Nachrichten überregional

02.12.2020

Los geht's: Weiterbildungsverbünde sind nun am Start

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Start der ersten Projekte in Berlin und Thüringen  

In Berlin und Thüringen starteten Anfang Dezember 2020 die ersten beiden von insgesamt 13 Weiterbildungsverbünden, die aus dem Bundesprogramm »Aufbau von Weiterbildungsverbünden« des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) gefördert werden.

Die weiteren Projekte nehmen ihre Arbeit zwischen Januar und April 2021 auf. Darunter sind sowohl branchenspezifische als auch branchenübergreifende Projekte. Das Interesse an dem Projekt war von allen Seiten groß.

Staatssekretär Björn Böhning:

»Weiterbildung ist die wichtigste Antwort auf den durch die Corona-Pandemie beschleunigten Strukturwandel. Damit vor allem kleine und mittlere Unternehmen ihre Beschäftigten richtig fördern können, braucht es neue ...

02.12.2020

Bundesarbeitsgericht zur Arbeitnehmereigenschaft von Crowdworkern

BAG

Die tatsächliche Durchführung von Kleinstaufträgen (»Mikrojobs«) durch Nutzer einer Online-Plattform (»Crowdworker«) auf der Grundlage einer mit deren Betreiber (»Croudsourcer«) getroffenen Rahmenvereinbarung kann ergeben, dass die rechtliche Beziehung als Arbeitsverhältnis zu qualifizieren ist.

Der Fall

Die Beklagte kontrolliert im Auftrag ihrer Kunden die Präsentation von Markenprodukten im Einzelhandel und an Tankstellen. Die Kontrolltätigkeiten selbst lässt sie durch Crowdworker ausführen. Deren Aufgabe besteht insbesondere darin, Fotos von der Warenpräsentation anzufertigen und Fragen zur Werbung von Produkten zu beantworten. Auf der Grundlage einer »Basis-Vereinbarung« und allgemeiner Geschäftsbedingungen bietet die Beklagte die »Mikrojobs« über eine Online-Plattform an. Über einen persönlich eingerichteten Account kann jeder Nutzer der Online-Plattform auf bestimmte Verkaufsstellen bezogene Aufträge annehmen, ohne dazu vertraglich verpflichtet zu ...

02.12.2020

Corona fördert Gründungsneigung in der Wissenschaft

Menschen unter der Lupe

Die Coronavirus-Pandemie hat im Frühjahr 2020 die Gründungsbereitschaft von Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen an deutschen Hochschulen nicht negativ beeinflusst. Im Gegenteil: Sie wirkte sogar als Gründungstreiber: Jeder*r dritte Gründungsinteressierte hat aufgrund dessen neue Geschäftsmöglichkeiten für sich entdeckt.

Nur eine*r von sechs Wissenschaftlern bzw. Wissenschaftlerinnen gab bei der Befragung des IfM Bonn an, sein/ihr Gründungsvorhaben aufgrund der Coronavirus-Pandemie verschieben zu wollen.
»Viele Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen sehen in einer Gründung weiterhin eine Chance, persönliche Ziele wie beispielsweise Selbstverwirklichung und Unabhängigkeit zu realisieren. Wenn sie ihre Erfindungen dennoch nicht kommerzialisieren, fehlt es ihnen meist an Zeit – und erst an zweiter Stelle an den nötigen Finanzmitteln«, kommentiert Dr. Teita Bijedić (IfM).

Wissensintensive Gründungen trotzen der Krise

Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen, ...

01.12.2020

Die Entwicklung des Arbeitsmarktes im November 2020

Logo der Bundesagentur für Arbeit

BA: »Trotz Teil-Lockdown weiterer saisonbereinigter Rückgang der Arbeitslosigkeit« 

»Der Arbeitsmarkt hat auf die Einschränkungen im November reagiert – glücklicherweise aber im Moment nicht mit einer Zunahme von Entlassungen. Allerdings sind die Betriebe wieder zurückhaltender bei der Personalsuche und haben im November wieder für deutlich mehr Mitarbeiter Kurzarbeit angezeigt«, sagte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Detlef Scheele, heute anlässlich der monatlichen Pressekonferenz in Nürnberg.

