Nachrichten überregional

14.05.2021

Bundesregierung beschließt Sechsten Armuts- und Reichtumsbericht

BMAS2

6. ARB zeigt, dass überwiegender Teil der Menschen in stabilen sozialen Lagen lebt – Problematisch ist die Verfestigung in den unteren sozialen Lagen  

Das Bundeskabinett hat am 12. Mai 2021 den Sechsten Armuts- und Reichtumsbericht (6. ARB) beschlossen. Damit kommt die Bundesregierung dem Auftrag des Deutschen Bundestags nach, in jeder Legislaturperiode einen Bericht über die Entwicklung von Armut und Reichtum vorzulegen.

Die Ergebnisse des Berichts zeigen, dass der überwiegende Teil der Menschen in stabilen sozialen Lagen lebt: Deutschland ist keine »Abstiegsgesellschaft«, weiterhin bestehen gute Aufstiegschancen aus der Mitte nach Oben. Problematisch ist die Verfestigung in den unteren sozialen Lagen, aus denen es im Zeitablauf immer weniger Personen gelungen ist, aufzusteigen.

Hinsichtlich der Auswirkungen ...

14.05.2021

Homeoffice-Nutzung sinkt auf 30,8 Prozent

Homeoffice notebook küche

Im April haben etwas weniger Beschäftigte das Homeoffice genutzt als im Vormonat. Das geht aus einer Umfrage des ifo Instituts hervor. Demnach sank der Anteil auf 30,8 Prozent der Beschäftigten, die zumindest teilweise im Homeoffice arbeiteten, von 31,7 Prozent im März und 30,3 Prozent im Februar.

»Die verschärfte Pflicht zum Heimbüro in Corona-Zeiten scheint zu verpuffen«, kommtiert Jean-Victor Alipour vom ifo Institut.

Der Rückgang zeigt sich quer durch viele Branchen: In der Industrie von 23,4 auf 22,4 Prozent, bei den Dienstleistern von 42,6 auf 41,1 Prozent und im Handel von 19 auf 18,9 Prozent der Beschäftigten. Nur auf dem Bau stieg der Anteil von 8,3 auf 11,3 Prozent.

Das ifo Institut schätzt, dass über alle Branchen ...

12.05.2021

29 Prozent weniger Gaststudierende an Hochschulen im Jahr 2020

Hörsaal

Besonders Generation 65plus bleibt in der Pandemie (Online-)Lehrveranstaltungen fern   

Im Wintersemester 2020/2021 haben 26.300 Gasthörerinnen und Gasthörer Lehrveranstaltungen an den deutschen Hochschulen besucht. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, waren das 29 % weniger als im Wintersemester 2019/2020 (37.240).


Rückgang durch Corona-bedingte Online-Lehre

Diese Entwicklung ist unter den älteren Gasthörer*innen besonders ausgeprägt: In den Altersklassen ab 65 Jahren ging die Zahl der Gaststudierenden im Vergleich zum Vorjahr um mehr als die Hälfte (-58 %) zurück. Viele Universitäten erklären den Rückgang mit der Umstellung von Präsenzlehre auf Online-Veranstaltungen im Rahmen der Corona-Maßnahmen. Der Wegfall des Campusbesuchs sowie die zusätzlichen technischen Hürden machen das Gaststudium für viele weniger ...

12.05.2021

Österreich: Erwachsenenbildung ab 19. Mai wieder in Präsenzform möglich

erwachsenenbildung.at

Die neue COVID-19-Öffnungsverordnung (BGBl. II Nr. 214/2021) bringt ab 19. Mai Öffnungsschritte für die österreichische Erwachsenenbildung und macht Präsenzangebote auch für die allgemeine Erwachsenenbildung wieder möglich.


