Nachrichten überregional

24.04.2019

Der Brexit und seine Auswirkungen auf Erasmus+

BREXIT

Die EU gewährt dem Vereinigten Königreich wie gewünscht einen Aufschub. Allerdings fällt er länger aus als von der britischen Regierung beantragt: Statt die EU zum 30. Juni zu verlassen, wie von Theresa May vorgeschlagen, ist das neue offizielle Austrittsdatum voraussichtlich der 31. Oktober 2019. Allerdings bleiben auch die weiteren Optionen bestehen.

Der Europäische Rat hat sich für seine Juni-Sitzung eine Überprüfung der Verlängerung vorbehalten. Sollte das britische Parlament das Austrittsabkommen früher verabschieden und sollte dies von der EU ratifiziert werden, so würde das Vereinigte Königreich schon zum Ersten des Folgemonats aus der EU austreten. Zudem muss das Vereinigte Königreich an den Europawahlen vom 23.-26. Mai 2019 teilnehmen, wenn es zu diesem Zeitpunkt noch Mitglied der Europäischen ...

24.04.2019

Pläne der Bundesregierung zur Einrichtung einer Online-Weiterbildungsplattform

Weiterbildungssuche Weiterbildungssuche (hier: IWWB)

Die Bundesregierung prüft zur Zeit Möglichkeiten, die Transparenz im vielfältigen Aus- und Weiterbildungsangebot zu steigern. Dazu gehört es auch die IT-gestützte Information und Beratung zu verbessern, bislang wenig verbundene Leit-Plattformen und -Datenbanken zu verknüpfen, neue Lehr- und Lernangebote der akademischen wie der beruflichen Weiterbildung zu fördern und die sichere individuelle Online-Verwaltung von digitalen Bildungsdaten auf freiwilliger Basis zu ermöglichen.

Das schreibt die Bundesregierung in ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage der FDP.

In Deutschland gibt es etwa 200 Datenbanken, die sich mit unterschiedlichen Schwerpunktsetzungen auf Weiterbildungsangebote spezialisiert haben, betont die Bundesregierung. Sie sollen dem Nutzer eine ...

18.04.2019

BVMW sieht im Digitalpakt eine »finanzpolitische Mogelpackung«

BVMW

Die Bildungsallianz des Mittelstands hat auf ihrer Sitzung in Berlin Stellung zu den massiven Kürzungen im Bildungsbereich genommen und die folgende gemeinsame Erklärung formuliert:

»Die geplante massive Reduzierung des Bildungshaushalts in den kommenden vier Jahren durch den Bundesfinanzminister ist unverantwortlich. Wir brauchen eine solide finanzielle Ausstattung  für die zentrale gesellschaftliche Aufgabe der Bildungspolitik.

Wenn man die bis 2023 beabsichtigten Kürzungen im Bildungsetat addiert, kommt ein Betrag heraus, der über fünf Milliarden Euro liegt. Jeder Cent, der in den Digitalpakt fließt, soll durch Kürzungen im Bildungshaushalt in noch größerem Umfang gegenfinanziert werden. Dieser Digitalpakt ist eine finanzpolitische Mogelpackung.

Wir fordern die Bundesregierung auf, endlich mit einem Bildungsstaatsvertrag die Bildungsfinanzierung auf eine ...

18.04.2019

Fehlzeiten erreichen Rekordniveau

Blutdruckmessung

Nach einem leichten Rückgang der Krankenstände in den Jahren 2016 und 2017, erreichten die krankheitsbedingten Fehlzeiten Erwerbstätiger 2018 ein Rekordhoch. Dies zeigen die aktuellen Auswertungen des Gesundheitsreports 2019 der Techniker Krankenkasse (TK). Demnach stiegen die gemeldeten Fehltage im vergangenen Jahr bundesweit um 2,5 Prozent auf durchschnittlich 15,5 Fehltage pro Erwerbsperson an.

