Nachrichten überregional

20.01.2020

Experten in eigener Sache: Finanzierung für Projekt Inklusive Bildung steht

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In Baden-Württemberg werden Menschen mit Behinderungen zu Bildungsfachkräften ausgebildet. Das Land sichert ihnen nun dauerhafte Arbeitsplätze. Wie Wissenschaftsministerin Theresia Bauer am Donnerstag (9. Januar 2020) in Stuttgart mitteilte, steht die Finanzierung zur Fortsetzung des Projekts »Inklusive Bildung Baden-Württemberg«. Als »Experten in eigener Sache« sollen Menschen mit Behinderungen zum Beispiel Inklusions-Seminare geben und dazu beitragen, dass Studierende und Lehrende besser verstehen, was es bedeutet, mit Einschränkungen zu leben. Die ersten sechs Bildungsfachkräfte sind schon in der Ausbildung, weitere sollen folgen.

»Die Stärkung der Teilhabe von Menschen mit Behinderung in allen gesellschaftlichen Bereichen und insbesondere in der Bildung ist mir ein wichtiges Anliegen«, sagte Bauer. Es sei faszinierend, mit welchem Selbstbewusstsein, welcher Kraft und Expertise die ersten Teilnehmerinnen ...

20.01.2020

Klimawandel: Ohne Gegensteuern leben 2030 rund 250 Millionen Menschen in Risikoregionen

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Neue Fallstudien des McKinsey Global Institute zeigen: Es drohen tödliche Hitzewellen, Lebensmittelpreise können durch Missernten erheblich steigen - Analyse von 105 Ländern verknüpft wissenschaftliche Klimamodelle mit Wirtschaftsprognosen - Ergebnisse für Deutschland: Hitze und Trockenperioden werden zunehmen – Als Exportnation vor allem Nachteile durch gefährdete Lieferketten  

Die Folgen des Klimawandels könnten bei einem ungebremsten Anstieg der CO2-Emissionen bis 2050 global für Wirtschaft und Gesellschaft größer sein, als bisher oft angenommen. Eine neue Studie des McKinsey Global Institute (MGI) zeigt: Wenn die Emissionen weiter so steigen wie bisher, leben bereits in zehn Jahren hunderte Millionen Menschen in Regionen, in denen tödliche Hitzewellen drohen. »Der Klimawandel hat auf lokaler Ebene in Regionen auf der ganzen ...

17.01.2020

Ansatzpunkte für eine effektivere Durchsetzung von Mindestlöhnen

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Damit Mindestlöhne in Betrieben eingehalten werden, bedarf es mehr und effektiverer Kontrollen. Aufgrund intransparenter Arbeitsbedingungen, unterschiedlicher Regelungen für bestimmte Arbeitsformen und immer komplexerer Zuliefererketten ist die Überprüfung für die zuständigen Behörden heute viel schwieriger als in der Vergangenheit.

»Für eine wirksame Abschreckung müssen Kontrollen an der Spitze der Wertschöpfungskette ansetzen, nicht erst auf der Baustelle oder im Supermarkt«, fordert ein aktueller Report aus dem Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universität Duisburg-Essen (UDE).

Das IAQ-Team mit Prof. Dr. Gerhard Bosch, Frederic Hüttenhoff und Dr. Claudia Weinkopf hat die Probleme bei der Durchsetzung (Enforcement) und Einhaltung (Compliance) von Mindestlöhnen untersucht und liefert damit eine erste umfassende empirische Untersuchung zur Kontrolle von Mindestlöhnen in Deutschland.

Probleme sieht das ...

17.01.2020

Aus der Berufsschule hinaus in die Welt

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AusbildungWeltweit öffnet sich 2020 für Berufsschulen 

Seit 2017 fördert AusbildungWeltweit Auslandsaufenthalte für Auszubildende und Bildungspersonal rund um den Globus. Im neuen Jahr treten Neuerungen in Kraft, durch die das Förderprogramm mehr Menschen erreichen wird: Künftig können auch Berufsschulen Förderanträge stellen und Auszubildende in vollzeitschulischen Berufsausbildungen werden förderfähig.

