Nachrichten überregional

23.09.2019

Prognose 2019/2020: Konjunktureller Gegenwind für den Arbeitsmarkt

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IAB: Arbeitsmarktaufschwung vorerst ausgebremst 

Der Konjunkturabschwung stoppt vorerst den Abbau der Arbeitslosigkeit. Laut einer am Donnerstag veröffentlichten Prognose des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) wird die Zahl der Arbeitslosen im Jahresdurchschnitt 2019 zwar um 70.000 niedriger liegen als im Vorjahr. Der Jahresdurchschnitt 2020 wird dem IAB zufolge dann aber auf dem Stand von 2019 bleiben. Die Arbeitslosigkeit wird damit sowohl im Jahresdurchschnitt 2019 als auch im Jahresdurchschnitt 2020 voraussichtlich bei knapp 2,3 Millionen Personen liegen.

»Der Rückgang der Arbeitslosigkeit wird sich mittelfristig fortsetzen, begünstigt von der zunehmenden Knappheit von Arbeitskräften. Für die nächsten Monate sind allerdings konjunkturbedingt steigende Arbeitslosenzahlen zu erwarten«, sagte Enzo Weber, Leiter des IAB-Forschungsbereichs »Prognosen und gesamtwirtschaftliche Analysen«, am Donnerstag in ...

23.09.2019

Nur jedes 25. Start-up in Deutschland wird von Frauen gegründet

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Start-ups von Frauen erhalten weniger Investitionen und schlechtere Bewertungen als von Männern gegründete Unternehmen  *  Bei aktuellem Tempo wird erst im Jahr 2139 Geschlechterparität in deutschen Gründer-Teams erreicht  *  Deutschland liegt bei Geschlechtervielfalt in Start-ups hinter Frankreich und Großbritannien 

Deutsche Start-ups haben in Sachen Geschlechterparität großen Aufholbedarf. Denn Unternehmensgründung ist in Deutschland nach wie vor eine Männerdomäne. Das geht aus einer Studie hervor, die BCG in Deutschland, Frankreich und Großbritannien erstellt hat. Die Strategieberatung wertete hierfür Personal-, Unternehmens- und Finanzierungsdaten seit 2008 von über 15.000 Start-ups aus Deutschland, Frankreich und Großbritannien und von deren mehr als 27.500 Gründerinnen und Gründern aus.

Die Ergebnisse zeigen: Hierzulande haben gerade einmal vier Prozent aller Jungunternehmen ein rein weibliches Gründer-Team, ...

22.09.2019

Stress und Wettbewerb: Eine schlechte Kombination für Frauen?

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Wie sich Stress auf die Leistung und Wettbewerbsfähigkeit über die Geschlechter hinweg auswirkt

Für Frauen wie Männer gilt: Wettbewerb spornt zu besseren Leistungen an. Sind Frauen jedoch zusätzlich erhöhtem Stress ausgesetzt, haben Wettbewerbssituationen auf sie den gegenteiligen Effekt: Ihre Leistung nimmt ab. Folglich vermeiden gestresste Frauen verstärkt den Wettbewerb. Diese Ergebnisse einer kürzlich veröffentlichten ökonomischen Studie könnten erklären, warum Frauen in gut bezahlten Berufen sowie in Führungspositionen immer noch unterrepräsentiert sind und stellen so manche Management-Methode infrage.

Die wichtigsten Karriereereignisse – etwa Vorstellungsgespräche, Aufnahmeprüfungen oder Gehaltsverhandlungen – ereignen sich häufig unter Stress und in Wettbewerbssituationen. Zu verstehen, wie sich Stress auf das Wettbewerbsverhalten von Menschen auswirkt, ist daher von entscheidender Bedeutung, um Geschlechterunterschiede auf dem Arbeitsmarkt ...

22.09.2019

Sprache = Begegnung = Integration?!

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Goethe-Universitäts-Projekt »Start ins Deutsche« und Stiftung Junge Weltbürger machen auf Bedeutung von Sprachförderung aufmerksam 

»Wenn Worte meine Sprache werden«: Unter diesem Motto machen das Projekt »Start ins Deutsche« der Goethe-Universität und die Stiftung Junge Weltbürger auf die Bedeutung von Sprachförderung und interkulturellem Austausch für die Integration aufmerksam.

