Nachrichten überregional

13.12.2018

Sicherheit und Gesundheit für die Arbeits- und Bildungswelt 4.0

DGUV

Aktualisiertes Positionspapier der gesetzlichen Unfallversicherung zur Prävention 

Die Mitgliederversammlung der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV), Spitzenverband der Berufsgenossenschaften und Unfallkassen, hat ein aktualisiertes Positionspapier zur Prävention verabschiedet. Es beschreibt in zehn Punkten die wichtigsten Beiträge der gesetzlichen Unfallversicherung, um Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit auch zukünftig in einer sich rasant wandelnden Arbeits- und Bildungswelt zu gewährleisten. Zentrales Anliegen ist es, für eine Kultur der Prävention in Betrieben und Bildungseinrichtungen zu werben und sie dabei zu unterstützten, Sicherheit und Gesundheit zu einem selbstverständlichen Bestandteil ihres Handelns zu machen.

Die Arbeits- und Bildungswelt 4.0 birgt viele Vorteile und Chancen, aber auch neue Herausforderungen und Gefährdungen. Die Digitalisierung führt zu neuen Formen der Arbeit und zur Flexibilisierung von ...

13.12.2018

Digitalstrategie der Bundesregierung erläutert

Digital QUELLE: pixabay.com

Über die kürzlich veröffentlichte Umsetzungsstrategie »Digitalisierung gestalten« gab Dorothee Bär (CSU), Staatsministerin für Digitalisierung, dem Bundestagsausschuss Digitale Agenda am Mittwochnachmittag Auskunft. In der 21. Sitzung des Ausschusses unter Vorsitz von Hansjörg Durz (CSU) sagte Bär: »Die Umsetzungsstrategie liegt als liquid document vor, sodass wir immer sehen können, was der aktuelle Stand ist.« Dies bedeute auch, dass sie nicht abschließend sei, sondern stetig weiterentwickelt werde.

In der Strategie habe man die fünf Handlungsfelder »Digitale Kompetenz«, »Infrastruktur und Ausstattung«, »Innovation und digitale Transformation«, »Gesellschaft im digitalen Wandel« sowie »Moderner Staat« aus dem Koalitionsvertrag abgeleitet, berichtete Bär.

Zudem gebe es ...

13.12.2018

Betriebliches Ausbildungsangebot legt kräftig zu

BIBB4

BIBB-Analyse zur Entwicklung des Ausbildungsmarktes 2018 

Die Bilanz der Ausbildungsmarktentwicklung 2018 hat – gemessen am Zeitraum der letzten zehn Jahre – viele Spitzenwerte hervorgebracht. So stieg das betriebliche Ausbildungsplatzangebot gegenüber dem Vorjahr um +17.800 beziehungsweise +3,2 % an und war mit 574.200 so hoch wie noch nie seit 2009. Auf eine neue Höchstmarke stieg jedoch auch die Zahl der Ausbildungsplätze, die unbesetzt blieben. Mit 57.700 fiel diese mehr als dreimal so hoch aus wie 2009 und lag um +8.700 beziehungsweise +17,7 % höher als 2017.

Rein rechnerisch waren die Chancen der jungen Menschen auf einen Ausbildungsplatz so gut wie seit vielen Jahren nicht mehr: Auf 100 Ausbildungsplatznachfragende kamen 2018 rund 97 Angebote.

Die Bemühungen der ...

12.12.2018

Das berufliche Übergangssystem ist besser als sein Ruf

TrainingOnTheJob QUELLE: pixabay.com

Jeder zweite leistungsschwache Jugendliche findet darüber den Weg in die Ausbildung 

Übergangsmaßnahmen, die Schulabgänger*innen den Weg in eine Ausbildung oder einen Beruf ebnen sollen, sind insgesamt erfolgreicher als häufig behauptet. Ein WZB-Forschungsteam hat erstmals empirisch erforscht, welche Jugendlichen von den Maßnahmen profitieren. Martin Ehlert, Anne Christine Holtmann, Laura Menze und Heike Solga haben die Situation von leistungsschwachen Schüler*innen analysiert und kommen zu dem Ergebnis: Etwa die Hälfte dieser jungen Leute, die solche sechsmonatigen bis zweijährigen Maßnahmen absolvieren, finden anschließend einen Ausbildungsplatz. Dabei verbessern gerade Jugendliche ohne Schulabschluss ihre Chancen deutlich.

