Nachrichten überregional

29.06.2022

BA-X (6/2022): Nachfrage nach Arbeitskräften sinkt leicht auf hohem Niveau

BA X

BA-Stellenindex für Deutschland im Juni 2022

Der Stellenindex der Bundesagentur für Arbeit (BA-X), ein saisonbereinigter Indikator für die Arbeitskräftenachfrage in Deutschland, sinkt von Mai auf Juni 2022 um zwei Punkte auf 137 Punkte

Der BA-X bleibt damit trotz der wirtschaftlichen und politischen Unwägbarkeiten auf einem hohen Niveau. Im Vergleich zum Vorjahresmonat liegt der Stellenindex 23 Punkte im Plus.

Der Rückgang beim BA-X in diesem Monat ergibt sich aus der geringeren Zahl der neu gemeldeten Personalbedarfe im Vergleich zum Mai. Der Bestand an gemeldeten Arbeitsstellen hat von Mai auf Juni 2022 in fast allen Branchen leicht zugenommen. Lediglich in der Land- und Forstwirtschaft und im Baugewerbe sind Rückgänge zu vermelden.

Im Vergleich zum Juni 2021 hat die ...

29.06.2022

IAB-Arbeitsmarktbarometer 6/22: Zweitstärkster Rückgang seit Bestehen

Logo IAB Nürnberg

Der Frühindikator des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) lag im Juni 2022 bei 102,9 Punkten und ist im Vergleich zum Mai um 2,4 Punkte zurückgegangen. Einen stärkeren Rückgang gab es nur im April 2020

Die Beschäftigungskomponente des IAB-Arbeitsmarktbarometers ist im Juni im Vergleich zum Mai zwar um 0,5 Punkte gesunken, liegt mit 106,5 Punkten aber weiter auf einem sehr hohen Niveau. Die Komponente zur Vorhersage der Arbeitslosigkeit ist mit einem Rückgang von 4,3 Punkten hingegen eingebrochen und liegt aktuell bei einem Wert von 99,2 Punkten. Damit hat die Komponente Arbeitslosigkeit zum ersten Mal seit August 2020 die neutrale Marke von 100 unterschritten, was auf eine steigende Arbeitslosigkeit hinweist.

Der wesentliche Grund dafür dürfte mit dem Prozess ...

29.06.2022

Hans-Böckler-Stiftung fördert herausragende junge Wissenschaftler*innen

DGB Hans Böckler Stiftung

Drei Wissenschaftler*innen mit dem »Maria-Weber-Grant« ausgezeichnet

Sie stecken mitten in einer Rush-Hour des (akademischen) Lebens: Junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die sich in der Post-Doc-Phase befinden oder eine befristete Juniorprofessur innehaben. Sie müssen forschen und publizieren, sich austauschen und vernetzen, Lehrveranstaltungen geben und Verwaltungsarbeit übernehmen, teilweise in Kombination mit Kinderbetreuung unter nach wie vor erschwerten Bedingungen. Und zugleich immer den akademischen Arbeitsmarkt im Blick halten: Etwa neun von zehn wissenschaftlichen Nachwuchskräften sind nach Analysen des Wissenschaftsrats befristet beschäftigt.

Das macht Fördermittel wie den »Maria-Weber-Grant«, benannt nach der stellvertretenden Vorsitzenden des Deutschen Gewerkschaftsbundes von 1972 bis 1982, umso wertvoller. Der »Maria-Weber-Grant« der Hans-Böckler-Stiftung gibt ausgewählten Hochschulbeschäftigten die Möglichkeit, sich für einige Zeit vorrangig auf ihre Forschungsarbeit zu konzentrieren – ...

28.06.2022

Weiterbildung: So motiviert sind Arbeitsuchende

Arbeitsuchend Schraubenschlüssel Jeans

Weiterbildung muss auf persönliche Ziele einzahlen: Für 42,8 Prozent der Befragten ist die Lernmotivation besonders hoch, wenn die Maßnahme zu den konkreten Zukunftsplänen passt.

Lernen während der Arbeitslosigkeit? Arbeitslosigkeit vielleicht sogar als Chance betrachten?