Das Förderprogramm AusbildungWeltweit wurde 2017 als Pilotprojekt ins Leben gerufen und ist seit 2018 ein offizielles Programm des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). Es unterstützt Auslandsaufenthalte von Auszubildenden, Ausbilderinnen und Ausbildern im Rahmen der Berufsbildung und soll eine tragende Säule der Internationalisierung der Ausbildung werden. Während das EU-Programm Erasmus+ Lernaufenthalte innerhalb Europas fördert, schließt AusbildungWeltweit eine wichtige Förderlücke für Auslandspraktika rund um den Globus. Seit 2017 hat ...

16.01.2020

Unternehmen nehmen Digitalisierung zunehmend positiv wahr

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Befragung von rund 2.000 Unternehmen zu aktuellen und zukünftigen Herausforderungen   

Über alle Branchen und Größen hinweg stellt die Umsetzungspflicht geltender Gesetze und Verordnungen, wie die Datenschutzvorgaben, die größte Herausforderung für die mittelständische Wirtschaft dar. Auf den Plätzen zwei und drei folgen die betriebliche Nutzung von digitalen Technologien sowie die Deckung des Fachkräftebedarfs. Aber auch Innovation und Unternehmenswachstum sowie der Wettbewerbsdruck bleiben wichtige Themen für die mittelständischen Unternehmen. Daneben wird der Klimawandel zunehmend als Herausforderung gesehen. Für das »Zukunftspanel Mittelstand« haben Wissenschaftler*innen des IfM Bonn rund 2.000 Statements von Unternehmer*innen ausgewertet.

Bereits in 2015 und 2017 hatte das IfM Vertreter*innen von mittelständischen Unternehmen zu ihren aktuellen und zukünftigen Herausforderungen befragt. »Gegenüber den früheren Ergebnissen stellen ...

16.01.2020

Arbeitszeitwünsche 2018: 2,2 Millionen Erwerbstätige wollen mehr arbeiten - 1,4 Millionen weniger

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Beschäftigte in Vollzeit arbeiten im Schnitt 41,4 Stunden, in Teilzeit 20,0 Stunden pro Woche 

2018 wünschten sich rund 2,2 Millionen Erwerbstätige im Alter von 15 bis 74 Jahren eine längere Arbeitszeit (Unterbeschäftigte), während gut 1,4 Millionen kürzer arbeiten wollten (Überbeschäftigte). Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, hatten unterbeschäftigte Personen im Durchschnitt eine gewöhnlich geleistete Wochenarbeitszeit von 28,9 Stunden und wünschten sich Mehrarbeit von 10,6 Stunden. Überbeschäftigte arbeiteten dagegen durchschnittlich 41,6 Stunden pro Woche und wünschten sich eine Verkürzung um 10,8 Stunden.

Deutliche geschlechtsspezifische und regionale Unterschiede

Vollzeitbeschäftigte hatten insgesamt eine durchschnittliche Wochenarbeitszeit von 41,4 Stunden, während Teilzeitbeschäftigte durchschnittlich 20,0 Stunden pro Woche arbeiteten. Zwischen den Geschlechtern sowie regional gibt es jedoch deutliche Unterschiede: So ...

16.01.2020

Stumme Migranten, laute Politik, gespaltene Medien

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Berichterstattung über Flüchtlinge: +++ Studie vergleicht erstmals die Berichterstattung über Flucht und Migration in 17 Ländern +++ Meinungs- und Perspektivenvielfalt (fast) überall gegeben +++ Aber: Unterschiede zwischen Ost- und Westeuropa sowie zwischen Medien unterschiedlicher politischer Ausrichtung +++ Berichterstattung in Deutschland sticht nicht nur quantitativ heraus +++ Stiftung und Autoren fordern: Medien in Europa müssen europäische Medien werden +++ 

Knapp fünf Jahre nach dem Beginn der »Flüchtlingskrise« 2015 spaltet der Streit über den Umgang mit Migranten und Flüchtlingen nach wie vor die Europäische Union. Auch die Rolle der Medien wird weiterhin thematisiert und häufig kritisiert: Haben sie die gesellschaftliche Wirklichkeit adäquat wiedergegeben, sind sie ihren Informationspflichten nachgekommen? Wurden LeserInnen in Deutschland anders informiert als in Ungarn? ...