Zum breiten Spektrum der Maßnahmen zählen etwa ...

12.12.2018

Europa-Umfrage: Ungleichheit schadet Deutschland

FES Studie

78 Prozent der Deutschen sagen: Wirtschaftliche Ungleichheit zwischen EU-Ländern schadet Deutschland 

»Die meisten Probleme der EU sind auf die sozialen und wirtschaftlichen Unterschiede zwischen den Mitgliedsländern zurückzuführen.« Dieser Aussage stimmen drei von vier Deutschen zu. Das ergibt eine repräsentative Befragung der Friedrich-Ebert-Stiftung.

Deutsche wollen sozialere EU
Insgesamt nehmen die Befragten in der EU ein deutliches Defizit an Gerechtigkeit wahr und wünschen sich, dass die EU mehr für gleichwertige Lebensverhältnisse tut. Mehr als die Hälfte der Deutschen sieht jeweils die folgenden Themen als große bis größte Herausforderung für die EU: unterschiedliche Lebensverhältnisse (55%), unterschiedliche Sozialsysteme (57%), wirtschaftliche Unterschiede zwischen den EU-Ländern (58%).

Drei Viertel-Mehrheit für soziale Mindeststandards, Mindestlohn, gemeinsame Besteuerung
Der Wunsch nach einer sozialeren EU ...

12.12.2018

Mindestlöhne in der EU 2018: Deutschland in der Spitzengruppe

destatis

In Deutschland wurde der Mindestlohn Anfang 2017 auf 8,84 Euro pro Stunde festgesetzt. Bei einer Vollzeitstelle entsprach dies einer Lohnuntergrenze von 1.498 Euro brutto im Monat. Nach Empfehlung der Mindestlohnkommission steigt der Mindestlohn per Verordnung ab 1. Januar 2019 auf 9,19 Euro und ab 1. Januar 2020 auf 9,35 Euro brutto pro Arbeitsstunde.

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, lag der Mindestlohn in Frankreich im Jahr 2018 auf demselben Niveau wie in Deutschland bei 1.498 Euro brutto im Monat. Nur in vier weiteren EU-Staaten lag er im Jahr 2018 höher. Zur Spitzengruppe zählten außerdem Luxemburg (1.999 Euro), Irland (1.614 Euro), Niederlande (1.578 Euro im ersten Halbjahr, 1.594 Euro im zweiten Halbjahr) und Belgien (1.563 Euro). ...

11.12.2018

Familien mit Arbeitslosengeld-II-Bezug

IAQ2

Fördermaßnahmen verbessern nicht nur die Arbeitsmarktchancen der Teilnehmer, sondern auch die ihrer Kinder

Wenn Arbeitslosengeld-II-Empfänger an einer Fördermaßnahme wie einer Weiterbildung teilnehmen, wirkt sich das auch auf die Arbeitsmarktchancen ihrer Kinder aus. Diese absolvieren später häufiger eine Ausbildung und üben öfter eine sozialversicherungspflichtige Tätigkeit aus. Das geht aus einer aktuellen Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor.

In der Studie hat die Arbeitsmarktforscherin Cordula Zabel untersucht, wie sich arbeitsmarktpolitische Fördermaßnahmen auf die Arbeitsmarktbeteiligung der Kinder der Geförderten zwei bis acht Jahre später auswirken. Analysiert wurde die Wirkung von Weiterbildungen, von Lohnsubventionen wie dem Eingliederungszuschuss oder dem Einstiegsgeld und von Ein-Euro-Jobs. Die Kinder waren zum Zeitpunkt der Maßnahmeteilnahme ihrer Eltern 16 bis 17 Jahre ...

