Nachrichten überregional

27.06.2019

Midijob-Reform: Pauschale Begünstigung von niedrigen Arbeitsentgelten

Agentur für Arbeit

Für den Übergangsbereich von Minijobs in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung – bisher die Midijobs – gelten ab 1. Juli 2019 neue Regelungen. Was sich genau ändert, hat das Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universität Duisburg-Essen (UDE) zusammengestellt.

Ab einer Einkommensgrenze von 450 Euro im Monat enden die Mini-Job-Regelungen, da die Beschäftigten beitrags- und steuerpflichtig werden. Allerdings setzt der Eingangsbeitragssatz nur auf einem reduzierten Niveau von ca. 10,4 % an, um einen abrupten Sprung in der Beitragsbelastung zu vermeiden. Mit steigendem Bruttoverdienst steigt der Beitragssatz progressiv an bis das reguläre Niveau von 20,1 % erreicht ist (Renten-; Kranken-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung).

Ab dem 1. Juli wird der reguläre Arbeitnehmerbeitragssatz von 20,1 % bis auf ein Einkommen von 1.300 ...

27.06.2019

NAKO: Größte Gesundheitsstudie Deutschlands erreicht wichtiges Etappenziel

Blutdruckmessung

200.000 Menschen nehmen an NAKO teil  *  Basisuntersuchungen der NAKO Gesundheitsstudie sind abgeschlossen 

Mit einem Festakt auf dem Gelände der Berliner Charité beging die größte Langzeit-Bevölkerungsstudie Deutschlands gestern den Abschluss ihrer ersten großen Etappe: Die Untersuchung von 200.000 Teilnehmer*innen. Wie entstehen Erkrankungen? Was beeinflusst ihren Verlauf? Diesen und weiteren Fragen gehen die Forschenden nach. Vorbeugung, Früherkennung und Behandlung von Volkskrankheiten sollen so in Deutschland verbessert werden.

»Wir wollen Volkskrankheiten wie Krebs, Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen besser verstehen, um sie wirkungsvoller bekämpfen zu können. Die Studienergebnisse dieser größten deutschen Gesundheitsstudie werden uns helfen, Volkskrankheiten früher zu erkennen, sie besser zu behandeln und ihnen wirksamer vorzubeugen. Wir könnten beispielsweise erfahren, wie unsere Umwelt und unsere Lebensweise bestimmte Krankheiten ...

26.06.2019

Datenschutzfalle Bewerbermanagement

Lebenslauf2

Datenschutzkonformer Umgang mit Daten potenzieller Mitarbeiter 

Unternehmen erhalten ständig Bewerbungen – sei es auf ausgeschriebene Stellen oder initiativ. Doch seit dem Inkrafttreten der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), gelten im Umgang mit Lebensläufen, Anschreiben und Zeugnissen neue Regeln. Um einen datenschutzkonformen Umgang mit diesen Informationen sicherzustellen, empfiehlt es sich, das Bewerberdatenmanagement detailliert zu überprüfen und die Mitarbeiter in den Personalabteilungen regelmäßig zu schulen.

»Der ordnungsgemäße Umgang mit Bewerberdaten kann eine Herausforderung darstellen, wenn Mitarbeiter nicht wissen, wo Fallstricke lauern. Doch nach Implementierung entsprechender Prozesse ist das Datenmanagement in der Regel kaum mit Mehraufwand verbunden. Außerdem wünscht sich jeder im Falle einer Bewerbung auch einen angemessenen Umgang mit den eigenen Unterlagen«, so Haye Hösel, HUBIT-Geschäftsführer.

Wieso, weshalb, warum

Artikel ...

26.06.2019

Änderung des Hochschulrahmengesetzes

Bundestag

Die Bundesregierung hat den Entwurf eines Achten Gesetzes zur Änderung des Hochschulrahmengesetzes vorgelegt, nachdem das Bundesverfassungsgericht mit dem Urteil vom 19. Dezember 2017 (BVerfGE v. 19.12.2017 - 1 BvL 3/14 u.a.) die Regelungen über die Studienplatzvergabe in Humanmedizin teilweise für verfassungswidrig erklärt hat.