Spitzenreiter im Vergleich der Bundesländer ist weiterhin Mecklenburg-Vorpommern mit 20,1 Fehltagen pro Kopf, dicht gefolgt von Sachsen-Anhalt und Brandenburg mit jeweils 19,6 krankheitsbedingten Fehltagen. Lediglich in Bremen lässt sich ein leichter Rückgang der Fehlzeiten um 0,05 Tage pro Erwerbsperson verzeichnen. Die durchschnittliche Anzahl der Fehltage pro Kopf blieb dabei bundesweit nahezu unverändert.

Zahl der psychisch bedingten Fehlzeiten steigt weiter an
Erkrankungen der Psyche gewinnen weiter ...

18.04.2019

Spracherwerb, Ausbildung und Beschäftigung für Ausländer*innen wird erleichtert

Sprechen Sie Deutsch

Das Bundeskabinett hat am 17. April 2019 mit dem Ausländerbeschäftigungsförderungsgesetz einen verbesserten Zugang zu Spracherwerb, Ausbildung und Beschäftigung für Ausländerinnen und Ausländer auf den Weg gebracht.

Der Gesetzentwurf sieht einen besseren Zugang zur Sprachförderung des Bundes vor, einen leichteren Zugang zur Ausbildungsförderung, die frühzeitige Förderung zur Eingliederung in den Arbeitsmarkt und die Weiterzahlung von Arbeitslosengeld während eines Integrationskurses oder berufsbezogener Deutschsprachförderung. Damit wir auch Forderungen der Regierungschefs der Länder vom Herbst 2018 Rechnung getragen.

Die Regelungen im Einzelnen:

Besserer Zugang zur Sprachförderung des Bundes
Künftig können alle Gestatteten nach neun Monaten Aufenthalt in Deutschland an einem Integrationskurs (oder bei Bedarf an einem berufsbezogenen Sprachkurs) teilnehmen, wenn sie bei der Bundesagentur für Arbeit arbeitssuchend ...

18.04.2019

Eigenfinanzierungsquote deutscher Hochschulen liegt bei 53 Prozent

Alma mater

Hochschulausgaben 2017 um 4 Prozent auf 54 Milliarden Euro gestiegen 

Im Jahr 2017 haben die öffentlichen, kirchlichen und privaten Hochschulen in Deutschland 54,1 Milliarden Euro für Lehre, Forschung und Krankenbehandlung ausgegeben. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, stiegen die Ausgaben damit um 4 % gegenüber 2016 (52,1 Milliarden Euro).

Der größte Ausgabeposten war das Personal mit 31,3 Milliarden Euro (2016: 30,0 Milliarden Euro). Das waren wie im Vorjahr 58 % der gesamten Hochschulausgaben. Der laufende Sachaufwand betrug 18,3 Milliarden Euro (2016: 17,5 Milliarden Euro). Für Investitionen wurden 4,5 Milliarden Euro aufgewendet (2016: 4,6 Milliarden Euro).

Auf die Universitäten (ohne medizinische Einrichtungen/Gesundheitswissenschaften der Universitäten) entfiel 2017 ein Ausgabevolumen von 21,3 Milliarden Euro, das waren 4 ...

17.04.2019

Rente mit 67: Längere Lebensarbeitszeit birgt sozialpolitische Risiken

Alte Hand und Muenzen

Höhere Altersgrenzen bei der Rente bedeuten nicht unbedingt späteren Erwerbsaustritt  *  Sollte der Arbeitsmarktboom nicht anhalten, drohen insbesondere Menschen mit geringer Bildung, prekärer Beschäftigung und niedriger Gesundheit große sozialpolitische Risiken *  Sozialpolitische Unterstützung für einzelne Gruppen gerade bei weiteren Anhebungen des Renteneintrittsalters notwendig 

Seit 2012 wird die Regelaltersgrenze stufenweise von 65 Jahren auf 67 angehoben. Dieser wichtige und notwendige Schritt soll dazu beitragen, die Folgen des demografischen Wandels zu bewältigen. Simulationen am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) im Auftrag der Hans-Böckler-Stiftung zeigen nun, dass eine höhere Regelaltersgrenze zwar zu einem späteren Erwerbsaustritt führt, aber auch mit großen sozialpolitischen Risiken einhergeht: Für einen Teil der Personen, die es nicht schaffen, bis 67 zu arbeiten, bedeutet ...