11.12.2018

Mindestvergütung für Auszubildende

Deutscher Bundestag 3

Die Mindestvergütung für Auszubildende soll bundesweit und über Branchen hinweg einen sozialen Mindeststandard für die Auszubildenden im Anwendungsbereich des Berufsbildungsgesetzes sichern. Das betont die Bundesregierung in ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion. Die regionale und branchenspezifische Spreizung der Vergütung soll nach unten hin begrenzt werden, und gleichzeitig soll die Attraktivität dualer Berufsausbildungen gestärkt werden.

Die Liberalen hatten in ihrer Kleinen Anfrage betont, dass CDU/CSU und SPD im Koalitionsvertrag vereinbart hätten, bis zum 1. August 2019 eine Mindestausbildungsvergütung im Berufsbildungsgesetz zu verankern. Konkrete Ziele dieser Maßnahme und Berechnungsgrundlagen für die Höhe der Vergütung seien jedoch nicht genannt worden.

Ergebnissen der Berufswahlforschung zufolge seien die Kriterien der Jugendlichen bei der Beurteilung der für sie in Frage ...

11.12.2018

KI-Strategie der Bundesregierung in der Diskussion

Computer (3)

Die Bundestags-Enquete-Kommission »Künstliche Intelligenz - Gesellschaftliche Verantwortung und wirtschaftliche Potenziale« hat sich in ihrer Sitzung am Montag mit der jüngst vorgestellten Strategie der Bundesregierung zur Künstliche Intelligenz (KI) befasst. Dazu berichteten drei Vertreter der federführenden Bundesministerien für Wirtschaft und Energie (BMWi), Bildung und Forschung (BMBF) sowie Arbeit und Soziales (BMAS).

Um Künstliche Intelligenz (KI) in Deutschland zu fördern und die Wettbewerbsfähigkeit des Landes zu sichern, will die Bundesregierung laut Strategie bis 2025 zirka drei Milliarden Euro zur Verfügung stellen. Die Bundesregierung geht davon aus, dass die Mittel eine Hebelwirkung in Wirtschaft, Wissenschaft und Ländern entfalten, die mindestens zu einer Verdoppelung der Mittel führen werde. In der Strategie skizziert die Bundesregierung Ziele und Handlungsfelder der kommenden Jahre.

11.12.2018

Einfluss der Digitalisierung auf Berufsbilder

Digital

Die Einschätzungen des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) und des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) waren am Montag Thema einer öffentlichen Anhörung der Enquete-Kommission »Berufliche Bildung in der digitalen Arbeitswelt«. In der fünften Sitzung des Gremiums unter Vorsitz von Stefan Kaufmann (CDU) stellten Experten der Institute den Stand der beruflichen Aus- und Weiterbildung in der digitalen Arbeitswelt vor und antworteten auf die Fragen der Abgeordneten und Sachverständigen.

Neben der Mitwirkung an der Entwicklung, Implementation und Evaluation bundesweit gültiger Aus- und Fortbildungsregelungen finde am BIBB auch Bildungsforschung zur Stärkung der beruflichen Bildung statt, erklärte BIBB-Forschungsdirektor Hubert Ertl in der öffentlichen Anhörung. In der Forschung zeige sich »ein großes Spektrum von weitgehend digitalisierten Wirtschaftszweigen bis hin zu wenig ...

10.12.2018

Dicke Luft im Büro: Ist ein gutes Arbeitsklima Chefsache?