Dass dies möglich ist, bestätigt eine aktuelle Studie der Internationalen Hochschule (IU) – auch wenn die Gefühle der Befragten dazu gemischt sind. Die Studie befasst sich mit der Frage, wie motiviert Arbeitsuchende sind, wenn es um Weiterbildungsmaßnamen geht. Das Fazit: Grundsätzlich sind Arbeitsuchende Bildungsprogrammen gegenüber positiv gestimmt. Viele befürchten aber, nicht mehr lernfähig zu sein und haben Angst davor, Neues zu lernen.

Arbeitslos, nicht chancenlos!

Über ein Drittel der Befragten (37,2 Prozent) begreift Arbeitslosigkeit als Chance, besonders dafür, sich ...

28.06.2022

UNESCO-Kommission fordert neue Regeln für die kulturelle Zusammenarbeit

Deutsche UNESCO Kommission

Resolution gegen die Instrumentalisierung von UNESCO-Kulturprogrammen

Die Deutsche UNESCO-Kommission hat am 24. Juni 2022 auf ihrer 82. Mitgliederversammlung die Resolution »Multilaterale kulturelle Zusammenarbeit für das 21. Jahrhundert« verabschiedet. Darin fordert sie die UNESCO angesichts des russischen Kriegs gegen die Ukraine auf, sich der Instrumentalisierung von Kultur, Erbe und Geschichte für nationalistische Zwecke entgegenzustellen.

»Wir erleben gerade, wie der Krieg vor unserer Haustür die Regeln der Vereinten Nationen untergräbt und zugleich das kulturelle Leben und Erbe einer gesamten Gesellschaft zerstören will«, erklärt die Präsidentin der Deutschen UNESCO-Kommission Maria Böhmer.

»Kultur wird missbraucht, um geopolitische und nationalistische Interessen zu legitimieren. Dem müssen wir eine neue Form der multilateralen Zusammenarbeit entgegensetzen«, so Böhmer weiter. »Die weltweite Kultur-Kooperation gerade auch in ...

28.06.2022

Millennial Survey 2022: Klimawandel bleibt größte Sorge junger Menschen

Deloitte

Die Loyalität zu den Arbeitgebern wächst - bei steigenden Erwartungen an neue Arbeitsmodelle

Trotz Pandemie und wirtschaftlicher Unsicherheiten treibt junge Menschen in Deutschland vor allem ein Thema um: der Klimawandel. Das ist ein Ergebnis des elften Millennial Surveys von Deloitte. Knapp ein Drittel der 28- bis 39-Jährigen bewertet demnach die globale Erwärmung als größte Sorge. Der Survey zieht auch den Vergleich zur jüngeren Generation Z (Gen Z), den 19- bis 27-Jährigen: Hier beunruhigen die Klimaveränderungen sogar 39 Prozent. Global fürchten die jungen Befragten vor allem die hohen Lebenshaltungskosten und den damit verbundenen Wohlstandsverlust – der Klimawandel beschäftigt weltweit immerhin jede*n Vierte*n.

Die Sorgen um die Klimaveränderungen gehen hierzulande mit hohen Erwartungen einher – auch an das eigene ...

27.06.2022

Knapp zwei Prozent der deutschen Betriebe haben bislang Geflüchtete aus der Ukraine eingestellt

IAB5

Ukrainische Geflüchtete erfüllen für die meisten Betriebe die Voraussetzungen für eine Beschäftigung

Vor allem Betriebe im Gastgewerbe und im Verarbeitenden Gewerbe gaben an, dass die Geflüchteten bei ihnen arbeiten könnten. Bisher haben knapp 2 Prozent aller Betriebe ukrainische Geflüchtete als Beschäftigte, Auszubildende oder im Rahmen von Praktika eingestellt. Das zeigt eine zwischen dem 2. und 20. Mai 2022 durchgeführte repräsentative Betriebsbefragung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).

Eine Mehrheit von fast 60 Prozent der befragten Betriebe gingen davon aus, dass die ukrainischen Geflüchteten über die notwendigen Voraussetzungen für eine Beschäftigung in ihrem Betrieb verfügen. Etwa ein Drittel sah die Voraussetzungen dagegen als nicht oder eher nicht erfüllt an. »Diese Unterschiede dürften unter anderem mit unterschiedlichen Zugangsvoraussetzungen ...

