Nachrichten überregional

16.04.2021

HRK zur Novellierung des Infektionsschutzgesetzes

HRK

Kritik an dem heute von den Koalitionsfraktionen CDU/CSU und SPD zur ersten Beratung in den Bundestag eingebrachten Entwurf einer Novelle des Infektionsschutzgesetzes übte der Präsident der Hochschulrektorenkonferenz (HRK), Prof. Dr. Peter-André Alt, in Berlin.

Zwar sei es erfreulich, dass die Hochschulen im Entwurf Berücksichtigung finden. Die konkrete Ausgestaltung des Gesetzes trage aber den bisherigen Leistungen der Hochschulen, ihren ganz unterschiedlichen Aufgaben und Ausprägungen und dem größtmöglichen Schutz der konkreten Bildungsbiografien junger Menschen nicht angemessen Rechnung.

»Die Hochschulen haben in den letzten zwölf Monaten differenziert und sehr effizient gehandelt«, betonte Alt. »Sie haben in ihrem Verantwortungsbereich das Infektionsrisiko nachhaltig reduziert und zugleich den Studierenden kontinuierlich ermöglicht, ein Studium zu absolvieren und erfolgreich abzuschließen. Es ist nicht nachzuvollziehen, ...

16.04.2021

Trotz Kurzarbeit und Schulungsbedarf investieren nur wenige Firmen in Weiterbildung

Seminar3

Laut Bundesagentur für Arbeit haben im Juni 2020 ca. 410.000 Betriebe coronabedingt auf Kurzarbeit zurückgegriffen. Wofür wurde der zeitliche Freiraum während ruhender Fabriken und stillstehender Bänder eingesetzt? Eine Studie des Forschungsinstituts Betriebliche Bildung (f-bb) zeigt: Unternehmen nutzten die Krise bisher nur in geringem Maße für Weiterbildungen.

»Nur ein Viertel der befragten Unternehmen hat im Befragungszeitraum in Schulungsangebote für die Beschäftigten investiert. Das hat uns angesichts von Fachkräftemangel, Digitalisierung und erweiterten Fördermöglichkeiten überrascht«, meint Studienautorin Kristin Hecker. Dabei wird der Weiterbildungsbedarf von den befragten Unternehmen prinzipiell bestätigt. So werden digitale Kompetenzen nach der Pandemie für die Mehrheit der vom f-bb befragten Unternehmen eine größere Rolle spielen ...

16.04.2021

OECD tritt für »politischen Neustart« ein

OECD6

Die Coronapandemie ist für zahlreiche soziale und wirtschaftliche Verwerfungen weltweit verantwortlich. Dennoch sollte nicht übersehen werden, welche Chance in der Gestaltung des Aufschwungs nach der Krise liegt. Regierungen und Volkswirtschaften sollten ihre Wirtschaftssysteme jetzt nachhaltiger und inklusiver ausrichten. Eine neue OECD-Studie gibt hierfür konkrete Empfehlungen.

Die Studie zeigt, wo es schon vor der Pandemie Schwachstellen gab und welche durch sie hinzugekommen sind. An die Politik richtet die Studie Empfehlungen für einen echten Neustart.

OECD-Generalsekretär Angel Gurría und der italienische Wirtschafts- und Finanzminister Daniele Franco haben den Bericht kurz nach dem zweiten Treffen der Finanzminister*innen und Zentralbankgouverneur*innen der G20-Länder vorgestellt, das am 7. April stattfand. Mit seinen Empfehlungen bietet der Bericht eine ...

16.04.2021

Arbeitsmarktintegration: Geflüchtete Frauen müssen viele Hindernisse überwinden

Frau mit Mundschutz

Die Arbeitsmarktintegration geflüchteter Frauen verläuft langsamer als bei Männern 

Die Erwerbstätigkeit von geflüchteten Frauen und Männern steigt zwar über die Aufenthaltsdauer, der Anstieg bei Männern ist aber stärker ausgeprägt. Dies zeigt eine am Mittwoch veröffentlichte Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Nach fünf Jahren waren 28 Prozent der Frauen, aber 60 Prozent der Männer erwerbstätig.