Insgesamt 180 Personen sind der Einladung des Projekts »Start ins Deutsche« und seiner Projektpartnerin, der Stiftung Junge Weltbürger, ins Historische Museum gefolgt, um über Spracherwerb und ehrenamtliches Engagement zu sprechen. Denn auch vier Jahre nach der so genannten »Flüchtlingskrise« bleiben Angebote zur Sprachförderung unverzichtbar.

»Die Goethe-Universität trägt seit ihrer Gründung zur Lösung großer gesellschaftlicher, politischer und kultureller Herausforderungen bei«, sagt Uni-Präsidentin Prof. Dr. Birgitta Wolff bei der Eröffnung. Mit ...

20.09.2019

Auch ohne Abitur erfolgreich studieren

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Studierende ohne Abitur sind ähnlich erfolgreich wie andere Studierendengruppen 

Nicht-traditionelle Studierende, die auf Grundlage ihrer beruflichen Qualifikation ein Studium begonnen haben, erzielen keine schlechteren Abschlussnoten als ihre Kommiliton*innen, die mit Abitur oder Fachhochschulreife ein Studium aufnehmen. Dies ist ein Ergebnis eines Forschungsprojektes von DZHW und Humboldt-Universität zu Berlin, das auf einer Tagung vorgestellt wurde.

Auf dieser zweitägigen wissenschaftlichen Abschlusskonferenz in Berlin wurden die Ergebnisse des Forschungsprojektes diskutiert, das den Studienverlauf und Studienerfolg sogenannter nicht-traditioneller Studierender in den Blick genommen hat. Darunter werden Studierende verstanden, die nicht mit Abitur oder Fachhochschulreife, sondern über eine berufliche Qualifizierung an einen Studienplatz gelangen, wie etwa eine Bankkauffrau mit Realschulabschluss, die ein Studium der Betriebswirtschaftslehre aufnimmt.

Die Abschlussnoten nicht-traditioneller Studierender ...

20.09.2019

Frauenanteil in Spitzenpositionen steigt am schnellsten, wenn harte Sanktionen drohen

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Daten des European Institute for Gender Equality ausgewertet * Frauenanteil in höchsten Kontroll- beziehungsweise Entscheidungsgremien ist in europäischen Ländern mit Geschlechterquoten und harten Sanktionen auf knapp 40 Prozent gestiegen * Entwicklung in Ländern mit moderaten Sanktionen wie Deutschland deutlich langsamer * Freiwillige Selbstverpflichtungen helfen fast gar nicht 

Von freiwilligen Selbstverpflichtungen zur Erhöhung des Frauenanteils in Spitzengremien der Privatwirtschaft oder sanktionslosen Geschlechterquoten ist wenig zu erwarten. Das ist das zentrale Ergebnis einer aktuellen Analyse des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin). Demnach ist der Erfolg einer Geschlechterquote eindeutig damit verbunden, wie genau diese ausgestaltet ist. Drohen den Unternehmen bei Nichteinhaltung der Quote harte Sanktionen, wie beispielsweise in Norwegen die Zwangsauflösung oder hohe Geldstrafen, steigt der Frauenanteil ...

20.09.2019

Europäische Weiterbildungsstudien im Vergleich

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Der Beitrag »Beteiligungsmuster in der Weiterbildung in Europa« von Dieter Dohmen, Galiya Yelubayeva und Lena Wrobel ist in der Reihe »FiBS-Forum« erschienen und vergleicht unterschiedliche europaweite Studien zur Weiterbildungsbeteiligung. Diese divergieren in ihren Ergebnissen extrem und geben zum Beispiel für Deutschland Beteiligungsquoten von unter 10% bis über 50% an. Um diese teils stark voneinander abweichenden Ergebnisse zu verstehen, werden die Designs dieser Studien gegenübergestellt. Darüber hinaus werden zentrale Kennzahlen zur Beteiligung in Europa für verschiedene Personengruppen thematisiert.

Die Untersuchung des FiBS stellt die Daten aus sechs europäischen Vergleichsstudien gegenüber. Es handelt sich dabei um den Adult Education Survey (AES), den Continuing Vocational Training Survey (CVTS), den Labour Force Survey (LFS), den European Working Conditions Survey (EWCS), ...

