Nachrichten überregional

24.06.2018

Ungleichheit in Europa überwinden: Können die Sozialpartner helfen?

IAQ Forschung

Die EU driftet auseinander. Die Unterschiede zwischen Arm und Reich in Europa nehmen zu und zwar sowohl zwischen auch innerhalb der Länder. Einer der zentralen Gründe ist die abnehmende Tarifbindung. »Die Sozialpartner können die Angleichung der Arbeits- und Lebensbedingungen in der EU nur fördern, wenn sie auch über ausreichende Machtressourcen verfügen«, fordert Prof. Dr. Gerhard Bosch vom Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universität Duisburg-Essen (UDE).

Das ist aber immer weniger der Fall. Die EU und der Internationale Währungsfond haben in die Tarifsysteme eingegriffen, den Mindestlohn in Südeuropa abgesenkt und dadurch die Ungleichheit in Ländern wie Griechenland, Spanien und Portugal aktiv befördert. »In Deutschland hat der Einfluss der Gewerkschaften in den letzten Jahrzehnten deutlich abgenommen und ...

22.06.2018

Damit sich Bildung weiter lohnt: Aus- und Umbaubedarf im Bildungssystem

DIPF5

Bildungsbericht 2018 in Berlin vorgestellt 

Der neue nationale Bildungsbericht »Bildung in Deutschland 2018« hält fest: Bildung wirkt sich nicht nur auf die Erwerbsbeteiligung und das Einkommen positiv aus, sondern auch auf die gesellschaftliche Teilhabe, die Zufriedenheit und die Gesundheit. Zugleich macht der Bericht deutlich, dass aktuelle Trends und Probleme im Bildungssystem steigenden Handlungsbedarf mit sich bringen. Dazu gehören etwa die zunehmende Vielfalt in den Kitas und Schulen sowie eine sich abzeichnende Polarisierung zwischen den Bildungsbenachteiligten und der Leistungsspitze. Verstärkte Investitionen und Koordinationsbemühungen sind notwendig, um diesen Entwicklungen zu begegnen – damit sich Bildung weiter lohnt.

»Bildung ist ein Wert an sich: Dieser Grundsatz bestätigt sich erneut durch die aktuellen Analysen des Bildungsberichts«, sagt Professor Dr. ...

22.06.2018

Aufnahme eines Hochschulstudiums in Deutschland weiterhin sehr attraktiv

DZHW3

Seit fünf Jahren nimmt jährlich mehr als eine halbe Million junger Menschen ein Studium auf. Die hohe Studiennachfrage beruht neben einer steigenden Zahl internationaler Studierender im Wesentlichen auf den veränderten Bildungsentscheidungen der Jugendlichen, die heute häufiger eine Studienberechtigung erwerben und dann ein Studium aufnehmen. Dies schlägt sich in einer hohen Studienanfängerquote von über 50 Prozent nieder.

Dieses starke Hochschulwachstum, aber auch Diversifizierung und Strukturwandel in der Hochschulentwicklung beschreibt der heute veröffentlichte Bildungsbericht 2018 in seinem Hochschulkapitel, welches vom DZHW verfasst wurde.

Hannover/Berlin, den 22.06.2018: Weiterhin zeigen sich in Deutschland ein deutliches Wachstum des Hochschulsystems und zugleich ein Wandel in der Hochschulstruktur. Die Zahl der Hochschulen hat seit Mitte der 1990er Jahre um gut 100 auf jetzt ...

22.06.2018

Zukunft des Hochschulpaktes

Deutscher Bundestag 2

Mit dem laufenden Hochschulpakt 2020 unterstützt der Bund die Länder und Hochschulen bei der Aufnahme zusätzlicher Studienanfänger bei hoher Studienqualität. Eine Untersuchung der Auswirkungen des Hochschulpakts 2020 vom Dezember 2017 bestätigt den Erfolg des Hochschulpakts, schreibt die Bundesregierung in ihrer Antwort auf die Kleine Anfrage von Bündnis 90/Die Grünen. Die Abgeordneten hatten in ihrer Kleinen Anfrage unterstrichen, dass zwar die Grundfinanzierung der außeruniversitären Forschungseinrichtungen über den Pakt für Forschung und Innovation seit 2005 jährlich um mindestens drei Prozent gestiegen sei, die Grundfinanzierung von Universitäten und Fachhochschulen aber stagniere. Die Grünen fordern nicht nur eine Verstetigung des Hochschulpakts, sondern auch eine bessere Ausstattung und regelmäßige Erhöhung.

