Nachrichten überregional

15.02.2019

Bundesrat fordert 5 Jahre Regelstudienzeit für Jura

Justizia

Die Regelstudienzeit für Rechtswissenschaften soll künftig 10 Semester statt wie bisher 9 Semester betragen. Dies fordert der Bundesrat in einem Gesetzentwurf, den er beim Deutschen Bundestag einbringt.

Anpassung an Masterstudiengänge
Ziel ist es, die Studien- und Prüfungsdauer für Rechtswissenschaften an vergleichbare Masterstudiengänge anzupassen. Damit hätten Jurastudentinnen und -Studenten länger Anspruch auf BAföG-Leistungen. Der Bundesrat möchte so verhindern, dass der Studienerfolg von der finanziellen Situation und sozialen Herkunft der Betroffenen abhängt.

Vergleichbarer Stoffumfang
Das Jurastudium bleibe in seinem Umfang nicht hinter dem zehnsemestriger Masterstudiengänge zurück. Die derzeitige Festlegung auf 9 Semester für Rechtswissenschaften sei daher nicht ausreichend, bemängelt die Länderkammer: die tatsächliche Studiendauer einschließlich Prüfungszeit betrage faktisch durchschnittlich 11,3 Semester. Durch die Reform der Juristenausbildung 2002/2003, die ...

15.02.2019

In deutschen Betrieben sind nur halb so viele Frauen in Führungsposition wie Männer

Vorstandssitzung

Eine Studie im Auftrag des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) macht deutlich: Die Unterschiede zwischen Mann und Frau in der Arbeitswelt sind nach wie vor groß. Nur halb so viele Frauen wie Männer arbeiten in einer Leitungsposition. Erstere fühlen sich zudem häufiger bei Personalentscheidungen benachteiligt als Männer. Das Ziel, den Anteil von Frauen in Führungspositionen zu erhöhen, verfolgen jedoch nur wenige: Lediglich ein Viertel der deutschen Betriebe hat sich die Förderung von Frauen auf die Agenda gesetzt. Angestoßen wurde die Studie von der Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA), um erstmals eine valide Datengrundlage zu schaffen.

Dass es für Frauen nach wie vor schwierig ist, in die Führungsebene aufzusteigen, zeigen die Ergebnisse des vom BMAS ...

15.02.2019

Innovation als Jobmotor

Innovation

Zwischen Tech-Begeisterung und Silo-Denken - so steht es um den Innovationsstandort Europa 

Beim Stichwort Innovation denken viele direkt ans Silicon Valley und zunehmend auch an China. Das »alte Europa« scheint dagegen Nachholbedarf zu haben. Deloitte hat 760 Unternehmen in 16 Ländern befragt, um herauszufinden, wie es wirklich um die Innovationsfähigkeit und damit um die Zukunft Europas steht.

Nicht Daten, sondern Innovationen sind das neue Gold. Wenn man Richtung Silicon Valley oder gen China schaut, scheint es dort durchaus auch den dazugehörigen Goldrausch zu geben. In Europa geht statt eines Innovationsrauschs eher die Angst um, von den großen Innovationsmächten in West und Ost abgehängt worden zu sein. Deloitte hat für die EMEA Innovation Survey untersucht, wie ...

14.02.2019

BAföG-Reform soll Trendumkehr bringen

Student in Bibliothek

Mit der geplanten BAföG-Reform will die Bundesregierung bis 2021 im Jahresdurchschnitt mehr als 100.000 Schüler und Studenten zusätzlich finanziell unterstützten. Dazu habe die Bundesregierung am 30. Januar 2019 den Entwurf eines Gesetzes zur Änderung des Bundesausbildungsförderungsgesetzes (26. BAföGÄndG) beschlossen, heißt es in der Antwort auf die Kleinen Anfrage der FDP-Fraktion. Nach den Plänen der Bundesregierung soll es so möglich sein, dass das parlamentarische Beratungsverfahren so rechtzeitig abgeschlossen werden kann, dass die ersten vorgesehenen Änderungen bis zum Beginn des Schuljahres 2019/2020 in Kraft treten können.