19.09.2019

Digitale Kompetenzmessungen liegen voll im Trend

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BIBB legt systematische Überblicksstudie vor  

Die Digitalisierung eröffnet neue Möglichkeiten für das Lernen und Prüfen in der beruflichen Bildung. Das gilt auch für die Messung von Kompetenzen bei Auszubildenden. In der Forschung zeigt sich dabei klar ein Trend hin zu computerbasierten Testinstrumenten. Das ist ein Ergebnis der jetzt erschienenen literaturbasierten Überblicksstudie des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), die erstmals einen systematischen Einblick über die in der Forschung entwickelten Methoden zur Kompetenzmessung in der beruflichen Bildung in Deutschland liefert.

Die Ergebnisse zeigen, dass vor allem für die Ausbildungsberufe Industriekaufmann/-frau, Kfz-Mechatroniker/-in sowie Medizinische/-r Fachangestellte/-r Tests zur Kompetenzmessung vorliegen. Diese meist computerbasierten Testinstrumente mit hohem Standardisierungsgrad nehmen hauptsächlich die fachlichen Kompetenzen in den Blick, gefolgt von den allgemeinen Kompetenzen wie ...

19.09.2019

Hochschulranking nach Gleichstellungsaspekten 2019 veröffentlicht

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Aktuelle Ausgabe des etablierten und langjährigen Instruments zur Qualitätssicherung für Gleichstellung an Hochschulen 

Mit dem Hochschulranking nach Gleichstellungsaspekten 2019 legt das Team CEWS (Kompetenzzentrum Frauen in Wissenschaft und Forschung) von GESIS – Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften die neunte Ausgabe dieses Instruments vor. Seit seiner Erarbeitung im Jahr 2003 hat sich das Ranking als ein Bestandteil der Qualitätssicherung für Gleichstellung an Hochschulen etabliert. Zielstellung des Ranking ist es, die Leistungen der Hochschulen bei der Gleichstellung von Frauen und Männern mit Hilfe quantitativer Indikatoren kontinuierlich und bundesweit zu vergleichen.

Bei der Gesamtbewertung der Universitäten in Deutschland belegen die Universitäten in Bielefeld, Jena und Potsdam die Spitzenpositionen im Ranking nach Gleichstellungsaspekten. Bei den Fachhochschulen positionieren sich die Hochschule für Gesundheit ...

18.09.2019

Volkshochschulen fordern eine Aufwertung der allgemeinen Weiterbildung

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Anlässlich ihres 100-jährigen Bestehens fordern die Volkshochschulen in Deutschland eine Aufwertung der allgemeinen Weiterbildung. Angesichts großer gesellschaftspolitischer Herausforderungen und sinkender Halbwertszeit von Wissen gelte es, mehr Menschen für lebenslanges Lernen zu gewinnen.

»Deutschland verfügt mit den rund 900 Volkshochschulen über ein weltweit einzigartiges Netz an Weiterbildungseinrichtungen in kommunaler Trägerschaft. Dieses Potenzial müssen wir noch viel besser nutzen, um Menschen mit den nötigen Kenntnissen für ein selbstbestimmtes Leben, für gesellschaftliche Teilhabe und für demokratische Meinungsbildung auszustatten«, sagte Annegret Kramp-Karrenbauer, Präsidentin des Deutschen Volkshochschul-Verbandes (DVV) am Mittwoch vor der Bundespressekonferenz.

Die Volkshochschulen in Deutschland warnen vor einem Weiterbildungsverständnis, das allein auf unmittelbare berufliche Verwertbarkeit abzielt. Vielmehr erfordern tiefgreifende Veränderungen wie Globalisierung und Digitalisierung ein breites Allgemeinwissen, um die ...

18.09.2019

Migration in OECD-Ländern verändert sich: Mehr Arbeits- und Familienmigration, weniger Flüchtlinge

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In 2018 zogen rund 5,3 Millionen dauerhafte Einwanderer in die OECD-Länder – zwei Prozent mehr als in 2017. Die Zahl der Asylanträge ging stark zurück, es stieg aber die Zahl der Arbeitsmigranten. Auch zogen mehr Angehörige zu. Dies ist das Ergebnis einer neuen OECD-Studie.

