Nachrichten überregional

23.08.2017

Reiche Deutsche: Geerbtes und geschenktes Vermögen 2016 auf 108,8 Milliarden Euro gestiegen

destatis

Die von den Finanzverwaltungen veranlagten Vermögensübertragungen aufgrund von Erbschaften und Schenkungen sind im Jahr 2016 auf 108,8 Milliarden Euro gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, erreichten sie nach einem Rückgang von 6,2 % im Jahr 2015 wieder den Höchststand des Jahres 2014. Die steuerpflichtigen Erwerbe insgesamt erhöhten sich im Jahr 2016 gegenüber dem Vorjahr um 7,7 % auf 37,7 Milliarden Euro. Gegenüber dem Jahr 2014 betrug der Anstieg sogar 11,7 %. Die Erbschaft- und Schenkungsteuer wurde im Jahr 2016 auf 6,8 Milliarden Euro (+ 24,6 % gegenüber 2015) festgesetzt und stieg damit das vierte Jahr in Folge.

ErbSchenkungsSTEUER Unterschiede gab es in der Entwicklung bei den Erbschaften und bei den Schenkungen. Durch Erbschaften ...

23.08.2017

Rheinland-Pfalz soll starkes MINT-Land werden

Land Rhld Pfalz

Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) sind Bereiche, in denen Nachwuchskräfte gesucht werden und in denen Frauen noch immer unterrepräsentiert sind. Das will Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig ändern. »Rheinland-Pfalz soll ein starkes MINT-Land werden. Deshalb haben wir uns entschlossen, die Entwicklung von MINT-Regionen in Rheinland-Pfalz voranzutreiben und nachhaltig zu unterstützen. Im kommenden Jahr wird dazu eine neue MINT-Geschäftsstelle ihre Arbeit aufnehmen, einen Förderwettbewerb für MINT-Regionen durchführen und diese dann eng beraten und begleiten. Finanziert wird die Geschäftsstelle zu gleichen Teilen durch die rheinland-pfälzischen Ministerien für Wirtschaft, Wissenschaft und Bildung. Dafür stehen bis 2021 pro Jahr 120.000 Euro zur Verfügung«. Das kündigte Stefanie Hubig am 22. August 2017 beim 2. Runden Tisch der MINT-Initiative an der Hochschule ...

23.08.2017

Große Betriebe haben im Wettbewerb um Fachkräfte oft die Nase vorn

IAB4

Jede dritte Stelle wird über persönliche Kontakte besetzt 

2 Prozent aller Neueinstellungen kommen über die Nutzung persönlicher Kontakte zustande. Bei Kleinbetrieben beträgt der Anteil sogar 47 Prozent. Das geht aus der IAB-Stellenerhebung hervor, einer regelmäßigen Betriebsbefragung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).

Internet-Jobbörsen, darunter die Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit, bringen Arbeitgeber und neue Mitarbeiter bei 21 Prozent der Neueinstellungen zusammen. Elf Prozent der Stellenbesetzungen kommen über Stellenausschreibungen auf der eigenen Homepage zustande. Zehn Prozent der Stellen werden über Stellenangebote in Zeitungen oder Zeitschriften besetzt, ebenfalls zehn Prozent über Initiativbewerbungen oder Bewerberlisten. Die Vermittlungsdienste, die die Bundesagentur für Arbeit über die Jobbörse hinaus anbietet, führen bei fünf Prozent der Neueinstellungen zur Stellenbesetzung. Auf private ...

23.08.2017

Erwartungen an Ausbildungsbetrieb: Sicherheit und gutes Betriebsklima statt Smartphone

BIBB4

Was sich Jugendliche von ihrem Ausbildungsbetrieb wünschen 

Bei ihren Wünschen an einen künftigen Ausbildungsbetrieb zeigen sich Jugendliche insgesamt konservativ. Es geht ihnen an erster Stelle um das Potenzial des Betriebs als langfristiger Arbeitgeber. Dies zeigt sich vor allem in einem positiven Betriebsklima und guten Übernahmechancen auf einen sicheren Arbeitsplatz. Dies sind Ergebnisse einer Ende 2016 durchgeführten schriftlichen Repräsentativbefragung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) und der Bundesagentur für Arbeit (BA) von rund 2.000 Ausbildungsstellenbewerberinnen und -bewerbern.

Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen legen zudem großen Wert auf günstige Rahmenbedingungen während der Ausbildung. Hierunter fällt für sie zum Beispiel die leichte Erreichbarkeit des Betriebs. Auch ein gutes Image des Betriebs ist von großer Bedeutung. Die Jugendlichen schließen daraus, so ...

22.08.2017

Langzeitarbeitslose aus Sicht von Personalern: Geringere Motivation gilt als Hauptproblem

IZA3

Personalentscheider werten eine in der Bewerbung angegebene längere Arbeitslosigkeit als »Signal für geringere Motivation«. Das ist der zentrale Befund einer Studie, die das Bonner Institut zur Zukunft der Arbeit (IZA) im Juli veröffentlicht hat. Ein belgisches Forscherteam hatte 219 Personaler jeweils fünf fiktive Bewerbungen beurteilen lassen, die sich unter anderem in der Dauer der vorangegangenen Arbeitslosigkeit unterschieden. Neben den potenziellen Jobchancen der Bewerbenden wurden auch deren persönliche Eigenschaften und Fähigkeiten eingeschätzt.

Mit zunehmender Arbeitslosigkeitsdauer sinken in der Regel die Erfolgsaussichten bei der Stellensuche. Zu den Gründen zählen einerseits unzureichende oder entwertete Qualifikationen. Andererseits scheitern auch qualifizierte Bewerbende häufig an der ersten Hürde, überhaupt zum Vorstellungsgespräch eingeladen werden. Nach der Analyse der Forscher ist die mutmaßlich geringere Motivation von Langzeitarbeitslosen hier das ausschlaggebende Kriterium. In dem Experiment wurden den fiktiven Langzeitarbeitslosen außerdem geringere kognitive und soziale Kompetenzen sowie Probleme im Umgang mit neuen Technologien und eine geringere Lernfähigkeit ...

22.08.2017

Digitalisierung: Wo die Bundesrepublik aufholen kann

McKinsey2

Studie: Trotz guter Ausgangsposition Nachholbedarf bei den Themen künstliche Intelligenz, Arbeitsmarkt und öffentliche Verwaltung – Zehn-Punkte-Plan für Politik und Wirtschaft 

Künstliche IntelligenzTrotz seiner aktuell hervorragenden wirtschaftlichen Ausgangslage hat Deutschland bei der Digitalisierung Nachholbedarf: Das Land schöpft erst zehn Prozent seines »digitalen Potenzials« aus – also den maximal möglichen Nutzen aus der Digitalisierung in führenden Sektoren. Bei der künstlichen Intelligenz sind Deutschland und Europa gegenüber China und den USA im Hintertreffen. Dabei könnte die Produktivitätssteigerung, die sich aus der zügigen Einführung neuer Automatisierungstechnik ergibt, das jährliche Wachstum des deutschen BIP pro Kopf bis 2030 um bis zu 2,4 Prozentpunkte erhöhen. Für jeden Einwohner bedeutete das ein BIP-Plus von 15.750 EUR. Dieses Wachstum könnte die Einbußen von ...

22.08.2017

Was hält Europa zusammen?

Friedrich Ebert Stiftung

Die EU nach dem Brexit. Eine repräsentative Acht-Länder-Studie der FES
Trotz Brexit, Trump und Krisen: 60 Prozent der EU-Bürger wollen mehr Zusammenarbeit in Europa – in Deutschland sind es sogar 80 Prozent

»Die Bürgerinnen und Bürger sind viel weiter als wir denken und haben eine klare Vorstellung davon, was wir in Europa erreichen können und was nicht. Was wir brauchen, ist eine Europa-Debatte die sich an den Sorgen und Wünschen der Menschen orientiert. Dies begründet Zuversicht und stellt zugleich eine große Herausforderung an die Politik dar,« so Kurt Beck, Vorsitzender der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES), zu den Ergebnissen der am 17. August 2017 vorgestellten repräsentativen Studie.