Die Bundesregierung erwarte BAföG Mehrausgaben von 1,233 Milliarden Euro in dieser Wahlperiode. Schon jetzt betragen die Gesamtausgaben des Bundes für diese Leistung inzwischen fast 2,9 Milliarden Euro jährlich. Die Bundesregierung unterstreicht, dass ...

14.02.2019

VET Repository: Neuer Fachinformationsservice des BIBB:

Buchregal im Tablet

Komfortable Recherche und mehr Volltexte 

Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) setzt seinen Weg des freien Zugangs zu wissenschaftlicher Fachliteratur (»Open Access Policy«) konsequent fort und baut seine wissenschaftlichen Dienstleistungen im Bereich der Berufsbildung und Berufsbildungsforschung weiter aus. Mit einem fachlichen Repositorium (»VET Repository«) stellt das BIBB ab sofort einen neuen zentralen Ort im Internet zur Verfügung, an dem Fachliteratur zu allen Aspekten der Berufsbildung und Berufsbildungsforschung komfortabel recherchiert und in vielen Fällen auch im Volltext eingesehen werden kann.

Das »VET Repository« basiert auf der Literaturdatenbank Berufliche Bildung (LDBB) des BIBB mit über 62.000 Literaturnachweisen und mehr als 8.000 Links zu kostenfrei verfügbaren Volltexten. Es löst damit die LDBB als zentrales Rechercheinstrument und Speicherort für Open-Access-Publikationen ...

14.02.2019

Mitarbeiter wünschen sich individuelles Coaching - bekommen es aber nicht

Hinweisschild Lernen über Straße

Mit einem ganzheitlichen Lernangebot können Unternehmen bisher ungenutztes Potenzial heben 

Mitarbeiter sind beim Thema Weiterbildung zwar per se motiviert, wünschen sich jedoch andere Formate als ihnen Unternehmen bieten. Damit wird wertvolles Potenzial aufs Spiel gesetzt. Zu diesem Ergebnis kommt die repräsentative Umfrage »Wert der Weiterbildung« der Haufe Akademie, eine Weiterentwicklung der gleichnamigen Studie aus dem Jahr 2013.

In einem Punkt sind sich Arbeitnehmer und Arbeitgeber einig: Die beliebtesten Weiterbildungsformate sind Seminare und Tagungen. Bei allen anderen Angeboten klaffen Wunsch und Wirklichkeit weit auseinander: Am eklatantesten zeigt sich dies bei längeren Qualifizierungsprogrammen sowie persönlichem Coaching. Obwohl sich nahezu 80 Prozent der befragten Mitarbeiter diese Formate wünschen, bekommen nur 34 bzw. 21 Prozent die Möglichkeit, an solchen ...

14.02.2019

Verlust des Arbeitsplatzes kann zu gesundheitlichen Spätfolgen führen

Blutdruckmessung

Soziologen der Universität Bamberg untersuchen Erwerbsbiographien: Früher Arbeitsplatzverlust beeinträchtigt Gesundheit langfristig 
 
Zahlreiche Studien legen nahe, dass Arbeitsplatzverluste und Arbeitslosigkeit zu einer schlechteren Gesundheit führen. Soziologen der Universität Bamberg greifen diese Forschung nun auf und fragen: Hat der Verlust des Arbeitsplatzes auch dann noch Auswirkungen auf die Gesundheit, wenn er schon Jahrzehnte zurückliegt und gegebenenfalls anschließend weitere Anstellungen folgten?

Jonas Voßemer und Prof. Dr. Michael Gebel vom Lehrstuhl für Soziologie, insbesondere Methoden der empirischen Sozialforschung, an der Universität Bamberg zeigen in einer aktuellen Studie: Der unfreiwillige Verlust des Arbeitsplatzes in einer frühen Phase des Berufslebens beeinträchtigt die Gesundheit langfristig. Mehr als 30 Jahre später lassen sich noch Auswirkungen auf die Gesundheit ausmachen, die auf ...