Von dem Urteil betroffen ist - neben den landesrechtlichen Regelungen zur Umsetzung des Staatsvertrages der Länder über die Errichtung einer gemeinsamen Einrichtung für Hochschulzulassung - auch der Regelungsgehalt des § 32 Hochschulrahmengesetz (HRG). Diesen Punkt wie auch den Antrag der FDP »Ein modernes Kapazitätsrecht für eine zukünftige Hochschullehre« und den Antrag der Linken »Hochschulzulassung öffnen und gerecht gestalten« beriet der Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung am Mittwochvormittag.

In Reaktion auf das Urteil ...

26.06.2019

Ausweitung der Meisterpflicht

Meisterbrief ano

Die Meisterpflicht soll wieder auf mehr Handwerksberufe ausgedehnt werden. Außer dem Vertreter der Monopolkommission waren sich darin alle Sachverständigen bei einer Anhörung des Ausschusses für Wirtschaft und Energie am Mittwoch einig. Der Sitzung unter Leitung von Klaus Ernst (Die Linke) lagen Anträge der Oppositionsfraktionen zugrunde. 2004 war die Zahl der Handwerke, für die ein Meisterbrief verpflichtend ist, eingeengt worden.

Professor Martin Burgi (Ludwig-Maximilians-Universität München) hob hervor, dass es nicht um Pauschallösungen gehe, sondern um das jeweils betroffene einzelne Handwerk. Aus europarechtlicher Sicht könne nicht für alle Gewerke wieder die Meisterpflicht vorgegeben werden. Sobald der Gesetzgeber vom Meisterbrieferfordernis überzeugt sei, könnten nach Burgis Ansicht die notwendigen Änderungen in der Handwerksordnung mit vergleichsweise geringem legislatorischem Aufwand ...

26.06.2019

Digitale Arbeitswelt: 16 Millionen Erwerbstätige bilden sich weiter

Strichmännchen auf der Treppe nach oben

16 Millionen der insgesamt knapp 40 Millionen erwerbstätigen Internetnutzer*innen ab 16 Jahren nahmen 2018 an Weiterbildungsmaßnahmen teil, um ihre Kompetenzen im Umgang mit Computern, Software oder Anwendungen zu verbessern.

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anhand von Ergebnissen der Erhebung zur Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) in privaten Haushalten weiter mitteilt, waren das 39 % der erwerbstätigen Internetnutzer*innen ab 16 Jahren.

68 % dieser 16 Millionen erwerbstätigen Internetnutzer*innen bildeten sich zu spezifischen Softwareanwendungen für die Arbeit weiter. 24 % nahmen an Weiterbildungen zum Themenbereich Datenanalyse oder Datenbankverwaltung und 18 % zum Thema IT-Sicherheit oder Datenschutzmanagement teil.

Bei 57 % der Weiterbildungsteilnehmer*innen  erfolgte die IT-Weiterbildung durch Vorgesetzte oder Kolleginnen und Kollegen am Arbeitsplatz, 53 % nahmen an ...

26.06.2019

Europäische Hochschulallianzen: Erfolg für Deutschland, Gewinn für Europa, Kraftakt für die Hochschulen

Internationale Zusammenarbeit

Nach der heutigen Bekanntgabe der ersten 17 von der EU geförderten Europäischen Hochschulallianzen sagte der Präsident der Hochschulrektorenkonferenz (HRK), Prof. Dr. Peter-André Alt: »An 14 der 17 ausgewählten europäischen Netzwerken sind deutsche Hochschulen beteiligt. Das ist ein eindrucksvoller Erfolg. Darin kommt zum Ausdruck, dass sich die deutschen Hochschulen als Motoren der europäischen Idee verstehen und kreativ an der Entwicklung neuer Formen der Partnerschaft mitarbeiten. Es werden ja ganz unterschiedliche Konzepte ausgewählt, um den Gedanken der Europäischen Hochschulallianzen nun mit Leben zu erfüllen«.

Die Hochschulrektorenkonferenz hat sich von Anfang an stark für die Idee der Europäischen Hochschulallianzen eingesetzt. »Dabei war uns besonders eine gemeinsame Strategie- und Profilbildung dieser Allianzen wichtig«, so Alt. »Von wesentlicher Bedeutung ist zudem, ...