16.01.2020

Nachfolge des Programms »Offene Hochschule«

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Die Implementierung der entwickelten und erprobten weiterbildenden Studienangebote des Bund-Länder-Wettbewerbs »Aufstieg durch Bildung: offene Hochschulen«, dessen Förderung am 31. Juli 2020 endet, müssen die Länder und Hochschulen organisieren und übernehmen.

Darauf verweist die Bundesregierung in ihrer Antwort auf die Kleine Anfrage der FDP-Fraktion, die nach der Evaluation und Nachfolge des Bund-Länder-Programms gefragt hatte. Die Bundesregierung betont, dass aus Sicht der Bundesregierung die wissenschaftsbasierte Weiterbildung eine zentrale Aufgabe auch der Hochschulen sein solle.

Aus dem Wettbewerb, der seit 2011 bis 2017 und 2014 bis 2020 in zwei Wettbewerbsrunden erfolgte, wurden den Angaben zufolge insgesamt 359 wissenschaftliche Weiterbildungsangebote in den Regelbetrieb übernommen. Bund und Länder fördern mit dem Wettbewerb »den Auf- und Ausbau von Studiengängen, Studienmodulen und Zertifikatsangeboten ...

16.01.2020

Erhöhung des Frauenanteils im Bundestag

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Mitglieder der Bundestagsfraktionen Die Linke und Bündnis 90/Die Grünen dringen auf Maßnahmen zur Erhöhung des Frauenanteils im Bundestag. Dies geht aus einem gemeinsamen Antrag von 44 Linken- und Grünen-Abgeordneten hervor, der am heutigen Donnerstag erstmals auf der Tagesordnung des Bundestagsplenums steht. Danach soll der Bundestag eine Kommission einsetzen zur Erarbeitung von Vorschlägen für gesetzliche Regelungen und weitere Maßnahmen mit dem Ziel, eine gleiche Anzahl von Frauen und Männern im Parlament anzustreben.

100 Jahre nach Einführung des Frauenwahlrechts seien Frauen »in keinem deutschen Parlament gleichberechtigt vertreten«, heißt es in der Begründung des Antrags. Dabei verpflichte die Ergänzung des Grundgesetz-Artikels 3 durch Absatz 2 vor 25 Jahren den Staat »zu Maßnahmen zur Herstellung von Gleichberechtigung«. Frauen machten mehr ...

15.01.2020

Bedarf an Erzieherinnen und Erziehern steigt weiter

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Rekrutierungssituation im Beruf der Erzieherin/des Erziehers: Engpässe werden immer stärker sichtbar 

Die zuletzt wieder gestiegene Anzahl an Geburten, der Ausbau der Betreuungsangebote für Kinder unter drei Jahren und der geplante Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung an Grundschulen wird den Bedarf an Erzieherinnen und Erziehern weiter steigen lassen. Dabei sind bereits heute Fachkräfte in diesem Bereich knapp. Das geht aus einer am Dienstag veröffentlichten Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor.

In Deutschland sind rund 700.000 Erzieherinnen und Erzieher sozialversicherungspflichtig beschäftigt. In den letzten fünf Jahren ist die Zahl um ein Drittel gestiegen. »Der Erzieherberuf hat stark an Bedeutung gewonnen«, erklärt die IAB-Forscherin Anja Warning. Ursache sei vor allem der Ausbau der Kindertagesbetreuung, dem Haupttätigkeitsfeld von Erzieherinnen ...

15.01.2020

Für Richter*innen ist Fortbildung Pflicht

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Für Richterinnen und Richter in Bund und Ländern besteht schon nach geltendem Recht in Ausgestaltung des Richterdienstverhältnisses eine allgemeine Pflicht zur Fortbildung. Das betont die Bundesregierung in ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen zum Thema »Qualität der Justiz und bundeseinheitliches Fortbildungsrecht und bundeseinheitliche Fortbildungspflicht für Richterinnen und Richter«.

