Hauptschulabschluss und soz. päd. Betreuung mit individuellem Eintritt

Inhalt/Beschreibung

Die aufgeführten Unterrichtsinhalte orientieren sich an den Rahmenlehrplänen des Landes Mecklenburg - Vorpommern zur Erreichung der Berufsbildungsreife. Die Auswahl der notwendigen Fächer ist durch die „Verordnung zur Nichtschülerprüfung zum Erwerb der Berufsreife“ des Landes vorgegeben. Die Förderung in den grundlegenden (zu prüfenden Fächern) erfolgt ergänzend dem Regelunterricht, entsprechend dem Bedarf der Teilnehmer kontinuierlich während der gesamten Dauer des Kurses.

Schulwissen

Die Verordnung sieht folgende (zu prüfende) Fächer zur Erreichung der Berufsreife vor:

  • Mathematik (schriftlich, zentrale Prüfung)
  • Deutsch (schriftlich, zentrale Prüfung)
  • Sozialkunde oder Geschichte oder Geografie
  • Biologie oder Chemie oder Physik
  • Arbeit – Wirtschaft – Technik

Berufsfachliche Inhalte

Diese Bausteine dienen dazu, den Erwerb der Berufsreife zu unterstützen, zusätzliches Know-Hows im Bereich der Schlüsselqualifikationen zu trainieren und die Integration in den Arbeitsmarkt zu forcieren.

  • Potentialanalyse und Profiling ermöglicht Aussagen zu jedem Teilnehmenden zu seinen praktischen und theoretischen Stärken sowie dem schulischen Wissensstand
  • Bewerbercoaching
  • Berufswegefindung
  • Arbeitswelt – duale Ausbildung, Arbeitsrecht, Arbeitsschutz, Arbeitstechniken, Methodentraining, Zeitmanagement, Erwartungen der Arbeitgeber

Sozialpädagogische Unterstützung und Begleitung

Ziel der sozialpädagogischen Unterstützung und Begleitung ist die Herstellung der individuellen Grundstabilität bei Problemlagen sowie eines positiven Lern- und Arbeitsverhaltens der Teilnehmenden. Damit dient sie der Beseitigung von Lernhemmnissen und der Entwicklung einer persönlichen Handlungskompetenz zur Erreichung des Maßnahme Zieles. Die sozialpädagogische Betreuung ist am individuellen Bedarf des Teilnehmenden orientiert.

Die sozialpädagogische Betreuung umfasst mindestens:

  • das Angebot regelmäßiger Sprechstunden,
  • eine entwicklungsfördernde Beratung und Begleitung,
  • Einzelfallhilfe bei Problemlagen,
  • Alltagshilfen/Lebenspraktisches Lernen
  • Zusammenarbeit mit dem in der Maßnahme eingesetzten Personal,
  • Zusammenarbeit mit den Netzwerkpartnern.

Bereits bei Einstieg in die Maßnahme steht dem Teilnehmenden ein pädagogischer Mitarbeitender als fester Ansprechpartner zur Seite. Dieser begleitet den gesamten individuellen Verlauf. Das kalkulierte Angebot von durchschnittlich zwei Wochenstunden in der Antragsmaßnahme sieht eine entwicklungsfördernde Einzelfallhilfe vor.

Durch Vertrauensaufbau, Informationsvermittlung, Ermittlung des Förder- und Hilfebedarfs, Intervention, Hilfe beim Aufbau von sozialen Netzwerken, Krisenintervention, etc. sollen individuelle Unterstützungsleistungen für die Teilnehmenden bei speziellen, in der Person, beziehungsweise im persönlichen Umfeld liegenden Problemen, die den Lernprozess erschweren, erbracht werden. Zudem wird der Ansatz verfolgt, durch handlungsorientierte Lernprozesse eine hohe Beteiligungs- und Mitgestaltungsmöglichkeit zu ermöglichen. Partizipation ist eine zentrale Voraussetzung dafür, dass Teilnehmende sich mit dem, was sie tun sollen, identifizieren und Verantwortung übernehmen.

Dies fördert die Eigenverantwortung, eine Forderung, die nahezu in jedem Berufsfeld an qualifizierte Mitarbeitende gestellt wird. Die Transparenz der individuellen Zielvereinbarung, die regelmäßige Kommunikation sowie die Mitgestaltung der Teilschritte im individuellen Case Management bestärken die Veränderungsbereitschaft des Teilnehmenden. 