Großraumbüro QUELLE: pixabay.com

Viele Arbeitnehmer sind gestresst und unmotiviert, wenn die Stimmung am Arbeitsplatz schlecht ist. Gleichzeitig sieht nur eine Minderheit die Verantwortung dafür beim Chef 

Kollegen lästern, die Team-Konstellation funktioniert einfach nicht oder ein Mitarbeiter lässt die Kollegen ständig im Stich: Fast jeder Arbeitnehmer ist einmal in seinem Berufsleben mit einer solchen Situation konfrontiert. Doch wie reagieren Mitarbeiter auf Spannungen am Arbeitsplatz und wen sehen sie in der Verantwortung, die Situation zu klären? Die Outplacement- und Karriereberatung von Rundstedt hat dies in ihrer jüngsten repräsentativen Talents & Trends-Befragung unter 1.004 Teilnehmern ermittelt.

Schlechte Stimmung – Stressgarant und Motivationsbremse
Unternehmen ...

10.12.2018

Integration von Flüchtlingen an Unis

Refugees (Symbol) QUELLE: pixabay.com

Das Programm »Welcome« erreicht durch die gezielte Ergänzung ehrenamtliche Engagements eine hohe Hebelwirkung und Effizienz. Das schreibt die Bundesregierung in ihrer Antwort auf die Kleine Anfrage der FDP. Mit den Programm unterstützt der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) Flüchtlinge bei der Eingliederung an deutschen Hochschulen.

Das »Welcome-Programm« sei als lernendes und flexibles Programm angelegt, welches durch ein Monitoring begleitet werde. Ungefähr zehn Prozent der sich engagierenden Studenten hätten selbst einen Fluchthintergrund und selbst Welcome-Initiativen durchlaufen. Nun gäben sie ihre Erfahrungen an ihre deutschen und internationalen Kommilitonen weiter. Dies vertiefe ihre Erfahrung sozialer Teilhabe und mache sie zu Multiplikatoren ...

10.12.2018

Ist Digitalisierung nur ein Hype?

Computer (3) QUELLE: pixabay.com

Arbeitnehmer sehen kaum Veränderungen auf sich zukommen 

Die Arbeitswelt wird sich in den kommenden Jahren und Jahrzehnten stark verändern. Während Organisationen und öffentliche Einrichtungen sich bereits seit geraumer Zeit mit den Arbeitsthemen der Zukunft beschäftigen, steht die Sichtweise der Arbeitnehmer oft im Hintergrund. Was wünschen und hoffen Beschäftigte, was motiviert sie und wie lange können oder wollen sie künftig – im Zeitalter des Arbeitskräftemangels - arbeiten?

Diesen Fragen geht erstmals die aktuelle paneuropäische Deloitte-Studie »The Voice of the Workforce« auf den Grund, in deren Rahmen insgesamt über 15.000 Beschäftigte in zehn europäischen Ländern, davon 2.000 in ...

10.12.2018

Studie: Weiterbildung bringt oft wenig für die Karriere

Learning QUELLE: pixabay.com

Kurse und Lehrgänge ohne anerkannten Abschluss fördern den beruflichen Aufstieg nicht 

Weiterbildung und lebenslanges Lernen gelten heute als Patentrezept für den beruflichen Aufstieg. Ihr Ertrag für die Karriere ist jedoch geringer als gedacht. Denn für Beförderungen, ein höheres Einkommen und größere soziale Mobilität bringen Weiterbildungsmaßnahmen meist nur dann etwas, wenn sie zu einem anerkannten beruflichen Abschluss führen. Berufsbegleitende Kurse und Lehrgänge ohne formalen Abschluss haben dagegen einen viel geringeren Effekt auf die Karriere.

Das zeigt eine neue Studie von Martin Ehlert (Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung) und Christian Ebner (Karlsruher Institut für Technologie).

Jedes Jahr nimmt etwa die ...

Bereitgestellt durch:
Logo BildungsSPIEGEL.de

Diese Seite nutzt Tracking-Cookies. Klicken Sie bitte hier für mehr Informationen.

Diese Website speichert Cookies auf Ihrem Gerät und nutzt diese zum Webtracking mit Piwik. Weitere Informationen zu Cookies und zur Deaktivierung des Trackings erhalten Sie auf unserer Datenschutzseite.