Bildungsfreistellung in M-V

Bildungsfreistellung, gelegentlich auch als „Bildungsurlaub“ bezeichnet, ist ein Rechtsanspruch von Beschäftigten gegenüber ihrem Arbeitgeber, an anerkannten Weiterbildungsveranstaltungen teilzunehmen.weiterlesen

 

Was wird gefördert?

Gefördert wird die Teilnahme an anerkannten Bildungsveranstaltungen, die der beruflichen Weiterbildung, der politischen Weiterbildung oder der Qualifizierung für die Wahrnehmung ehrenamtlicher Tätigkeiten dienen.

 

Wer wird gefördert?

Beschäftigte mit Schwerpunkt ihres Arbeits- oder Dienstverhältnisses in Mecklenburg-Vorpommern haben einen Anspruch auf Freistellung zur Teilnahme an anerkannten Weiterbildungsveranstaltungen unter Fortzahlung ihres Arbeitsentgeltes.

Für zu ihrer Berufsausbildung Beschäftigte gilt der Freistellungsanspruch nur hinsichtlich der Teilnahme an Veranstaltungen der politischen Weiterbildung und der Weiterbildung, die zur Wahrnehmung eines Ehrenamtes notwendig ist.

 

Wie wird gefördert?

Der Anspruch auf Freistellung zum Zwecke der Weiterbildung besteht für fünf Arbeitstage innerhalb eines Kalenderjahres. Das Arbeitsentgelt wird während der Teilnahme an der anerkannten Weiterbildungsveranstaltung durch den Arbeitgeber fortgezahlt. Die Kosten für die Veranstaltung, gegebenenfalls für Unterkunft und Verpflegung, sind von den Teilnehmer/-innen selbst zu tragen.

Das Land erstattet Arbeitgebern im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel auf Antrag im Falle der Freistellung für Veranstaltungen der beruflichen Weiterbildung einen pauschalierten Betrag in Höhe von 55 Euro pro Tag der Freistellung und für Veranstaltungen der politischen Weiterbildung und der Qualifizierung für die Wahrnehmung ehrenamtlicher Tätigkeiten einen pauschalierten Betrag in Höhe von 110 Euro pro Tag.

Für die Freistellung von Beschäftigten im öffentlichen Dienst erfolgt keine Erstattungsleistung.

 

Wie ist das Antragsverfahren für Arbeitnehmer/-innen?

Arbeitnehmer/-innen müssen ihren Anspruch auf Bildungsfreistellung bei ihrem Arbeitgeber so früh wie möglich, in der Regel mindestens acht Wochen vor Beginn der Veranstaltung, geltend machen. Dabei ist dem Arbeitgeber der Nachweis über die Anerkennung der Veranstaltung und die Information über Inhalt, Zeitraum und durchführende Einrichtung zu übergeben. Die für diesen Nachweis erforderlichen Bescheinigungen werden von den Bildungseinrichtungen kostenlos ausgestellt.

Des Weiteren sind die Arbeitnehmer/-innen verpflichtet, ihren Arbeitgebern die Teilnahme an der anerkannten Weiterbildungsveranstaltung unverzüglich, spätestens eine Woche nach Beendigung der Veranstaltung, durch Vorlage der Teilnahmebestätigung nachzuweisen. Die Teilnahmebestätigung wird mit der Beendigung der Veranstaltung kostenlos ausgehändigt.

  Teilnahmebestätigung.docx für Arbeitnehmer/-innen

 

Wie ist das Antragsverfahren für Arbeitgeber?

Der Antrag auf Erstattung ist von den Arbeitgebern innerhalb einer Ausschlussfrist von acht Wochen nach Beendigung der Veranstaltung beim Landesamt für Gesundheit und Soziales auf amtlichem Vordruck zu stellen.

  Antrag auf Erstattung.docx für Arbeitgeber
 

  Antrag auf Erstattung.pdf für Arbeitgeber

 

Wo sind anerkannte Weiterbildungsveranstaltungen zu finden?

Anerkannte Weiterbildungsveranstaltungen finden Sie in der Weiterbildungsdatenbank für Mecklenburg-Vorpommern. Die Datenbank wird ständig aktualisiert.

 

Wie beantragen Bildungseinrichtungen die Anerkennung ihrer
Weiterbildungsveranstaltung?

Bildungseinrichtungen stellen den Antrag auf Anerkennung einer Weiterbildungsveranstaltung nach dem BfG M-V über das Online-Antragsportal https://bfgantrag.weiterbildung-mv.de/.

 

Wer ist für die Bildungsfreistellung in Mecklenburg-Vorpommern zuständig?

Die gesetzliche Grundlage für die Bildungsfreistellung in Mecklenburg-Vorpommern bildet das Bildungsfreistellungsgesetz - BfG M-V.

Die zuständige Behörde für die Anerkennung von Weiterbildungsveranstaltungen der Bildungseinrichtungen und die Erstattung an den Arbeitgeber ist das
Landesamt für Gesundheit und Soziales Mecklenburg-Vorpommern.

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