Aus Sicht der Bundesregierung ist in erster Linie die Erhöhung der ...

22.06.2018

Digitalisierung: Jedes vierte KMU sorgt für IKT-Weiterbildung

IfM

Bei der Beschäftigung von IT-Fachkräften sind die KMU europaweit nur durchschnittlich

Lediglich jedes sechste Unternehmen (17%) in Deutschland mit 10 bis 249 Mitarbeitern beschäftigt eigene Fachkräfte, die auf die modernen Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) spezialisiert sind. Damit liegen die kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) zwar im EU-Durchschnitt – jedoch weit hinter den KMU in Irland (32 %), Belgien (28%) und Ungarn (26 %). Allerdings lässt sich anhand der statistischen Zahlen von Eurostat nicht ablesen, inwiefern die kleinen und mittleren Unternehmen in Deutschland fehlendes spezifisches

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  • 21.06.2018

    Deutschland muss seine Digitalstrategie überdenken

    DIW3

    Deutlicher Nachholbedarf bei Glasfaseranschlüssen – Deutschland bei Gigabitfähigkeit abgehängt – Bisherige Fördermaßnahmen zwar punktuell erfolgreich, aber staatliche Subventionierung allein nicht der Königsweg – Abkehr von Netzneutralität aus ökonomischer Sicht sinnvoll 

    Beim Breitbandausbau hinkt Deutschland seinen selbstgesteckten Zielen, bis Ende des Jahres eine flächendeckende Verfügbarkeit von 50 Megabit-Bandbreiten zu erreichen, weit hinterher. Der Anteil liegt derzeit bei nur 75 Prozent der Haushalte. Eine flächendeckende Versorgung mit gigabitfähiger Technologie ist noch fernere Zukunftsmusik. Staatliche Förderung hilft zwar, wird aber künftig so teuer, dass Alternativen überlegt werden müssen, die mehr Investitionsanreize für Privatunternehmen setzen. Dazu sollte der Regulierungsrahmen angepasst werden. Auch eine Abkehr von der Netzneutralität könnte die Investitionsanreize der Netzbetreiber erhöhen und den Privathaushalten zugutekommen.

    Das sind die ...

    21.06.2018

    Studie: Teilzeitbeschäftigte seltener in Jobs, in denen variabel vergütet wird

    BMAS inqa

    Teamerfolg ist wichtiger als individuelle Leistungen  

    Rund 60 Prozent aller deutschen Betriebe setzen variable Vergütungssysteme für ihre Führungskräfte und Mitarbeiter ein. Dabei erhalten Beschäftigte, die in Teilzeit arbeiten, also zumeist Frauen, seltener einen Bonus. Zudem gewinnen der Unternehmens- und Teamerfolg gegenüber der persönlichen Leistung bei der Vergütung an Bedeutung.

    Dies zeigt der Forschungsmonitor »Variable Vergütungssysteme«, den das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und das Institut für Arbeitsmarktforschung (IAB) im Kontext der Initiative Neue Qualität der Arbeit veröffentlichen. Die Erhebung im Rahmen der repräsentativen Längsschnittstudie »Arbeitsqualität und wirtschaftlicher Erfolg« untersucht den Einsatz von Vergütungssystemen sowie ihre Auswirkung auf die Arbeitsqualität, das Engagement und die Zufriedenheit der Beschäftigten.

    »Die Studie zeigt, dass die Teilzeitfalle oft zur Bonifalle wird. ...