Die Sorgearbeit spielt bei der Arbeitsmarktintegration eine große Rolle: Da bei Frauen mehr als doppelt so oft Kinder im Haushalt leben als bei Männern, ist der Einfluss der Sorgearbeit bei ihnen besonders hoch. Frauen mit Kindern unter drei Jahren haben beispielsweise eine um 11 Prozentpunkte geringere Wahrscheinlichkeit, erwerbstätig zu sein als Frauen ohne Kinder.

Darüber hinaus ...

16.04.2021

Corona-Pandemie verschärft bestehende Schieflagen am Übergang Schule-Ausbildung

FiBS 6

Die Zahl der neuen Ausbildungsverträge wird in diesem Jahr noch einmal deutlich sinken: Das FiBS schätzt, dass dieses Jahr nur noch rund 430.000 Ausbildungsverträge im dualen System unterschrieben werden könnten. Das sind fast 100.000 weniger als noch 2019 und 35.000 weniger als 2020.

Es zeigt sich zudem, dass insbesondere der Anteil der Abiturient*innen im dualen System angestiegen ist, während Jugendliche mit Realschul- oder Hauptschulabschluss immer schlechtere Chancen haben, einen Ausbildungsplatz zu bekommen. Es steht daher zu befürchten, dass diese Jugendlichen zukünftig noch schlechtere Chancen auf eine Ausbildung haben werden. Es braucht eine zeitnahe und grundlegende Reform des beruflichen Ausbildungssystems in Deutschland, um zu verhindern, dass ein größerer Teil der Jugendlichen zur »Generation Corona« wird.

Dies sind ...

15.04.2021

Digitaler Impfpass soll Mitte des zweiten Quartals kommen

Impfung

Der von der Europäischen Union geplante digitale Impfpass soll Mitte des zweiten Quartals auch in Deutschland zur Verfügung stehen. Schon beim Start soll er als Modul in der Corona-Warn-App angeboten werden. Das sagte ein Vertreter des Bundesgesundheitsministeriums (BMG) in der Sitzung des Digitalausschusses des Bundestags am Mittwochnachmittag. Die Digitalpolitiker diskutierten mit Vertretern des BMG und Vertretern verschiedener IT-Unternehmen über den digitalen Impfpass.

Den Zuschlag für den EU-weit standardisierten Impfnachweis hatte ein Konsortium der Firmen IBM, Ubirch, Govdigital und Bechtle erhalten. Die Kosten für das Vorhaben beliefen sich auf zirka drei Millionen Euro, laufende Kosten seien Teil dieser Summe, sagte der BMG-Vertreter. Der Pass solle vor allem die Reisefreizügigkeit stärken. Er sei eine »zusätzliche Möglichkeit, um Impfungen ...

15.04.2021

Gemeinschaftsdiagnose Frühjahr 2021: Pandemie verzögert Aufschwung

Gemeinschaftsdiagnose

Demografie bremst Wachstum

In ihrem Frühjahrsgutachten prognostizieren die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute einen Anstieg des Bruttoinlandsproduktes um 3,7 Prozent im laufenden Jahr und um 3,9 Prozent im Jahr 2022. Der erneute Shutdown verzögert die wirtschaftliche Erholung, aber sobald die Infektionsgefahren vor allem durch das Impfen gebannt sein werden, wird eine kräftige Erholung einsetzen. Etwa zu Beginn des kommenden Jahres dürfte die Wirtschaft zur Normalauslastung zurückkehren.

»Aufgrund des anhaltenden Shutdowns dürfte die Wirtschaftsleistung im ersten Quartal um 1,8 Prozent gesunken sein«, sagte Torsten Schmidt, Konjunkturchef des RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung. Die neue Infektionswelle und die damit verbundenen Eindämmungsmaßnahmen führen zu einer Abwärtsrevision der Prognose für das Jahr 2021 um 1 Prozentpunkt im Vergleich zum Herbstgutachten 2020.