Laut Studie trägt die Entscheidung der Briten, die EU ...

21.08.2017

14 Prozent der Erwerbstätigen nutzen öffentliche Verkehrsmittel

destatis

Im Jahr 2016 fuhren rund 14 % der Erwerbstätigen regelmäßig mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) auf Basis von Ergebnissen des Mikrozensus mitteilt, hat sich der Anteil damit seit dem Jahr 2000 (13 %) nur geringfügig erhöht.

Nach wie vor ist das Auto das wichtigste Beförderungsmittel für Berufspendlerinnen und -pendler. 68 % nutzten im Jahr 2016 den PKW. Im Jahr 2000 hatte der Anteil mit 67 % nur geringfügig niedriger gelegen.

Auch auf Kurzstrecken bis unter fünf Kilometer spielen Busse und Bahnen keine große Rolle (8 %). Die Wahl fällt für 40 % der Erwerbstätigen auf das Auto. Kleinere Wegstrecken werden von 28 % der Berufstätigen zu Fuß zurückgelegt. Fast jeder Vierte ...

21.08.2017

Wirksamkeit von Erasmus+ auf dem Prüfstand

ERASMUS plus2 Bericht zur Halbzeitevaluation von Erasmus+ in Deutschland veröffentlicht    In 2017 haben die Europäische Kommission und die Mitgliedstaaten eine Zwischenbilanz über die Wirkung von Erasmus+ gezogen. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und das Sekretariat der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland (KMK) haben nun den nationalen Bericht zu dieser Halbzeitevaluation veröffentlicht.

In dem Bericht stellen sie fest, dass Erasmus+ insbesondere in folgenden Bereichen wirkt:

  • Verbesserung der Schlüsselkompetenzen
  • Verbesserung des Sprachunterrichts
  • Erlernen von Sprachen
  • Förderung der Lernmobilität
  • Förderung von bürgerschaftlichem, interkulturellem und sozialem Engagement
  • Weiterentwicklung persönlicher Kompetenzen

In den Bereichen berufliche Bildung und Erwachsenenbildung bestätigen alle vorliegenden Evaluationen und Berichte, dass mobile ...

18.08.2017

Landesarbeitsgericht Baden-Württemberg zur »politischen Weiterbildung«

LAG Baden Wuerttemberg

Der Begriff der »politischen Weiterbildung« im Bildungszeitgesetz Baden-Württemberg ist weit auszulegen  

Die Parteien streiten über einen Anspruch des Klägers auf bezahlte Freistellung nach dem Bildungszeitgesetz Baden-Württemberg (BzG BW).

Der Kläger ist als Verfahrensmechaniker langjährig bei der Beklagten tätig, die in Alfdorf Sicherheitstechnik für die Automobilindustrie herstellt und ca. 1600 Personen beschäftigt. Der Kläger hat 2016 bei der Beklagten beantragt, zum Zwecke der Teilnahme an der Bildungsmaßnahme »Arbeitnehmer(innen) in Betrieb, Wirtschaft und Gesellschaft« im Zeitraum vom 25. bis 30. September 2016 nach dem BzG BW freigestellt zu werden. Das Seminar führte das Bildungszentrum der IG Metall in Lohr-Bad Orb durch.

Die Beklagte hat den Antrag auf Bildungszeit mit der Begründung abgelehnt, dass die Bildungsmaßnahme den Anforderungen des ...

18.08.2017

AK Österreich: Weiterbildung wird zu wenig unterstützt

AK Portal

Arbeiterkammer fordert zahlreiche Besserstellungen 

Investitionen in die Weiterbildung rechnen sich sowohl für die Unternehmen als auch für die Beschäftigten. Die Arbeitnehmer/-innen in Oberösterreich leisten viel für ihre Weiterbildung. Doch die Unterstützung durch die Arbeitgeber/-innen und das Land lässt sehr zu wünschen übrig. Das beweisen Daten und Fakten, auf die die AK jetzt hinweist. »Wir fordern zahlreiche rechtliche und finanzielle Besserstellungen für die Beschäftigten, die sich weiterbilden wollen«, sagt AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer. »Hier nichts tun heißt an der Zukunft sparen!«

Zwar sind 87 Prozent aller österreichischen Unternehmen des Produktions- und Dienstleistungssektors ab zehn Beschäftigten weiterbildungsaktiv, finanzieren also Weiterbildungsmaßnahmen von Mitarbeitern/-innen. Damit scheint Österreich im internationalen Vergleich gemeinsam mit Ländern wie Schweden Spitzenreiter zu sein. Beim Anteil ...