14.02.2019

Freiwilligenjahr mit Deutscher UNESCO-Kommission

kulturweit

Bis 6. Mai 2019 für kulturweit bewerben. Internationaler Freiwilligendienst fördert Engagement  

Bis zum 6. Mai können sich junge Menschen bei kulturweit für ein Freiwilliges Soziales Jahr im Ausland bewerben. Mit dem Freiwilligendienst der Deutschen UNESCO-Kommission setzen sie sich weltweit für Kultur, Natur und Bildung ein. Der Freiwilligendienst beginnt am 1. März 2020. Bewerbungen sind online über den Link am Ende des Artikels möglich.

»Ich hatte einfach mal Zeit, etwas Anderes auszuprobieren«, sagt Katharina Leinius, die mit kulturweit nach Rumänien ging. Am Goethe-Institut in Bukarest half sie mit, ein Schulnetzwerk aufzubauen und gab Konversationsunterricht. Nach ihrem Bachelor war das für sie eine Chance: »Der Freiwilligendienst ist eine Gelegenheit, Pause zu drücken. Ich konnte Erfahrungen sammeln, ohne bewertet ...

14.02.2019

Bundesregierung erläutert erneut ihre Strategie zur Künstlichen Intelligenz

Digitale Bildung

Die Förderung von gemeinwohlorientierten, digitalen Innovationen, die den Menschen in den Mittelpunkt stellen, ist ein ausgewiesenes Ziel der Bundesregierung, das sich auch in der Strategie zur Künstlichen Intelligenz (KI) der Bundesregierung widerspiegelt. Schwerpunkte der Strategie sind die Stärkung wissenschaftlicher Kompetenzen, Strukturen und der Transfer von wissenschaftlichen Ergebnissen in Anwendung und Praxis. Derzeit arbeitet die Bundesregierung an der Umsetzung der Strategie zu KI. Das schreibt die Bundesregierung in ihrer Antwort auf die Kleine Anfrage von Bündnis 90/die Grünen.

Um diese Vorhaben zu erreichen, sei die Mitwirkung von Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft unabdingbar. Die in der Strategie gewählte Fokussierung diene dazu, bis 2025 mit den zur Verfügung stehenden Mitteln diese Ziele zu erreichen und eine menschenzentrierte und gemeinwohlorientierte ...

13.02.2019

OECD: Erwachsenenbildung braucht nachhaltigere Strukturen

OECD6

Viele OECD-Länder müssen ihre Systeme zur Erwachsenenbildung dringend verbessern, um den Menschen bei der Anpassung an die zukünftige Arbeitswelt zu helfen. Zu diesem Schluss kommt eine neue OECD-Studie 

Neue Technologien, Globalisierung und eine alternde Bevölkerung werden Arbeitsplätze und die erforderlichen Qualifikationen verändern. Deshalb sind bessere Qualifizierungs- und Umschulungsmöglichkeiten für die betroffenen ArbeitnehmerInnen unerlässlich. Nur so kann sichergestellt werden, dass die Arbeitswelt der Zukunft für alle funktioniert, so die Studie Getting Skills Right: Future-Ready Adult Learning Systems.

Heute nehmen jährlich nur zwei von fünf Erwachsenen an Weiterbildung teil. Vor allem ohnehin schon gut ausgebildete Erwerbstätige bilden sich am häufigsten fort. Für niedrig qualifizierte Erwachsene ist es dreimal weniger wahrscheinlich an einer Weiterbildung teilzunehmen als für Hochqualifizierte (20 ...

13.02.2019

Abi in der Tasche - und was dann?

Abitur

BIBB-Untersuchung zu Motiven von Schulabgängern für Ausbildung oder Studium   

Was bewegt Gymnasiast*innen zur Aufnahme einer beruflichen Ausbildung? Angesichts steigender Studierendenzahlen hat das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) untersucht, welche Schüler/-innen trotz Hochschulzugangsberechtigung eher eine Ausbildung als ein Studium planen und welche Faktoren dies begünstigen. Es zeigt sich, dass neben Einflüssen des sozialen Umfelds auch der Berufsorientierungsprozess sowie Kosten-, Nutzen- und Chanceneinschätzungen der Jugendlichen von Bedeutung sind. Aus den Untersuchungsergebnissen leitet das BIBB Empfehlungen für die Berufsorientierung ab.