17.04.2019

Öffnung von niedersächsischen Hochschulen: 2,4 Millionen Euro für die Digitalisierung

Frau vor Funktionenwand

Die Digitalisierung ermöglicht es Niedersachsens Hochschulen, ihre Angebote flexibel zu gestalten und damit für neue Gruppen Studieninteressierter attraktiv zu sein. Mit rund 2,4 Millionen Euro fördert das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) zehn digitale Bildungs- und Weiterbildungsangebote, die den Hochschulzugang mit und ohne Abitur erleichtern. Die Förderung setzt sich zusammen aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) und zusätzlichen Landesmitteln.

»Dank des großen Engagements und der Kreativität unserer niedersächsischen Hochschulen und Erwachsenenbildungseinrichtungen können wir erneut vielseitige Projekte zur weiteren Öffnung der Hochschulen unterstützen. Die geförderten Einrichtungen nutzen die Möglichkeiten der Digitalisierung vorbildlich, um Menschen mit und ohne Abitur bei der Aufnahme eines Studiums zu unterstützen«, sagt der Niedersächsische Minister für Wissenschaft und Kultur, Björn Thümler.

17.04.2019

Neue Voraussetzungen für das Arbeitslosengeld ab 2020: Rund 20.000 ALG-Empfänger mehr

Agentur für Arbeit

Eine ab dem nächsten Jahr geltende Änderung der Anspruchsvoraussetzungen für das Arbeitslosengeld werden voraussichtlich rund 20.000 Arbeitslose nutzen. Das zeigt eine am Dienstag veröffentlichte Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).

Um Arbeitslosengeld beanspruchen zu können, muss man innerhalb der letzten 24 Monate, der sogenannten Rahmenfrist, mindestens 12 Monate beschäftigt gewesen sein. Ab dem Jahr 2020 verlängert sich die Rahmenfrist von 24 auf 30 Monate.

Mit Daten aus dem Jahr 2017 – das sind die aktuellsten, die für die Berechnungen geeignet sind – hat die IAB-Forscherin Gesine Stephan untersucht, wie viele Arbeitslose die Änderung der Rahmenfrist nutzen werden. Im Jahr 2017 wären es gut 20.000 Personen gewesen.

Theoretisch hätten aufgrund der Änderung sogar rund 50.000 ...

17.04.2019

Europawahl 2019: HRK veröffentlicht Wahlprüfsteine

Europafahne

Die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) hat die im Bundestag vertretenen Parteien zu ihren hochschulpolitischen Standpunkten auf europäischer Ebene befragt. Die Antworten auf sechs Wahlprüfsteine sind auf der HRK-Website einander gegenübergestellt.

HRK-Präsident Prof. Dr. Peter-André Alt kommentiert die Ergebnisse:

»Die Antworten der Parteien lassen zu wünschen übrig. Besonders die Frage nach einer stärkeren Repräsentation der Hochschulen auf EU-Ebene hat keine konkreten Vorschläge hervorgebracht. Dass die Parteien sich mit dem Status quo der Zusammenarbeit zwischen Hochschulen und EU-Kommission zufriedengeben, ist enttäuschend. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass selbst Leuchtturmprojekte der Wissenschaft wie Erasmus+ eine starke Stimme in den Gremien brauchen, um nicht in Vergessenheit zu geraten.

Die Hochschulautonomie halten die Parteien zwar erfreulicherweise für schützenswert, bieten aber ...

17.04.2019

Digitalisierung verändert Berufsbilder radikal

Chip und Person mit Notebook

Die zunehmende Digitalisierung der Arbeitswelt stellt Arbeitnehmer wie Arbeitgeber vor dramatische Herausforderungen, die bei weitem unterschätzt werden, warnt die BWA Akademie in Bonn. »Zahlreiche Berufsbilder stehen davor, sich derart grundlegend zu verändern, dass man nicht davon ausgehen kann, dass die Beschäftigten einfach so den neuen Arbeitsplatz befriedigend ausfüllen können«, erklärt BWA-Geschäftsführer Harald Müller. Er verweist auf aktuelle Modellrechnungen des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung, nach denen bis 2025 rund 920.000 Arbeitsplätze zwischen Berufsbildern »umgeschichtet« werden. »Das heißt konkret: 490.000 Arbeitsplätze sollen abgeschafft und 430.000 Arbeitsplätze neu geschaffen werden«, erläutert Harald Müller und sagt: »Die damit verbundenen Herausforderungen für die Beschäftigten und die Unternehmen sind gewaltig«.

