Achtzig Jahre wiedereröffnete vhs in M-V – Ein Jubiläum mit angezogener Handbremse

Schwerin. Die acht Volkshochschulen in Mecklenburg-Vorpommern feiern ein beeindruckendes Jubiläum:

Vor genau achtzig Jahren wurden die ersten Volkshochschulen im Land am 27. Mai 1946 wiedereröffnet. Das ist nur ein Teil ihrer Geschichte, denn bereits vor der Unterbrechung durch den Krieg gab es Volkshochschulen – 1919 ist der offizielle Startpunkt ihres Weges.

Die Volkshochschulen begehen landesweit mit Veranstaltungen ihren runden Geburtstag. Das Angebot reicht dabei vom Festvortrag mit Dr. Jakob Schwichtenberg zum skandalträchtigen Streit zwischen Adam Scharrer und vhs-Gründer Ehm Welk in der vhs Schwerin über Aktionsstände beim „Fest der Generationen“ im Zoo Stralsund oder der Fußgängerzone in Wismar bis zu einer Podiumsdiskussion über das Neutralitätsgebot in Neubrandenburg.

„Gleichzeitig wollen und müssen wir unser Jubiläum dazu nutzen, auf die aktuelle Situation der vhs im Land aufmerksam zu machen. Die seit mehr als zwanzig Jahren nicht erhöhte Förderung durch das Land bremst die Arbeit vor Ort zu Lasten der Bürgerinnen und Bürger aus“, sagt Verbandsdirektorin Maren Jakobi. Volkshochschule biete Grundversorgung mit Bildung in allen Lebensphasen und im ganzen Bundesland, und zwar vom Gesundheitserhalt bis hin zu sicherer KI-Anwendung, vom Zweiten Bildungsweg bis zur Fortbildung für pädagogisches Personal. Die Volkshochschulen als geländegängige Allrounder blieben jedoch mit der aktuellen Landesförderung von 1,53 Euro je Einwohner hinter dem Bundesschnitt abgehängt zurück.

Eine bestimmte Gruppe soll aber trotz finanzieller Engpässe gewürdigt werden: „Wir wollen uns bei aktiven und ehemaligen Kursleitenden bedanken, denn ohne sie funktioniert vhs nicht“, sagt Jörg-Otto Czimczik, Leiter der vhs Rostock, die sich deshalb mit einem Alumni-Nachmittag beteiligt. Die vhs Vorpommern-Greifswald geht dabei ebenfalls mit gutem Beispiel voran: „Im Jubiläumsjahr laden wir Dozierende zu einem Fest der Begegnung ein, um die Erfolgsgeschichte unserer vhs zu feiern und gemeinsam neue Impulse zu setzen“, sagt Marlen Amtsberg, Leiterin der vhs Vorpommern-Greifswald. Die Einrichtungen vor Ort bieten Räume für den persönlichen Austausch und machen deutlich, wie wichtig die Kursleitungen für unser Bildungsangebot sind.

Der Landesverband der Volkshochschulen koordiniert daher im Jubiläumsjahr auch insgesamt zehn Veranstaltungen für Kursleitende und wirbt ab Mitte Mai in den sozialen Medien und auf Veranstaltungen mit „Mach, was du liebst“ dafür, Kursleitung zu werden. Denn genau unter diesem Motto funktioniere vhs laut Jakobi – von Menschen für Menschen, mit viel Leidenschaft, Engagement und persönlicher Begegnung.


veröffentlicht auf weiterbildung-mv.de
12.05.2026

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