Berufliche Weiterbildung in Präsenz möglich - mit Schutzmaßnahmen

Berufliche Weiterbildungen in Präsenz sind gemäß § 13 (10) 10 ab 19. Mai möglich, wenn der Mindestabstand von zwei Metern zwischen haushaltsfremden Personen eingehalten wird und alle Personen im Innenbereich eine FFP2-Maske tragen. Teilnehmende müssen zudem für die Veranstaltung nachweisen, dass sie entweder genesen, geimpft oder negativ getestet sind.

Das Bildungsministerium weist darauf hin, dass berufliche Aus- und Fortbildungszwecke dabei breit zu sehen sind. Darunter sind auch Aus- und Weiterbildungen bei denen ein beruflicher Konnex besteht, wie z.B. Sprachkurse ...

12.05.2021

IAB-Stellenerhebung I. Quartal 2021: Betriebe sind bei Neueinstellungen weiter zurückhaltend

IAB5

Im ersten Quartal 2021 gab es bundesweit 1,13 Millionen offene Stellen. Gegenüber dem Vorjahresniveau vom ersten Quartal 2020 stieg die Zahl der offenen Stellen damit um 42.000. Das entspricht einer Steigerung von rund 4 Prozent. Gegenüber dem vierten Quartal 2020 sank die Zahl der offenen Stellen um 56.000 oder knapp 5 Prozent.

Das geht aus der IAB-Stellenerhebung hervor, einer regelmäßigen Betriebsbefragung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).

In Westdeutschland waren 874.000 offene Stellen im ersten Quartal 2021 zu besetzen, in Ostdeutschland 253.000. Der Bereich Handel und KFZ-Reparatur hatte mit 115.000 offenen Stellen im Vergleich zum Vorjahresquartal 23 Prozent und im Vergleich zum Vorquartal 16 Prozent weniger offene Stellen zu besetzen. Gegenüber dem Vorjahresquartal ist ...

12.05.2021

CoCo: KI-Turbo für die Arbeitswelt von morgen

coco

Fünf Partner aus Wissenschaft und Wirtschaft schaffen im neuen Projekt CoCo die Voraussetzungen für eine zukunftsfähige Arbeitsforschung. Durch die Zusammenarbeit von regionalen Kompetenzzentren soll es gelingen, KI-Technologien gewinnbringend in der Arbeitswelt zu nutzen. Im Mittelpunkt des BMBF-geförderten Projekts steht eine »Cloud der Arbeitsforschung«.

Die Arbeitswelt verändert sich so schnell und tiefgreifend, dass die Arbeitsforschung mit ihren tradierten Methoden und Werkzeugen kaum Schritt halten kann. Um die Chancen, die Digitalisierung und Künstliche Intelligenz (KI) für die Zukunftsarbeit mit sich bringen, besser und schneller erforschen zu können, startete nun das wissenschaftliche Projekt »Connect & Collect: KI-gestützte Cloud für die interdisziplinäre vernetzte Forschung und Innovation für die Zukunftsarbeit« (CoCo). Dem Projektkonsortium aus fünf Partnern gehören drei Fraunhofer- und zwei ...

11.05.2021

Umsetzungsstand des Betrieblichen Eingliederungsmanagements (BEM)

Deutscher Bundestag 4

Mit dem Teilhabestärkungsgesetz wird auch eine Regelung zur Stärkung des betrieblichen Eingliederungsmanagements (BEM) umgesetzt. Beschäftigte erhalten die Möglichkeit, eine Vertrauensperson eigener Wahl zum BEM-Verfahren hinzuzuziehen.

Damit werde das BEM insbesondere in Betrieben ohne Interessensvertretung gestärkt, betont die Bundesregierung in einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke zur Nutzung des BEM durch Beschäftigte.

Das Betriebliche Eingliederungsmanagement kann einen wichtigen Beitrag dazu leisten, Beschäftigten eine individuelle Chance auf Teilhabe an Arbeit durch frühzeitige Intervention zu sichern. Wichtig für ein erfolgreiches BEM ist vor allem die Schaffung einer Vertrauensbasis zwischen Arbeitgeber und Beschäftigten sowie klare Strukturen und Verantwortlichkeiten für das BEM im Betrieb. Das Vorhandensein einer Betriebsvereinbarung, einer bzw. eines Beauftragten für das BEM sowie die ...