Müller erläutert: »Viele Arbeitsprozesse werden zunehmend digitalisiert und automatisiert und stellen dadurch ...

17.04.2019

Anstrengende Arbeit unter Termindruck belastet Beschäftigte

Paketzusteller

Körperlich anstrengende Arbeit unter Termin- oder Leistungsdruck und geringer Handlungsspielraum zeichnen die Arbeit in den Logistikberufen aus. Zudem zeigen sich geringe Zufriedenheitswerte in Bezug auf körperliche Arbeitsbedingungen, Weiterbildungsmöglichkeiten und Aufstiegschancen bei den Beschäftigten. Fast ein Viertel gibt an, häufig an der Leistungsgrenze zu arbeiten. Dies zeigt sich auch in der Einschätzung des eigenen Gesundheitszustands, den die Beschäftigten in den Logistikberufen häufiger als in anderen Berufen als weniger gut oder schlecht angeben.

Zu diesen und weiteren Ergebnissen kommt das Faktenblatt »Schnell mal was bestellt - schnell mal was gebracht«, das die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) jetzt veröffentlicht hat. Es beruht auf Daten der BIBB-/BAuA-Erwerbstätigenbefragung 2018.

Nahezu jeder bestellt heute »schnell mal« was im Internet. Die ...

16.04.2019

Erfolgsbilanz und Zukunft des Deutschlandstipendiums

Geldbörse

Die Bundesregierung verfolgt mit dem Deutschlandstipendium das Ziel, die Stipendienkultur in Deutschland zu stärken und dadurch hochqualifizierten Nachwuchs zu sichern und so Fachkräftemangel entgegenzutreten. Mit dem Stipendium sollen die Leistungen begabter und leistungsstarker Studenten anerkannt werden und die Vernetzung von Hochschulen mit Unternehmen aus der Region unterstützt werden.

Das schreibt die Bundesregierung in ihrer Antwort auf die Kleine Anfrage der FDP. Im Jahr 2017 wurden durch das Deutschlandstipendium rund 25.900 Studenten gefördert. Neben den insgesamt rund 29.500 Stipendiaten aller 13 Begabtenförderungswerke ist das Deutschlandstipendium damit die zweite große Säule der deutschen Stipendienlandschaft. Insgesamt ist seit Beginn des Programms im Jahr 2011 die Zahl der durch das Deutschlandstipendium geförderten Studenten durchgehend angestiegen. Die Bundesregierung strebt eine weitere ...

16.04.2019

Studie zu »Arbeit auf Abruf«: Gesetz mit Lücken

Zeitdruck

Rund 5,4 Millionen Arbeitnehmer*innen arbeiten bereits »auf Abruf«.  

Durch die Reform des Arbeitszeitgesetzes Anfang 2019 wurde »Arbeit auf Abruf« in Deutschland stärker reguliert. In der Praxis bleiben aber Schutzlücken – insbesondere, wenn Abrufarbeit mit Niedriglöhnen und niedrigem Stundenumfang kombiniert wird. Denn gerade dann sind die finanziellen Anreize bzw. Zwänge für Beschäftigte hoch, bei Auftragsspitzen »freiwillig« mehr und flexibler zu arbeiten.

Auf diesen Zusammenhang macht ein aktueller Report aus dem Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universität Duisburg-Essen (UDE) aufmerksam.

Dr. Karen Jaehrling und Dr. Thorsten Kalina haben darin anhand von Daten aus dem Sozio-ökonomischen Panel (SOEP) die Verbreitung von Abrufarbeit und die damit verbundenen Risiken untersucht. Nach ihren Berechnungen arbeiten 5,4 Millionen – über 15 ...

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