15.04.2021

Gefühle in der Erwachsenenbildung

Uni Potsdam

Eine aktuelle Umfrage der Universität Potsdam wendet sich direkt an praktizierende Weiterbildner. In dem Forschungsprojekt »sinnbild« wird der Frage nachgegangen, inwieweit Kursleiter*innen Gefühle, sinnliche Wahrnehmungsmöglichkeiten und Erfahrungen der Teilnehmer*innen in ihre Veranstaltungen einbeziehen.

Die sinnlichen Eindrücke können vielfältig variieren und sowohl das Arbeitsbündnis als auch die inhaltliche Arbeit in Veranstaltungen der Erwachsenenbildung betreffen. Gefühle werden insbesondere angesprochen durch räumliche Anordnungen im Kursraum, Ortswechsel, Einsatz von Ton- und Bilddokumenten (Filme, Musik, Gedichte), praktische Übungen, Spiele, Positionierungen, Irritationen usw.

Über die Befragung (geschätzter Zeitaufwand: etwa 45 Minuten) soll ein Fokus auf die Rolle von Gefühlen, sinnlichen Wahrnehmungen und Erfahrungen in der Planung und Durchführung von Veranstaltungen gelegt werden. Ziel ist es, die vielfältigen ...

14.04.2021

Studiengebühren: Schnellere Abschlüsse, aber weniger Neueinschreibungen

Alma mater

Mehr und schnellere Abschlüsse, aber weniger Immatrikulationen: Die in den Jahren 2006 und 2007 eingeführten – und mittlerweile in allen Bundesländern wieder abgeschafften – Studiengebühren hatten sowohl erwünschte als auch unerwünschte Konsequenzen. Das geht aus einer aktuellen Studie am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) hervor, für die erstmals in diesem Kontext amtliche Individualdaten der Studenten- und Prüfungsstatistik ausgewertet wurden.

Demnach schlossen Studierende, die zum Zeitpunkt der Einführung von Studiengebühren bereits eingeschrieben waren, ihr Studium schneller und häufiger ab, als es ohne Studiengebühren der Fall gewesen wäre. Allerdings nahmen aufgrund der Gebühren weniger Studienberechtigte ein Studium auf. »Die allgemeinen Studiengebühren waren ein zweischneidiges Schwert«, sagt Felix Weinhardt, gemeinsam mit Jan Marcus und Jan Bietenbeck Autor der ...

14.04.2021

Warum vor allem weibliche Selbstständige Verliererinnen der Corona-Krise sind

Frauen und Männer vor Geldscheinen

Selbstständige: Frauen deutlich stärker von der Pandemie betroffen als Männer 

Die rund 4,2 Millionen Selbstständigen in Deutschland haben in der Corona-Pandemie häufiger Einkommenseinbußen hinnehmen müssen als abhängig Beschäftigte, die meist über das Kurzarbeitergeld abgesichert sind. Selbstständige Frauen, die rund ein Drittel aller Selbstständigen ausmachen, hat es dabei nochmals härter getroffen als selbstständige Männer. Während sich bei rund 47 Prozent der männlichen Selbstständigen das Einkommen verringerte, waren es bei den weiblichen Selbstständigen etwa 63 Prozent. Zudem sind diese auch psychisch stärker belastet.

Zu diesen Ergebnissen kommt eine aktuelle Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin). Auf Basis einer Zusatzbefragung im Rahmen des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) haben die DIW-Ökonomen untersucht, ob und inwieweit es ...

14.04.2021

Zwei von drei Betrieben bieten ihren Beschäftigten Corona-Tests an oder planen, dies zu tun

IAB5

Aktuell bieten knapp zwei Drittel der Betriebe in Deutschland ihren Beschäftigten Corona-Tests an oder planen dies zu tun. Das zeigt eine zwischen dem 22. März und dem 8. April durchgeführte repräsentative Befragung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), die am Dienstag veröffentlicht wurde. 32 Prozent der Betriebe bieten ihren Beschäftigten bereits Tests an. 30 Prozent planen dies zu tun, überwiegend innerhalb der nächsten 4 Wochen.