11.05.2021

Umsetzung des Digitalpakts Schule

Homeschooling Mädchen Notebook

Die Bundesländer haben laut Auskunft der Bundesregierung zum Stichtag 31. Dezember 2020 insgesamt 40.930 mobile Endgeräte über den Digitalpakt Schule angeschafft. Den größten Anteil daran hat mit 21.524 Endgeräten das Land Sachsen.

Dies geht aus einer Antwort der Regierung auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke hervor.

Die Antwort enthält auch Auskünfte über die Anzahl der beantragten, bewilligten und abgeschlossenen Maßnahmen sowie die Höhe der abgeflossenen Bundesmittel der Länder im Rahmen des »DigitalPakts Schule 2019 bis 2024« sowie der Zusatzvereinbarung »Sofortausstattung«. Allerdings betont die Bundesregierung, dass für die Umsetzung des Pakts originär die Länder zuständig seien. Daher lägen ihr zu Fragen der konkreten Umsetzung keine darüber hinausgehenden Informationen vor.

In der Antwort wird zugleich die ...

11.05.2021

Mit Homeoffice und IT-Ausgaben Steuern sparen

bitkom

Millionen Berufstätige haben wegen der Corona-Pandemie die tägliche Fahrt ins Büro gegen die Arbeit im Homeoffice eingetauscht – und können davon steuerlich profitieren. Für das Steuerjahr 2020 können Berufstätige erstmals Ausgaben für das Homeoffice in der Steuererklärung geltend machen, auch wenn sie nicht über ein separates Arbeitszimmer in ihrer Wohnung verfügen.

Zudem können Steuerpflichtige Aufwendungen für beruflich genutzte IT-Geräte und Software absetzen. Dies gilt sowohl für die Anschaffungskosten als auch für monatliche Kosten, die bei Telefon- und Internetnutzung anfallen. Darauf weist der Digitalverband Bitkom hin.

Bitkom gibt Tipps, unter welchen Voraussetzungen die Kosten für IT als Werbungskosten angerechnet werden können:

  • Berücksichtigung des Homeoffice bei der Steuer: Es gibt zwei Alternativen, Ausgaben für das Homeoffice in der ...

11.05.2021

Corona-Pandemie: Weniger freiberufliche und gewerbliche Existenzgründungen

IfM Bonn

Wandel zur Dienstleistungswirtschaft setzt sich kontinuierlich fort 

Im Pandemie-Jahr 2020 ist die Anzahl der Existenzgründungen in den Freien Berufen (-5,6 %) ebenso wie im gewerblichen Bereich (-11,7 %) im Vergleich zu 2019 gesunken. Im Bereich der Land-, Forst- und Fischwirtschaft stieg hingegen die Zahl der Neugründungen (+8,4 %). Insgesamt hat sich der negative Trend bei der Gesamtanzahl an Existenzgründungen in Deutschland fortgesetzt.

 

Existenzgründungen insgesamt

 

Bei den Freien Berufen fiel der Einbruch des Gründungsgeschehens jedoch weniger stark als im Gewerbe aus. Dadurch verschiebt sich die Struktur der Tätigkeitsbereiche weiter zugunsten der nichtgewerblichen Tätigkeiten: Lag der Anteil der freiberuflichen Existenzgründungen vor 5 Jahren noch bei 23,5 %, so entfallen nunmehr 26,7 % aller Gründungen auf ...

10.05.2021

Gemeinsame Erklärung zur Situation an den Hochschulen

BMBF und Co.