26.06.2019

Was muss eine Lehrkraft wissen und können?

Greta2

Das Projekt GRETA bietet Instrumente, mit denen Kompetenzen und Fähigkeiten von Erwachsenenbildnern sichtbar gemacht werden können 

In Deutschland arbeiten fast 530.000 Lehrende in der Erwachsenenbildung und leisten einen wesentlichen Beitrag zum Erfolg von Weiterbildung. Bisher fehlten Verfahren, um das Wissen und Können Lehrender zu definieren und sichtbar zu machen. Deshalb wurde im Projekt GRETA ein Strukturmodell der Kompetenzen erarbeitet, die für gute Lehre gebraucht werden. In einer Pilotstudie wird nun die Praxistauglichkeit des Verfahrens und der Instrumente erprobt.

GRETA – der Projektname steht seit 2014 für die Entwicklung eines trägerübergreifenden Anerkennungsverfahrens für die Kompetenzen Lehrender in der Erwachsenen- und Weiterbildung. Dieses Verfahren soll Lehrenden zum einen ermöglichen, ihre bereits erworbenen Kompetenzen zu identifizieren und validieren ...

26.06.2019

Dimension Digitalisierung - Lehrkräfte stärken

Frau vor Funktionenwand

Die digitale Welt verändert Bildung wie kaum eine andere gesellschaftliche Entwicklung zuvor und stellt an Schule und Lehrkräfte neue Anforderungen: pädagogisch, didaktisch und organisatorisch. Im Fokus der Fachtagung stehen die verschiedenen Aspekte der Qualifizierung des pädagogischen Personals in der digitalen Welt. Vertreter der Länder und Initiativen der Zivilgesellschaft diskutieren innovative Qualifizierungsformate, Wege der Schul- und Medienentwicklungsplanung sowie rechtliche Aspekte des Datenschutzes und des Urheberrechtes.

»Digitalisierung muss als Querschnittsthema in allen Phasen der Lehreraus- und -fortbildung verankert werden, um die Lehrkräfte zu befähigen, den veränderten Anforderungen der digitalen Welt gerecht zu werden«, so Dr. Nils Weichert, Vorstand des Forum Bildung Digitalisierung. »Schulen brauchen Beratungs- und Unterstützungsstrukturen sowie eine kontinuierliche Vernetzung mit außerschulischen Partnern. Als Forum bieten ...

26.06.2019

Atypische Beschäftigung verharrt auf hohem Niveau

Work Harder

Quote in westdeutschen Ländern um bis zu 12 Prozentpunkte höher als im Osten 

Die Zahl der atypischen Beschäftigungsverhältnisse in Deutschland verharrt auf hohem Niveau. Besonders stark betroffen sind nach wie vor Frauen in Westdeutschland, die aus familiären Gründen oft in Teilzeit oder Minijobs arbeiten, zudem jüngere Beschäftigte, geringer Qualifizierte und Beschäftigte ohne deutschen Pass.

Dementsprechend unterscheiden sich die Quoten in Ost- und Westdeutschland erheblich, und sie haben sich in den vergangenen Jahren noch auseinanderentwickelt: In den ostdeutschen Bundesländern liegt der Anteil atypisch Beschäftigter nach den aktuellen Zahlen überall unter 18 Prozent, in Brandenburg sogar unter 15 Prozent. Im Westen reicht sie von knapp 18 Prozent in Hamburg bis 23 Prozent und mehr in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, ...

25.06.2019

Grenzen überwinden in der digitalen Hochschullehre

Q Sicherung

Vertreter*innen der Wissenschaftsministerien der Länder und der Ländervorhaben zur Digitalisierung in der Hochschullehre trafen sich an der Philipps-Universität

Das Ziel ist im Moment noch eine Vision: Alle Hochschullehrenden Deutschlands sollen Zugang zu digitalen Bildungsmaterialien aller Bundesländer haben – und zwar aus dem Lern-Management-System ihrer Hochschule heraus. Damit hessische Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer in Zukunft auch die Materialien niedersächsischer Kollegen nutzen und bayrische Hochschulen auch von den Entwicklungen in Schleswig-Holstein oder Sachsen-Anhalt profitieren können, müssen etwaige Hindernisse abgebaut werden.