18.08.2017

Bildungsmonitor 2017: Fortschritt der Länder stagniert

Bildungsmonitor 2017

Wo stehen die Bundesländer beim Bildungscheck? - INSM fordert zusätzliche Bildungsinvestitionen in Höhe von 12 Milliarden Euro  

Die Fortschritte der Länder bei der Stärkung der Leistungsfähigkeit ihrer Bildungssysteme haben deutlich nachgelassen. Im Durchschnitt haben sich die Bundesländer seit dem Bildungsmonitor 2013 pro Jahr nur noch um 0,7 Punkte verbessert. Zum Vergleich: Zwischen dem Bildungsmonitor 2010 und 2013 war der jährliche Fortschritt im Durchschnitt mit 2,6 Punkten fast viermal so groß, im Zeitraum davor sogar noch größer.

Die leistungsfähigsten Bildungssysteme haben im Bildungsmonitor 2017 Sachsen, Thüringen, Bayern und Baden-Württemberg, gefolgt von Hamburg und dem Saarland. Am stärksten konnte in den zurückliegenden Jahren das Saarland zulegen. Die Bildungsausgaben je Schüler wurden im Saarland deutlich erhöht, die Betreuungsrelationen ...

18.08.2017

Strategien und Chancen für Berufsschulen

BIBB4

BIBB sichtet Berufsschulkonzepte im bundesweiten Vergleich

Demografischer Wandel, die fortschreitende Digitalisierung der Arbeitswelt, der Trend zu höheren Schulabschlüssen sowie eine zunehmend heterogene Schülerschaft: Diesen vielfältigen Herausforderungen hat sich die duale Berufsausbildung zu stellen – und die Berufsschule mit ihr. Grund genug für das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB), zum Lernort Berufsschule eine Sichtung der aktuellen Situation und der unterschiedlichen Herangehensweisen in den Bundesländern sowie einen bundesweiten Vergleich vorzunehmen.

Als wichtige Punkte zeigen sich dabei insbesondere zwei Bereiche: Die Rekrutierung und Aus- und Weiterbildung des Lehrpersonals sowie die Notwendigkeit einer intensiven Lernortkooperation, also einer guten Abstimmung zwischen den beiden Lernorten Betrieb und Berufsschule.

Die BIBB-Untersuchung beruht auf vorhandenen Daten, Literaturrecherchen, Sekundäranalysen und Fallstudien mit Expertinnen- und Experteninterviews ...

18.08.2017

Niedersachsen tritt für kostenfreie Meisterausbildung ein

Land Niedersachsen2

Wirtschaftsminister Olaf Lies: »Die Meisterausbildung muss endlich kostenfrei werden« - Duale Ausbildung ist Fundament des Wirtschaftlichen Erfolges 

Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies hat den gestrigen Landtagsbeschluss zur Kostenbefreiung von beruflichen Aufstiegsqualifikationen ausdrücklich begrüßt: »Die berufliche Bildung und auch die Aufstiegsfortbildungen wie Meister oder Techniker haben für die Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit sowie die Fachkräftesicherung der Wirtschaft einen riesigen Stellenwert. Deshalb werbe ich seit Jahren aktiv für die Meisterausbildung. Die hohen Meisterkurs- und Prüfungsgebühren von oft weit über 10.000 Euro wirken für viele junge Menschen jedoch abschreckend. Deswegen ist es mein Ziel, die Meisterschülerinnen und -schüler komplett und möglichst unbürokratisch von den Kurskosten zu entlasten. Der heute fraktionsübergreifend beschlossene Antrag ist ein starkes Signal aus Niedersachsen, das ich nutzen ...

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