    21.06.2018

    Bleibe-Gespräche mit Mitarbeitern führen

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    Joachim Schoenberger 1 Ein Beitrag aus unserer »Standpunkte«-Reihe von Joachim Schönberger, Stuttgart.

    Zuweilen bekommen Führungskräfte mit, dass ein Leistungsträger das Unternehmen verlassen möchte. Dann empfiehlt es sich, mit dem Mitarbeiter ein Bleibe-Gespräch zu führen. Das ist keine leichte Aufgabe. Hierzu einige Tipps zum Vorbereiten und Führen solcher Gespräche.


    Deuten Warnsignale darauf hin, dass ein wichtiger Mitarbeiter kündigen möchte, sollte sein Chef oder Vorgesetzter ein Bleibe-Gespräch mit ihm führen. Ein solches Gespräch hat drei Ziele:

    1. erkunden, ob die Vermutung richtig ist, dass der Mitarbeiter das Unternehmen verlassen möchte. Und wenn ja:
    2. herausfinden, wie weit sich der Mitarbeiter mental bereits vom Unternehmen entfernt hat und ob er überhaupt noch »zurückgeholt« werden kann. Und erneut, wenn ...

    20.06.2018

    OECD-Länder sollten die Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingen fördern und koordiniert illegale Einwanderung bekämpfen

    OECD5

    Im vergangenen Jahr kamen zum ersten Mal seit 2011 etwas weniger Einwanderer in die OECD-Länder. Wurden 2016 noch rund 5,3 Millionen dauerhafte Migranten registriert, so waren es 2017 nur rund 5 Millionen. Diese Entwicklung ist vor allem auf einen erheblichen Rückgang bei den Asylanträgen zurückzuführen. 2017 wurden 1,2 Millionen Asylbewerber registriert, 2016 waren es noch 1,6 Millionen.

    Dies geht aus der aktuellen Ausgabe des Internationalen Migrationsausblicks der OECD hervor, die heute vorgestellt wurde.

    Dem Bericht zufolge wurde nur etwa die Hälfte der Asylanträge in Europa registriert. Ein sehr großer Anstieg war in den Vereinigten Staaten (+ 26%), Australien (+ 29%) und Kanada (+ 112%) zu verzeichnen. Derzeit leben in den OECD-Ländern rund 6,4 Millionen Flüchtlinge, mehr ...

    20.06.2018

    OECD-Länder müssen soziale Mobilität stärker fördern

    OECD5

    Während seit den 1990er Jahren Einkommensungleichheit OECD-weit stetig zugenommen hat, ist auch die soziale Mobilität im OECD-Raum ins Stocken geraten. Wenn es Menschen am unteren Ende der Einkommensverteilung nicht mehr nach oben schaffen können, kann dies schwerwiegende soziale, wirtschaftliche und politische Konsequenzen haben. Dies geht aus dem OECD-Bericht »A Broken Social Elevator? How to Promote Social Mobility« hervor, der am 15. Juni 2018 veröffentlicht wurde.

    Um die Dynamik der sozialen Mobilität über Generationen hinweg zu verdeutlichen, illustriert der Bericht anhand des gegenwärtigen Ungleichheitsniveaus und der generationenübergreifenden Einkommensmobilität in einer Modellrechnung, dass es in den untersuchten Ländern durchschnittlich etwa fünf Generationen dauert, ehe die Nachkommen einer armen Familie das Durchschnittseinkommen erreichen können. Die untersuchten Länder weisen hier ...

    20.06.2018

    Flexible Arbeitszeitgestaltung wird immer wichtiger

    IAB4

    Arbeitszeitkonten in Betrieben und Verwaltungen: Mehr als die Hälfte der Beschäftigten hat ein Arbeitszeitkonto 

    Seit 1999 ist der Anteil der Beschäftigten mit einem Arbeitszeitkonto um 21 auf 56 Prozent gestiegen. Der Anteil der Betriebe mit Arbeitszeitkonten hat sich um 17 auf 35 Prozent erhöht. Besonders häufig werden Konten mit einem kürzeren Ausgleichzeitraum genutzt. Langzeitkonten bleiben weiterhin die Ausnahme. Das geht aus einer am Dienstag erschienenen Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor.