Weiter heißt es, die konkrete Ausgestaltung der Fortbildungspflicht müsse die im Grundgesetz garantierte richterliche Unabhängigkeit wahren. So wäre eine inhaltliche Einflussnahme im Wege der Fortbildung, die eine bestimmte »Rechtsprechungslinie« nahelegt oder gar vorgibt, unzulässig. Unzulässig wäre beispielsweise auch, Richterinnen und Richter kurzfristig zu zeitlich und örtlich derart gebundenen Fortbildungsmaßnahmen zu verpflichten, dass sie gezielt an der Ausübung ihrer Rechtsprechungstätigkeit in bestimmten Verfahren gehindert ...

14.01.2020

Chancen auf Stipendien der Begabtenförderungswerke nutzen

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Elternkompass bietet Orientierung und unterstützt im Bewerbungsprozess 

Die Bewerbungszeiträume der dreizehn Begabtenförderungswerke haben begonnen und Studierende aller Fachrichtungen in Deutschland haben wieder die Chance auf Stipendien. Vor allem sollten Studierende gute Noten und gesellschaftliches Engagement nachweisen können. Darüber hinaus werden neben diesen Voraussetzungen auch biographische Hürden sozialer, kultureller oder finanzieller Art bei der Auswahl beachtet. Vollständige Bewerbungsunterlagen und ein passgenaues, aussagekräftiges Motivationsschreiben sind der Schlüssel zu einer erfolgreichen Stipendienbewerbung. Deutschlandweit können Abiturientinnen und Abiturienten sowie Studierende nun ihre Bewerbung für eine Förderung einreichen.

Da die Bewerbungsfristen einiger Förderwerke jedoch bereits im Februar oder März enden, sollte man nicht zu lange warten. Denn es ist wichtig die passende Stiftung zu finden und sich umfassend über die ...

14.01.2020

Unternehmen bei lebenslangem Lernen noch nicht auf der Höhe der Zeit

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Die immer kürzer werdenden Halbwertszeiten von Wissen zeigen Wirkung: Lebenslanges Lernen hat in Unternehmen einen sehr hohen Stellenwert.

Die Ergebnisse einer neuen Befragung zeigen Widersprüche auf: So liegt die primäre Verantwortung für lebenslanges Lernen laut den Befragten zwar direkt bei den Mitarbeitern (61 %) und nur jeder Fünfte sieht sie bei den Führungskräften. Doch über die finanziellen Mittel für Lernen entscheiden die Geschäftsführung (35 %) oder der Vorgesetzte (25 %).

Nur in 14 Prozent der befragten Unternehmen verfügen die Mitarbeiter über ein eigenes Lernbudget. Auch bei der Frage, was Lernzeit bedeutet, zeichnen die empirischen Daten ein diffuses Bild.

In etwas mehr als einem Drittel der teilnehmenden Unternehmen gibt es dazu gar keine Vorgaben. Ein weiteres Drittel ...

14.01.2020

Zahl der Erwerbstätigen so hoch wie nie

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BAuA veröffentlicht Bericht Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit 2018  

Die Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland ist auf einem neuen Höchststand. Trotz einer leicht gesunkenen Bevölkerungszahl (81,6 Millionen; -0,2 Prozent) gab es im Jahr 2018 41,9 Millionen Erwerbstätige in Deutschland. Das entspricht einem Plus von 0,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Zahlen zu meldepflichtigen (949.309; -0,6 Prozent) und tödlichen Arbeitsunfälle (541; -4,1 Prozent) sind hingegen weiter rückläufig. Die Unfallquote der meldepflichtigen Arbeitsunfälle je 1.000 Vollarbeiter liegt mit 24,2 zwar höher als im Vorjahr. Dies lässt sich allerdings darauf zurückführen, dass sich die Erfassung der Arbeitsstunden geändert hat. Ein deutlicher Anstieg ist bei den tödlichen Arbeitsunfällen im Straßenverkehr zu verzeichnen: Hier stieg die Zahl der ...

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