Das Testangebot für Beschäftigte unterscheidet sich dabei je nach Größe des Betriebs. 60 Prozent der Großbetriebe mit 250 und mehr Beschäftigten bieten ihren Beschäftigten bereits Corona-Tests an. 34 Prozent der Großbetriebe planen dies zu tun. Mit abnehmender Betriebsgröße sinkt der Anteil der Betriebe, die ihren Beschäftigten Corona-Tests anbieten, oder dies ...

14.04.2021

Rückgang neuer Ausbildungsverträge in 2020 um 9,4 Prozent

Corona-Krise hat deutlichen Einfluss auf den Ausbildungsmarkt 

Im Jahr 2020 haben rund 465.200 Personen in Deutschland einen neuen Ausbildungsvertrag in der dualen Berufsausbildung abgeschlossen. Nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes waren das 9,4 % weniger neue Ausbildungsverträge als 2019. Dieses Ergebnis zeigt damit einen deutlichen Effekt der Corona-Krise auf den Ausbildungsmarkt. Zwar sind die Ausbildungszahlen seit Jahren tendenziell rückläufig. Der aktuelle Einbruch ist in seiner Höhe aber bislang einzigartig.

Bei den Frauen ging die Zahl der Neuverträge in der dualen Ausbildung um 19.100 (-10,2 %) auf 168.300 zurück, bei den Männern sank die Zahl um 29.000 (-8,9 %) auf 297 000 Neuabschlüsse. Damit wurden 2020 gut ein Drittel (36,2 %) aller neuen Verträge von ...

13.04.2021

Covid19: Verbindliche Testangebote in Betrieben kommen

BMAS3

Regeln zum betrieblichen Infektionsschutz werden bis zum 30. Juni 2021 verlängert und um betriebliche Testangebote ergänzt 

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil hat heute dem Bundeskabinett dargelegt, wie er die SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung (Corona-ArbSchV) verlängern und ergänzen wird. Die Änderungen erfolgen per Verordnung und treten nach Veröffentlichung im Bundesanzeiger voraussichtlich Mitte kommender Woche in Kraft.

Hubertus Heil:

»Das Infektionsgeschehen bleibt besorgniserregend. Der Schutz der Beschäftigten muss weiter gewährleistet sein. Die geltenden Regeln der Arbeitsschutz-Verordnung verlängere ich deshalb bis zum 30. Juni 2021. Es gilt weiter: Wer im Homeoffice arbeiten kann, muss das von seinem Arbeitgeber ermöglicht bekommen. So reduzieren wir das Ansteckungsrisiko unterwegs und durch Kolleginnen und Kollegen. Für Tätigkeiten vor Ort gelten weiter Abstand, Lüften, Maskentragen. Hinzu ...

13.04.2021

Digitaler Impfnachweis auf dem Handy

Impfung

Der digitale Impfnachweis soll nach Angaben der Bundesregierung spätestens zu Beginn der zweiten Jahreshälfte 2021 zur Verfügung stehen. Ab 2022 werde der Impfnachweis Teil der elektronischen Patientenakte (ePA) in der Telematikinfrastruktur, heißt es in der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion.

Der digitale Impfnachweis sei eine zusätzliche Möglichkeit zum gelben Impfpass, um Impfungen gegen Covid-19 zu dokumentieren. Nutzer sollen die Informationen künftig auch auf ihren Smartphones speichern können. Der digitale Impfnachweis umfasse eine Impfnachweis-App, eine Prüf-App und ein Backendsystem zur Integration in Arztpraxen und Impfzentren.

Die Nutzung des digitalen Impfnachweises soll kostenlos sein, der Nachweis soll von den impfberechtigten Institutionen, etwa Impfzentren, Arztpraxen oder Krankenhäusern, erstellt werden.

 

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