    Bei zwei von zehn Betrieben, die Arbeitszeitkonten führen, beträgt der Ausgleichszeitraum maximal ein halbes Jahr. Bei vier von zehn Betrieben müssen die Zeitguthaben oder -schulden innerhalb eines Zeitraums zwischen einem halben und einem Jahr ausgeglichen werden bzw. darf an einem Stichtag ...

    20.06.2018

    Saarland: Zukunftsbündnis Fachkräfte beschließt neues zielgruppenorientiertes Aktionsprogramm

    Saarland 4

    »Unser Ziel ist einfach zu beschreiben: Wir wollen keine Digitalisierungsverlierer«. Das sagte Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger, als sie am Dienstag, 19. Juni, vor der Landespressekonferenz das neue saarländische Aktionsprogramm zur beruflichen Qualifizierung vorstellte. Dieses wurde von den Partnern des Zukunftsbündnisses Fachkräfte Saar (ZFS) gemeinsam vorbereitet und soll unmittelbar in die Umsetzung gehen.

    »Unser Programm ist ein weiterer Baustein zur Fachkräftesicherung. Wir richten damit das Hauptaugenmerk auf diejenigen, die geringer qualifiziert oder schon ein bisschen älter sind. Auch ihnen müssen wir Perspektiven bieten, weil sie zur Deckung des regionalen Fachkräftebedarfs einen substanziellen Beitrag leisten können«, so die Ministerin. Darüber hinaus gebe es eine sozialpolitische Verantwortung, dies sei Konsens aller ZFS- Partner.

    An der Erstellung des Aktionsprogramms haben ...

    19.06.2018

    Prüfungsabbrecher: Uni Hohenheim nimmt Stellung zu Presseberichten

    Uni Hohenheim 2

    Gestern hatte die Süddeutsche Zeitung von einer hohen Zahl von Prüfungsabbrechern an der Universität Hohenheim und über zweifelhafte Atteste berichtet (siehe Links am Ende des Artikels). Die Uni nahm inzwischen zu diesen Vorgängen Stellung. Wir geben diese Erklärung hier im Folgenden wieder.

    • Universität Hohenheim erkennt 33 Krankmeldungen von Prüfungsabbrechern nicht an
    • Weitere Krankmeldungen zur Zeit noch in Untersuchung
    • Wegen des hohen Lärmpegels durch Prüfungsabbrecher können die Prüfungsteilnehmer, die ihre Prüfung nicht abgebrochen haben, die Prüfung wiederholen

    Rund 150.000 Prüfungen nimmt die Universität Hohenheim in Stuttgart jährlich von ihren rund 10.000 Studierenden ab. Bei einer solchen Prüfung am 23. Mai 2018 mit 202 Teilnehmerinnen und Teilnehmern brachen 48 Studierende die bereits begonnene Prüfung ab. ...

    19.06.2018

    Welche Fähigkeiten brauchen wir für die Arbeitswelt 4.0?

    McKinsey2

    Studie: Nachfrage nach technischem Fachwissen wird dramatisch steigen – Weitere Automatisierung verlangt zugleich mehr Sozialkompetenzen und Kreativität – In Deutschland künftig immer weniger Jobs mit händischen oder motorischen Fertigkeiten  

    Automatisierung und künstliche Intelligenz werden den Arbeitsalltag und die dafür benötigten Fähigkeiten dramatisch verändern. Bis 2030 wird der Anteil der Arbeit, der technisches Wissen voraussetzt, um bis zu 55% steigen, während immer weniger händische oder motorische Fertigkeiten benötigt werden (minus 14%). Gleichzeitig werden soziale und emotionale Kompetenzen an Bedeutung gewinnen. Der Anteil der Arbeitszeit, der diese Fähigkeiten erfordert, wird bis 2030 um rund 24% zunehmen.

    Dies sind die zentralen Ergebnisse einer neuen Studie, die das McKinsey Global Institute (MGI) unter dem Titel

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