Einen wichtigen Schritt in diese Richtung bildet ein Workshop, der am 25. Juni 2019 Vertreter*innen der Wissenschaftsministerien und der Ländervorhaben der Digitalisierung in der Lehre an der Philipps-Universität Marburg zusammenbrachte, um die Vernetzung der digitalen Hochschullehre voranzutreiben.

Der Workshop ...

25.06.2019

Moderne und attraktive Lernorte für die Fachkräfteausbildung

Kopf Silhouette umgeben von blauen Blasen

BMBF startet neue Förderphase für Digitalisierungsprojekte von überbetrieblichen Berufsbildungsstätten 

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) investiert in den kommenden vier Jahren weitere 120 Millionen Euro in Digitalisierungsprojekte von überbetrieblichen Berufsbildungsstätten der Wirtschaft, kurz ÜBS. Mit den Fördermitteln können die ÜBS ihre Werkstätten und Lehrräume digital ausstatten. Auch können sie neue Konzepte entwickeln und Ausbildungspersonal qualifizieren.

Dazu Bundesbildungsministerin Anja Karliczek: »Digitale Technik muss gewinnbringend eingesetzt und gesteuert werden. Das müssen unsere Fachkräfte schon in ihrer Ausbildung lernen. Dabei tragen die überbetrieblichen Berufsbildungsstätten erheblich zu guten beruflichen Zukunftschancen der Auszubildenden bei. Sie erreichen Auszubildende in kleinen und mittleren Unternehmen. Deswegen sind sie ein wirkungsvoller Multiplikator, wenn es darum geht, fachspezifische digitale Kompetenzen zu vermitteln. Das unterstützt mein ...

25.06.2019

Zukunftszentren unterstützen ostdeutsche Unternehmen und Beschäftigte

Digitale Bildung

Sechs Träger im Rahmen des ESF-Programms ausgewählt  

Globaler Wettbewerb, demografischer Wandel und Digitalisierung stellen in Summe Arbeitgeber und Erwerbstätige vor neue und komplexe Herausforderungen. Gerade für die mehrheitlich kleinen und mittleren Unternehmen in Ostdeutschland kann die voranschreitende Digitalisierung neue Chancen und Wachstumsimpulse bieten. Gleichzeitig verändert die technologische und digitale Durchdringung viele Berufe gravierend, mit neuen Aufgaben für die Sicherung des Fachkräftepotenzials.

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) hat sich daher zum Ziel gesetzt, jene kleinen und mittleren Unternehmen in Ostdeutschland bei diesen Herausforderungen zu unterstützen. Mit dem 2019 aufgelegten Förderprogramm im Rahmen des Europäischen Sozialfonds (ESF) zur Schaffung von ‚Zukunftszentren‘ in Ostdeutschland sollen Ansätze gefördert werden, die innovative Weiterbildungskonzepte direkt mit und in ...

25.06.2019

Trotz Konjunkturflaute: Nachfrage nach Ingenieuren bleibt hoch

Stoppuhr vor Arbeitern

Arbeitskräftenachfrage legt im 1. Quartal 2019 nochmals um 1,2 Prozent zu 

Die sehr hohe Nachfrage nach Ingenieuren und Informatikern ist weiterhin ungebrochen und schlägt sich in einem neuen Beschäftigungsrekord nieder. Bundesweit sind rund 1,21 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in Ingenieur- und Informatikerberufen verzeichnet. Im ersten Quartal 2019 waren monatsdurchschnittlich 126.370 offene Stellen zu besetzen. Im Vergleich zum Vorjahresquartal legte die Arbeitskräftenachfrage nochmals um 1,2 Prozent zu. Zu diesem Ergebnis kommt der neue Ingenieurmonitor, den das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) im Auftrag des VDI vierteljährlich erstellt.

Im Vergleich dazu suchten monatsdurchschnittlich 30.557 Personen eine Beschäftigung in einem Ingenieurberuf. Damit sank die Zahl der arbeitslos Gemeldeten innerhalb eines Jahres um ganze 5,7 Prozent. Diese Entwicklungen spiegeln sich auch ...

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