von Alltagsrassismus betroffen zu sein. Fast alle der befragten 6- bis 19-Jährigen mit dunklerer und dunkler Hautfarbe sind mit Formen von Alltagsrassismus konfrontiert.

Fast zwei von fünf Kindern und Jugendlichen in Deutschland (39 %) haben einen Migrationshintergrund, 70 % von ihnen haben einen deutschen Pass. Sie gehören zu Deutschland, ...

18.10.2021

Ein deutscher Pass verbessert den Schulerfolg von Kindern mit ausländischen Wurzeln

Kinder Einwanderer Migranten Mädchen

Deutsche Staatsbürgerschaft steigert den Schulerfolg von Kindern mit Migrationshintergrund

Ein deutscher Pass verbessert die schulischen Leistungen von Kindern mit ausländischen Wurzeln. Dies ist das Ergebnis einer Studie des RWI und des Luxembourg Institute of Socio-Economic Research (LISER). Die Einbürgerung führt zu einem Rückgang von Nichtversetzungen und zu einem Anstieg der Quote der Schülerinnen und Schülern, die das Gymnasium besuchen. Zudem verbessern sich teilweise die Schulnoten.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Die deutsche Staatsbürgerschaft führt bei Kindern mit Migrationshintergrund dazu, dass sie häufiger das Gymnasium besuchen und seltener eine Klasse wiederholen müssen. Zudem verbessern sich die Schulnoten, insbesondere im Fach Mathematik. Zu diesen Ergebnissen kommt eine Studie des RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung und des Luxembourg Institute of Socio-Economic ...

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