27.06.2022

Beschäftigungsbedingungen für junge Forscher*innen

DZHW4

Neuer DZHW Brief wirft einen empirischen Blick auf #IchBinHanna

Der Twitter Hashtag #IchBinHanna hat im vergangenen Jahr eine vielbeachtete Debatte über die Beschäftigungsbedingungen und Perspektiven von Wissenschaftler*innen in der Qualifizierungsphase angestoßen. Jetzt ist ein DZHW Brief erschienen, der verschiedene Aspekte der Diskussionen mit empirischen Daten ausleuchtet, darunter die Vertragslaufzeiten und Stellenvolumina von Promovierenden, ihre finanzielle Absicherung sowie die Zeit, die ihnen effektiv für die Arbeit an der Promotion zur Verfügung steht.

Vieles ist in Bewegung gekommen, seit der Hashtag #IchBinHanna im Juni 2021 auf Twitter eine Debatte über die Beschäftigungsbedingungen und in der Wissenschaft angestoßen hat. Um das Bild, das die Diskutierenden von der Situation zeichnen, mit der Realität abzugleichen, fehlt es aber vielfach noch an empirischen ...

24.06.2022

Trend voranschreitender Akademisierung kommt vorerst zum Stillstand

DZHW4

Erste Bilanz zu den Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Hochschulbildung

Fast die Hälfte der jungen Erwachsenen aus Deutschland nimmt heute ein Studium auf – noch 2005 war es weniger als jede*r Dritte. Jedoch scheint nach Jahren des Wachstums der Trend zur voranschreitenden Akademisierung vorerst zum Stillstand gekommen zu sein.

»Wir haben offenbar ein Sättigungsniveau erreicht«, sagt Professor Dr. Sandra Buchholz vom Deutschen Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW). Sie ist eine der Autor*innen des gestern veröffentlichten 9. nationalen Bildungsberichts, der von verschiedenen wissenschaftlichen Einrichtungen verantwortet wird. Im Bericht ziehen die Wissenschaftler*innen auch eine erste Bilanz zu den Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Hochschulbildung.

»Die Pandemie hat ...

24.06.2022

Nicht einmal vier von zehn Deutschen stufen die eigene Digitalkompetenz als gut ein

Digitaltag2022

Digitale Kenntnisse sind Voraussetzung für eine sichere Nutzung digitaler Technologien

Zum Beispiel dann, wenn es darum geht, das Smartphone einzurichten, vertrauenswürdige Informationen im Netz zu finden oder die Fahrkarte mit einer App zu buchen.

Doch nicht jeder fühlt sich dafür ausreichend gewappnet: Nur vier von zehn Deutschen bewerten die eigene Digitalkompetenz als gut (38 Prozent). Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie im Auftrag der Initiative »Digital für alle«. Im Durchschnitt wird die eigene Digitalkompetenz weiterhin nur mit der Schulnote »befriedigend« bewertet (Schulnote 3,1; wie 2021). Im Vergleich der Altersgruppen zeigt sich dabei ein Gefälle: Während die Jüngeren von 16 bis 29 Jahren sich mit einer 2,6 im Durchschnitt die beste Note ausstellen, betrachten Ältere ...

24.06.2022

Unterbrochene Bildungsbiografien bei Menschen mit Migrationshintergrund besonders häufig

Leibnitz Institut für Bildungsverläufe

Bildungsbiografien gestalten sich zunehmend vielfältig. Menschen mit Migrationshintergrund, darunter auch Zugewanderte, sind in Deutschland besonders stark von Unterbrechungen ihrer Bildungsbiografien betroffen

Dies zeigt der jetzt vorgelegte 9. Nationale Bildungsbericht anhand von Daten des Nationalen Bildungspanels. Erfreuliche Nachrichten enthält der Bildungsbericht für Kinder, die im Kindergartenalter im Wortschatz und bei Mathematikkompetenzen noch zurückliegen: Im Laufe der Kindergarten- und Grundschulzeit weisen etwa drei Viertel in mindestens einem Kompetenzbereich hohe Zuwächse auf, mehr als ein Drittel sogar in beiden Bereichen. Und: Mädchen holen in dieser Zeit Rückstände besonders stark auf.