Lernziel

Das Angebot verfolgt die Ziele:

  • Vermittlung von schulischem Wissen
  • Erwerb der Berufsreife (ehemals Hauptschulabschluss) durch die Vorbereitung auf die externe Nichtschülerprüfung, gemäß der „Verordnung zur Durchführung der externen Nichtschülerprüfung des Landes Mecklenburg – Vorpommern“ (Fassung 2017).
  • Stabilisierung der Gesamtsituation im Teilnehmenden Umfeld,
  • Hinführung zum ausbildungs- und berufsbezogenen Arbeitsmarkt durch berufsfachlichen Unterricht und der Option des Produktionsschulbesuches, jedoch unter Maßgabe einer klaren wirtschaftlichen Abgrenzung,
  • die Förderung der Motivation zur Aufnahme einer Ausbildung.

Ziel ist die Entwicklung einer beruflichen und persönlichen Perspektive, die den Übergang in ein Ausbildungsverhältnis und mittelfristig zu einer dauerhaften beruflichen Eingliederung nach erfolgreicher Schulabschlussprüfung führt. Dieses Ziel soll neben der Vermittlung der prüfungsrelevanten Lerninhalte durch die Auseinandersetzung mit dem Thema Ausbildung, Arbeit und Beruf und durch intensive sozialpädagogische Begleitung erreicht werden.

Am Ende des Angebotes ist der Teilnehmende im Besitz der Berufsreife (Hauptschulabschluss) und zur Aufnahme einer Ausbildung bereit und befähigt. Er erhält ein entsprechendes Zeugnis durch das zuständige Staatliche Schulamt. Das CJD Nord verwendet dazu einen ganzheitlichen pädagogischen Ansatz, der alle Aspekte der modernen Erwachsenenbildung berücksichtigt, sich an der Lebenswelt und der persönlichen Lage orientiert und entsprechend den vorhandenen beruflichen und persönlichen Kompetenzen fördert. Über die schulischen Inhalte hinaus, sollen persönliche Interessen und berufliche Vorstellungen und Präferenzen berücksichtigt werden. Bereits erworbene Kompetenzen und individuelle Begabungen werden entwickelt und gefördert.

Fachliche Zugangsvoraussetzungen

keine Einschränkungen

Gesundheitliche Zugangsvoraussetzungen

keine Einschränkungen


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Technische Zugangsvoraussetzungen

keine Einschränkungen

Zeitmuster
Vollzeit
Lehr- und Lernform
Präsenzveranstaltung
Abschlussart
Staatlich anerkannter Abschluss
Nähere Bezeichnung des Abschlusses
Hauptschulabschluß
Voraussichtliche Dauer
33 Woche(n)
Termin
Termine auf Anfrage
Bemerkungen zum Termin
Der Einstieg in die Maßnahme ist flexibel. Die Prüfungen werden zentral von den Staatlichen Schulämtern abgenommen und genehmigt. Ein Einstieg bis Ende Dezember ist in der Regel möglich. Ab Januar müssen ausreichend Vorkenntnisse vorhanden sein, um an den schriftlichen Prüfungen im Mai und den mündlichen Prüfungen im Juni/Juli aussichtsreich teilnehmen zu können. Eine Zulassung zur Prüfung im Folgejahr ist allerdings immer möglich.
Mindest­teilnehmer­anzahl
1
Maximale Teilnehmerzahl
12
Teilnahmegebühr
0,00 €

Eine Förderung der Angebotsteilnahme erfolgt über Bildungsgutscheine nach § 81 SGB III, ausgestellt durch die regionalen Arbeitsagenturen oder Jobcenter.

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Fördermöglichkeiten
Weitere Informationen im Internet
Themengebiet
Schulabschluss nachholen

Bildungsanbieter

CJD Nord

Internet
https://www.cjd-nord.de
Bildungsanbieter-Infos
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Kontakt

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Leiterin Produktionsschule Müritz

Telefon
0160 1440017
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Andrea Greiner-Jean

Leiterin Produktionsschule Vorpommern-Greifswald / Wolgast

Telefon
0151 40639090
Internet
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Christiane Hoppe

Leiterin Produktionsschule Vorpommern-Greifswald / Torgelow

Telefon
0151 406 381 23
Internet
https://www.cjd-nord.de

Marcus Beger

Leiter Produktionsschule Vorpommern-Rügen

Telefon
03831 306788-0
Internet
https://www.cjd-nord.de
Staatlich anerkannte Einrichtung nach dem Weiter­bildungs­förderungs­gesetz Mecklenburg-Vorpommern
anerkanntes Qualitätsmanagementsystem
Trägerzulassung nach AZAV

Veranstaltungsort

CJD Nord

Besucheranschrift
Am Kanal 1
17166 Dahmen
Deutschland
Hinweise
Waren (Müritz), Wolgast, Torgelow, Stralsund
Telefon
039933-739821
Fax
039933-739819
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Kurs aktualisiert am 22.03.2024, Datenbank-ID 00342397

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