  • Arbeitslosenzahl im November:  -61.000 auf 2.699.000
  • Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich:  +519.000
  • Arbeitslosenquote gegenüber Vormonat: -0,1 Prozentpunkte auf 5,9 Prozent


Arbeitslosigkeit, Unterbeschäftigung und Erwerbslosigkeit

Die Arbeitslosigkeit ist im November im Vergleich zum Vormonat stärker zurückgegangen als in den Vorjahren. Mit 2.699.000 ...

01.12.2020

Klare und transparente Regeln für das Homeoffice

Homeoffice

Studie untersuchte praktische Lösungen  

Hohe Zufriedenheit, kürzere Wege, bessere Vereinbarung von Familie und Beruf: Homeoffice hat sich in der Pandemie für viele bewährt. Doch es gibt auch Risiken wie zusätzliche Belastungen durch Kinderbetreuung, entgrenzte Arbeitszeiten, Stress und Isolation.

»Wir brauchen geeignete und praktikable Regeln für Homeoffice und mobiles Arbeiten«, fordert Dr. Angelika Kümmerling vom Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universität Duisburg-Essen (UDE).

In einer Studie für das Bundesarbeitsministerium hat das IAQ zusammen mit dem Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) und IZA Institute of Labor Economics Verbreitung und Auswirkungen von mobiler Arbeit und Homeoffice untersucht. In Fallstudien wurden betriebliche Erfahrungen mit ortsflexiblen Arbeitsformen in kleinen und mittelgroßen Unternehmen unterschiedlicher Branchen in Deutschland unter die Lupe genommen.

01.12.2020

Oktober 2020: Erwerbstätigkeit steigt leicht gegenüber dem Vormonat

Logo des Statistischen Bundesamtes (DESTATIS)

Erwerbstätigenzahl weiter deutlich unter Vorkrisenniveau 

Im Oktober 2020 waren nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) rund 44,8 Millionen Personen mit Wohnort in Deutschland (Inländerkonzept) erwerbstätig. Im Vergleich zum Vormonat stieg die Zahl der Erwerbstätigen im Oktober 2020 saisonbereinigt leicht um 16.000 Personen (0,0 %). 

Die Zahl der Erwerbstätigen liegt aber weiter deutlich unter dem Vorkrisenniveau: So waren im Oktober 2020 saisonbereinigt 1,4 % oder 616.000 Personen weniger erwerbstätig als im Februar 2020, dem Monat vor Beginn der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie in Deutschland.  
Nicht saisonbereinigt stieg die Zahl der Erwerbstätigen im Zuge der Herbstbelebung im Oktober 2020 gegenüber dem Vormonat um 89.000 Personen (+0,2 %). Dies ist ...

01.12.2020

UPDATE: Wo sind welche Weiterbildungsangebote erlaubt?

Bund-Länder-Beschluss zur Coronakrise QUELLE: Regierung online

                                                                                                                              
                                     
Weiterbildungsangebote in Deutschland: Übersicht der Pandemieverordnungen der Länder

Zur Eindämmung der Corona-Pandemie hatten Bund und Länder am 16. März 2020 ein umfangreiches Maßnahmepaket beschlossen. Die darin enthaltenen Einschränkungen umfassten u.a. auch ein Verbot von Weiterbildungsveranstaltungen in Präsenzform bzw. die Schließung von Bildungseinrichtungen.

In einem weiteren Beschluss von Bundeskanzlerin und Regierungschefs (6. Mai 2020) wurden hinsichtlich der Bildungsveranstaltungen neue Vereinbarungen getroffen und an die Zuständigkeit der Länder übergeben.

Aufgrund des dramatischen Anstiegs der Corona-Neuinfektionen haben die Bundeskanzlerin und die Ministerpräsidentenkonferenz der Länder am 28. Oktober 2020 einen neuen Lock-Down beschlossen, ...

30.11.2020

BA-X (November 2020): Arbeitskräftenachfrage reagiert auf Teil-Lockdown

BA X

BA-Stellenindex für Deutschland im November 2020 

Der Stellenindex der Bundesagentur für Arbeit (BA-X), ein Indikator für die Arbeitskräftenachfrage in Deutschland,steigt von Oktober auf November leicht um einen Punkt auf 99 Punkte.