Große Unterschiede in Bildungs- und Erwerbsbiografien

Bildungsverläufe und -übergänge in Deutschland stellen sich immer öfter vielfältig dar. Von unterbrochenen Verläufen nach Verlassen der Schule sind Menschen mit Migrationshintergrund dabei besonders betroffen. ...

24.06.2022

Bildungsbericht 2022: Fachkräftemangel drängendstes Problem der Frühen Bildung

dji

Für den Bericht »Bildung in Deutschland 2022« analysiert das DJI die Situation von Früher Bildung, Ganztagsbetreuung und non-formalen Lernwelten neben der Schule

Obwohl in den vergangenen 15 Jahren über 800.000 neue Betreuungsplätze in Kindertageseinrichtungen in Deutschland geschaffen wurden, kann der vorhandene Bedarf aktuell immer noch nicht gedeckt werden. Das größte Hemmnis beim Ausbau ist neben den Plätzen das fehlende Fachpersonal, vor allem in Westdeutschland. Dies ist eines der Ergebnisse der Auswertungen des Deutschen Jugendinstituts (DJI) im Rahmen des Berichts »Bildung in Deutschland 2022«.

Dieser Bericht, der zum neunten Mal erscheint, bietet alle zwei Jahre eine systematische Bestandsaufnahme des gesamten deutschen Bildungswesens. Darin fließen Daten der amtlichen Statistik sowie groß angelegter, repräsentativer sozialwissenschaftlicher Surveys ein. Das DJI ist ...

24.06.2022

Corona hat die Digitalisierung der Weiterbildung beschleunigt

DIE Bonn 3

Nichts hat sich in den letzten Jahrzehnten so stark auf die Weiterbildung ausgewirkt wie Covid-19

Schwerpunktthema 2022 des gestern veröffentlichten Nationalen Bildungsberichts ist das Bildungspersonal und dessen Struktur, Entwicklung, Qualität und Professionalisierung. Der Bericht beleuchtet die Entwicklung des Bildungssystems unter den Bedingungen der Corona-Pandemie und widmet der Erwachsenenbildung und dem Lernen Erwachsener ein eigenes Kapitel.

Kein anderer Faktor hat sich in den letzten Jahrzehnten so stark auf die Weiterbildung ausgewirkt wie die Corona-Pandemie. Im ersten Halbjahr 2020 ist etwa das betriebliche Weiterbildungs-Engagement um 21 Prozentpunkte gesunken; Angebote wurden häufig auf digitale Formate umgestellt. Das pädagogische Personal erlitt durch diese besonderen Beschäftigungsbedingungen zeitweise starke Einkommensverluste. Die Weiterbildungsbeteiligung blieb trotz der (lockdownbedingten) Einschränkungen im Jahr 2020 hoch: Unter den ...

23.06.2022

Höhere Freibeträge und neue Altersgrenzen beim BAföG

BaFöG  3

Der Bundestagsausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung hat am 22. Juni 2022 in seiner Sitzung eine Novelle des BAföG beschlossen

Mit der Zustimmung der Fraktionen der SPD, von Bündnis 90/Die Grünen, FDP und Die Linke wurde der Gesetzentwurf zum 27. BAföG-Änderungsgesetz in geänderter Fassung angenommen. Die Fraktionen von CDU/CSU und AfD lehnten den Gesetzentwurf ab.

Unter anderem sieht der Gesetzentwurf in geänderter Fassung vor, dass die Bedarfssätze aufgrund der steigenden Lebenshaltungskosten um 5,75 Prozent steigen sollen - ursprünglich war eine Steigerung um fünf Prozent vorgesehen. Auch die Freibeträge von BAföG-Empfängern sollen nun um 20,75 Prozent statt um 20 Prozent steigen. Geplant ist, dass die neuen Regelungen mit Beginn des Wintersemesters beziehungsweise zum neuen Schuljahr in Kraft treten.

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