Den Daten des International Migration Outlook 2019 zufolge gab es 2018 mit 1,07 Millionen Asylanträgen in den OECD-Ländern rund 35 Prozent weniger Anträge als in den Rekordjahren 2015 und 2016 (je 1,65 Millionen). Die größte Gruppe unter den Asylbewerbern bildeten die Afghanen, gefolgt von Syrern, Irakern und Venezolanern. Mit den Asylanträgen ging auch die Zahl der registrierten Flüchtlinge zurück - um insgesamt 28 Prozent. Auch in Deutschland wurden 2018 deutlich weniger Erstanträge ...

18.09.2019

Geförderte Weiterbildung: Mit der Digitalisierung Schritt halten

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Bernhard Kuntz3  Von Fanny Kabelström-Stefani, Berlin.

Die Digitalisierung verändert die Arbeitswelt schnell und grundlegend. Für Management und Mitarbeiter gilt gleichermaßen: Wer mithalten will, muss sich bewegen. Immer wieder. Denn langfristig ist die einzige wirkungsvolle Strategie das lebenslange Lernen. Fortbildungen jedoch sind teuer – und so kann der Anspruch der kontinuierlichen Qualifizierung Arbeitnehmer, aber auch kleine Unternehmen, schnell an die finanzielle Belastungsgrenze führen. Der Staat bietet daher verschiedene Fördermöglichkeiten wie den Bildungsgutschein (BGS) für Arbeitsuchende und Beschäftigte oder das neue Qualifizierungschancengesetz, von dem Unternehmen und Arbeitnehmer gleichermaßen profitieren können.

Der technologische Fortschritt setzt Unternehmen und ihre Mitarbeiter genauso wie Hochschulabsolventen und Arbeitssuchende unter einen spürbaren Anpassungsdruck: Denn für Arbeitnehmer gibt es keine Garantie mehr, den einmal erlernten ...

18.09.2019

Trotz steigender Ausbildungszahlen: Betriebe und Jugendliche finden häufig nicht zusammen

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In den letzten Jahren ist die Zahl der Ausbildungsanfänger im dualen System der Berufsausbildung wieder gestiegen. Trotz dieser positiven Entwicklung finden Betriebe und Jugendliche immer häufiger nicht zueinander: Im Jahr 2009 konnten 17.000 Ausbildungsplätze nicht besetzt werden und 93.000 Bewerber gingen leer aus. Auch 2018 suchten noch 79.000 Jugendliche erfolglos eine Lehrstelle, obwohl sich die Zahl der unbesetzten Ausbildungsplätze auf 58.000 mehr als verdreifacht hat. Zu diesen Ergebnissen kommt der diesjährige Ländermonitor berufliche Bildung der Abteilung Wirtschaftspädagogik der Universität Göttingen und des Soziologischen Forschungsinstituts in Göttingen, der durch die Bertelsmann Stiftung gefördert wurde.

Die Gründe für diese Passungsprobleme sind vielfältig: Für knapp die Hälfte (44 Prozent) der unbesetzten Stellen gibt es zwar interessierte Jugendliche, es kommt ...

17.09.2019

Digitale Suche - aber analoges Kennenlernen

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Job-Bewerber*innen schätzen das persönliche Vorstellungsgespräch 

Automatisierte Bewerberauswahl und Robo-Recruiting scheinen derzeit die Personalabteilungen von Unternehmen zu revolutionieren. Schneller, besser, effektiver - so lauten die erhofften Resultate für Stellenbesetzungen. Doch fragt man die Arbeitnehmer*innen selbst, ergibt sich ein ganz anderes Bild. Zwar suchen sie ihren neuen Job bevorzugt online, wenn es aber um den anschließenden Bewerbungsprozess geht, dann gilt: »Face-to-Face first«.

Das belegen die Resultate der Orizon Arbeitsmarktbefragung 2019. Für die bevölkerungsrepräsentative Studie befragte das unabhängige Marktforschungsinstitut Lünendonk im Auftrag von Orizon insgesamt 2.012 Menschen.

Der Wechsel in einen neuen Job besteht vereinfacht betrachtet aus drei Schritten: auf die Suche nach geeigneten Stellen und Unternehmen folgt das Einreichen der Bewerbung und schließlich - sofern man vom potenziellen ...

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