Die Pläne der Jugendlichen sind zunächst stark durch die Erwartungshaltung der Eltern geprägt. Nur wenige Jugendliche, die ein Studium anstreben, vermuten, dass ihre Eltern sich statt eines Studiums eine Ausbildung für sie wünschen. Die Wahrscheinlichkeit, eine Ausbildung in Betracht zu ...

13.02.2019

GEW: Mehr Geld und bessere Arbeitsbedingungen in der Erwachsenenbildung

Learning Glaskugel auf Hand

Bildungsgewerkschaft zum einhundertjährigen Jubiläum der Volkshochschulen 

»Bund, Länder und Kommunen müssen erheblich mehr Geld für die öffentlich finanzierte Weiterbildung ausgeben. Nur so können die öffentliche Verantwortung und die vor hundert Jahren in der Weimarer Reichsverfassung verankerte Förderung der Erwachsenenbildung angemessen wahrgenommen werden«, sagte Ansgar Klinger, für Berufs- und Weiterbildung verantwortliches Vorstandsmitglied der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), am Mittwoch in Frankfurt am Main mit Blick auf das Jubiläum »100 Jahre Volkshochschulen«. Die bessere Finanzierung sei zugleich eine wesentliche Voraussetzung, die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten endlich zu verbessern.

»Die Folgen der schlechten Finanzierung: Die Zahl der hauptberuflichen pädagogischen Mitarbeiter an den Volkshochschulen sinkt, während der Angebotsumfang steigt. Die Arbeitsverdichtung führt zu Burnout sowie zunehmend psychischen und allgemeinen Erkrankungen. ...

13.02.2019

Gesellschaftliche Akzeptanz der Künstlichen Intelligenz

Digital

Die Mehrheit der Deutschen sieht in der Künstlichen Intelligenz (KI) inzwischen eher Chancen als Risiken. Dies ist das Ergebnis einer Studie des IT-Branchenverbandes Bitkom e.V., die Susanne Dehmel, Mitglied der Geschäftsführung des Verbandes, am 11.02.2019 in der Sitzung der Enquete-Kommission »Künstliche Intelligenz - Gesellschaftliche Verantwortung und wirtschaftliche, soziale und ökologische Potenziale« präsentierte. Dehmel gehört dem Gremium als Sachverständige an. Hatten 2017 in einer repräsentativen Umfrage demnach noch 48 Prozent in der KI eher eine Chance gesehen, waren es in der Ende November 2018 vorgestellten Befragung 62 Prozent. Im selben Zeitraum nahm der Anteil jener, die in der KI eher Gefahren sehen, von 47 auf 35 Prozent ab.

Zu den wesentlichen Ergebnissen der Bitkom-Studie, auf die Dehmel ...

13.02.2019

Lehren für die Arbeitswelt der Zukunft

Chip und Person mit Notebook

Die Einschätzungen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg, des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln e.V. (IW) sowie des Lehrstuhls für Soziologie an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) waren am Montag (11.02.2019) Thema einer öffentlichen Anhörung der Enquete-Kommission »Berufliche Bildung in der digitalen Arbeitswelt« gewesen. Die externen Sachverständigen sprachen in der 7. Sitzung des Gremiums über bisherige Veränderungen in der Arbeitswelt und beruflichen Bildung. »Wir wollen sowohl einen Blick zurückwerfen, aber auch fragen, welche Schlussfolgerungen für kommende Entwicklungen gezogen werden können. Das ist relevant für unseren Abschlussbericht«, sagte der Vorsitzende der Kommission, Stefan Kaufmann (CDU).

Im verarbeitenden Gewerbe habe man für das Jahr 2016 festgestellt, dass ungefähr 54 Prozent der Tätigkeiten von Maschinen und Robotern ...

Bereitgestellt durch:
Logo BildungsSPIEGEL.de

Diese Seite nutzt Tracking-Cookies. Klicken Sie bitte hier für mehr Informationen.

Diese Website speichert Cookies auf Ihrem Gerät und nutzt diese zum Webtracking mit Piwik. Weitere Informationen zu Cookies und zur Deaktivierung des Trackings erhalten Sie auf unserer Datenschutzseite.