Auswirkungen des Teil-Lockdowns im November sind in Form einer Abflachung des Anstiegs zu spüren. Das geht insbesondere auf weniger neu gemeldete Stellen zurück. Den Vorjahreswert unterschreitet der BA-X immer noch deutlich um 21 Punkte. In der momentan wirtschaftlich angespannten Lage wechseln Beschäftigte seltener ihren Arbeitsplatz. Diese niedrigere Fluktuation trägt neben dem zurückhaltenden Personalbedarf der Unternehmen dazu bei, dass weniger Stellen zu besetzen sind..

Der Bestand an gemeldeten Stellen fiel im November 2020 außer im Öffentlichen Dienst in allen Branchen kleiner ...

29.11.2020

Ausbreitung des Coronavirus: Schulen spielen bislang eine untergeordnete Rolle

Klassenzimmer

Die Schulferien im Sommer und Herbst hatten keinen signifikanten Einfluss auf die Ausbreitung des SARS-CoV-2-Virus in Deutschland. Zudem hat die Rückkehr zum vollen Schulbetrieb nach den Sommerferien nicht zur Erhöhung der Infektionen geführt – weder unter Kindern noch unter Erwachsenen.

Zu diesen Ergebnissen kommt eine neue Studie von Uta Schönberg, Kirill Borusyak und Clara von Bismarck-Osten, die am University College London und am Centre for Research and Analysis of Migration (CReAM) forschen. Anders als die meisten epidemiologischen Studien, die das Infektionsgeschehen an einzelnen Schulstandorten beobachten, basiert die Studie auf deutschlandweiten Daten des Robert Koch-Instituts.

Für die Analyse wurden statistische Methoden angewendet, welche die zeitversetzten Start- und Endpunkte der Ferien in den verschiedenen Bundesländern ausnutzen. WissenschaftlerInnen des ...

29.11.2020

WZB: Armut und Ehrlichkeit sind keine Gegensätze

Bettler Armut

Eine neue WZB-Studie zeigt, dass Armut allein nicht zu unethischem Verhalten führt 

Führt Armut zu Unehrlichkeit? Die Verhaltensökonomin Agne Kajackaite vom Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) hat gemeinsam mit Suparee Boonmanunt (Mahidol University in Bangkok) und Stephan Meier (Columbia Business School) untersucht, ob von Armut betroffene Menschen besonders zu unehrlichem Verhalten neigen.

Dazu unternahmen die Forscher*innen ein Feldexperiment mit thailändischen Reisbauern, das im Rahmen eines Kartenspiels Anreize zum Mogeln bot. Die Ergebnisse zeigen, dass Armut allein nicht zu ethisch weniger korrekten Entscheidungen führt.

Ob zwischen dem Einkommen einer Person und ihrem ethischen Verhalten ein Zusammenhang besteht, ist viel diskutiert. Ein Ansatz besagt, dass sich ethisch korrektes Handeln auf diejenigen Personen beschränkt, die es sich »leisten« können. ...

29.11.2020

OECD: Mit der Krise verstärken sich die Auswirkungen der digitalen Kluft

OECD Digital Economy Outlook 2020

Die Covid-19-Krise hat die Nutzung digitaler Technik in Unternehmen und Privathaushalten befeuert. Manche Internet-Provider berichten, dass ihr Datenverkehr seit Krisenbeginn um 60 Prozent angestiegen ist. Gleichzeitig, so der aktuelle Digital Economy Outlook der OECD, wird es immer wichtiger, der digitalen Kluft international und regional entgegenzuwirken.

Wie die Studie zeigt, reicht der Glasfaseranteil an den Breitbandanschlüssen im Festnetz in OECD-Ländern von unter fünf Prozent in Deutschland, Österreich, Belgien und einigen weiteren Ländern bis zu 82 Prozent in Korea.