Die Hochschulen starten mit dem Sommersemester 2021 in das dritte Online-Semester. Bund und Länder würdigen den Einsatz des Lehr- und Verwaltungspersonals in den Hochschulen bei der Aufrechterhaltung des digitalen Lehrangebots. Dies gilt auch für das große Engagement der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in der Forschung. Besonders anzuerkennen ist die Flexibilität der Studierenden, die sich in einem wichtigen Abschnitt ihres Lebens auf neue Formen des Lernens eingestellt haben und dabei gleichzeitig auf das studentische Leben verzichten müssen.

BAföG-Geförderte wurden und werden durch Verlängerung der Regelstudienzeiten oder des Bezugszeitraum für BAföG in der Corona-Pandemie unterstützt. Die finanzielle Unterstützung für Studierende im BAföG und durch die Überbrückungshilfen ist weiterhin gewährleistet.

Im digitalen Sommersemester 2021 können Prüfungen und bestimmte Lehrangebote (insbesondere ...

10.05.2021

Schweiz: Corona führt zu erhöhtem Weiterbildungsbedarf

SVEB 5

Der Schweizerische Verband für Weiterbildung SVEB hat zu Beginn des Jahres den Einfluss der Corona-Krise auf die Weiterbildung in KMU untersucht. Gemäss der am 10. Mai 2021 vom SVEB publizierten Studie schreibt ein Großteil der Unternehmen der Weiterbildung einen hohen Stellenwert zu, um den Auswirkungen der Pandemie zu begegnen. Viele KMU sparen aber trotzdem bei der Weiterbildung.

Die vom SVEB zwischen Dezember 2020 und Januar 2021 bei 123 KMU realisierte Online-Befragung bestätigt den hohen Stellenwert der Weiterbildung bei Klein- und Mittelunternehmen. Zwei Drittel der teilnehmenden ...

10.05.2021

Registerzensus: Ein Zensus ohne Befragungen

zensus 2022

Der Bundestag hat am vergangenen Donnerstag, 6. Mai 2021, dem Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Erprobung von Verfahren eines Registerzensus in der vom Ausschuss für Inneres und Heimat geänderten Fassung zugestimmt.

Dr. Georg Thiel, Präsident des Statistischen Bundesamtes (Destatis), begrüßt den Beschluss als wichtigen Schritt auf dem Weg zu einem Zensus ohne Befragungen: »Die Anforderungen unserer Datennutzerinnen und -nutzer haben sich in den letzten Jahren tiefgreifend gewandelt: Zensusergebnisse werden häufiger, aktueller und tiefer regional untergliedert benötigt. Der Registerzensus ermöglicht es, die neuen Anforderungen kostengünstig, digital und belastungsarm zu erfüllen.«

Für den Zensus 2022 sollen letztmalig mehr als 10 Millionen Bürgerinnen und Bürger sowie alle 25 Millionen Immobilieneigentümerinnen und -eigentümer vorrangig online befragt werden. Danach soll das bereits ...

07.05.2021

»BAföG Digital« ab Mai in weiteren Ländern verfügbar

BaFöG digital

Digitaler Antragsassistent ist mit über 20.000 Anträgen erfolgreich gestartet, jetzt Übergang von Pilotverfahren in Realbetrieb 

Seit Oktober 2020 können Schüler*innen und Studierende in Sachsen-Anhalt, Rheinland-Pfalz, Berlin, Hessen und Nordrhein-Westfalen Leistungen nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) über den neuen digitalen Antragsassistenten »BAföG Digital« beantragen. Ab sofort ist der Online-Antrag auch in Hamburg verfügbar, im Mai schließen sich mit Brandenburg, Thüringen und Saarland drei weitere Länder an. In allen übrigen Ländern wird »BAföG Digital« sukzessive bis zum Sommer eingeführt.

Seit dem Start wurden das neue Tool bereits für 22.000 Anträge genutzt, nun geht das Pilotverfahren in den Realbetrieb über. »BAföG Digital« wurde im Rahmen der Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes (OZG) entwickelt. Alle 16 Länder haben die entsprechende Verwaltungsvereinbarung ...

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