»Dank digitaler Technologien konnten wir vermeiden, dass uns die COVID-19-Krise in einen kompletten Stillstand führt. Wir konnten unser Wissen über das Virus ausbauen, die Suche nach einem Impfstoff vorantreiben und die Entwicklung der Pandemie nachverfolgen«, so OECD-Vizegeneralsekretär Ulrik Vestergaard ...

27.11.2020

IAB-Arbeitsmarktbarometer 11/2020: Aussichten verbessern sich trotz des Lockdowns

Logo IAB Nürnberg

Das IAB-Arbeitsmarktbarometer ist im November um 0,4 Punkte auf 100,5 Punkte gestiegen. Damit verbleibt der Frühindikator des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) im leicht positiven Bereich.

Die Beschäftigungskomponente des IAB-Arbeitsmarktbarometers legte im November im Vergleich zum Vormonat um 0,9 auf 99,0 Punkte zu. »Die Beschäftigung wird im zweiten Lockdown nicht noch einmal einbrechen«, sagt Enzo Weber, Leiter des IAB-Forschungsbereichs »Prognosen und gesamtwirtschaftliche Analysen«. Wichtig hierfür seien die Stützungsmaßnahmen für die Betriebe und ihre jetzt bereits vorhandenen Erfahrungen mit der Corona-Krise. »Die Perspektive auf einen Impfstoff macht die Unternehmen zuversichtlicher. Das verstärkt noch einmal ihre Bereitschaft, die Beschäftigten zu halten«, fügt Weber hinzu. Dennoch belaste die weltweite zweite Corona-Welle die Erholung, und die sich durch die ...

27.11.2020

Geflüchtete in der Studienvorbereitung

DZHW4

Individuelle, soziale und institutionelle Faktoren beeinflussen den Erfolg 

Bildung ist eine wichtige Voraussetzung für die selbstbestimmte Teilhabe von Neuzugewanderten. So spielen die Integrationsleistungen des deutschen Bildungssystems auch eine entscheidende Rolle für die adäquate Wiederaufnahme von Bildungs- und Berufslaufbahnen qualifizierter Geflüchteter.

Das Projekt »Wege von Geflüchteten an deutsche Hochschulen«, kurz WeGe, widmet sich der Frage, unter welchen Bedingungen die Studienvorbereitung von Geflüchteten in Deutschland gelingt. Am 26. November 2020 wurden zentrale Ergebnisse zu diesem Thema in der Publikationsreihe DZHW-Brief veröffentlicht.

Unter den Studienbewerber*innen aus Nicht-EU-Ländern befinden sich in den letzten Jahren zunehmend hochqualifizierte Geflüchtete. Ihre Studienvorbereitung hat sich nicht zuletzt durch öffentliche Förderprogramme des Bundes, wie das Integra-Programm, aber auch durch Programme vieler Bundesländer weiter entwickelt. Der ...

26.11.2020

Nachholbedarf beim Betrieblichen Eingliederungsmanagement (BEM)

BAuA-Logo

Nur jeder vierte potenziell Berechtigte nimmt Unterstützungsangebot in Anspruch 

Lediglich 40 Prozent der Beschäftigten in Deutschland erhalten ein Angebot zur betrieblichen Wiedereingliederung, wenn sie mehr als sechs Wochen im Jahr arbeitsunfähig waren. Davon nehmen mehr als zwei Drittel (68 %) das Angebot wahr.

Dies ergibt eine Auswertung der BIBB/BAuA-Erwerbstätigenbefragung 2018. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) hat die Ergebnisse der Auswertung im Faktenblatt "Umsetzung des betrieblichen Eingliederungsmanagements (BEM)" jetzt veröffentlicht.

Seit 2004 verpflichtet das Sozialgesetzbuch IX Arbeitgeber dazu, ihren Beschäftigten, die innerhalb eines Jahres länger als sechs Wochen ununterbrochen oder wiederholt arbeitsunfähig waren, ein betriebliches Eingliederungsmanagement anzubieten. Damit soll weiterer Arbeitsunfähigkeit vorgebeugt und der Arbeitsplatz erhalten werden. In der repräsentativen BIBB/BAuA-Erwerbstätigenbefragung machten rund 18.000 abhängig ...

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