Volkshochschulverband M-V begrüßt Erstunterzeichnung der „Allianz gegen Einsamkeit"
Ein Volkshochschul-Kurs als Ankerpunkt.
Von Seniorengruppen über die "Plauderbank" bis zum Kochkurs: Die Volkshochschulen im Bundesland bieten gezielt Kurse für Menschen an, die besonders häufig einsam sind. "Nicht alle Kurse tragen explizit ein Label zur Einsamkeitsprävention, denn wir wissen, dass auch der wöchentliche Yogakurstermin zu mehr Gemeinschaftsgefühl beiträgt", erklärt Verbandsdirektorin Maren Jakobi dazu. Deswegen begrüßt der vhs-Verband den Beitritt Mecklenburg-Vorpommerns zur Allianz gegen Einsamkeit. Aus Sicht des Verbandes benötige das Thema deutlich mehr Aufmerksamkeit – die non-formale Bildung an der Volkshochschule vor Ort liefere einen wichtigen und häufig unterschätzten Beitrag als Ankerpunkt und sei damit ein zentraler Baustein für psychosoziale Gesundheit.
Menschen finden in den Volkshochschulen eine seriöse Anlaufstelle mit kontinuierlichem und breit gefächertem Angebot. Gerade im ländlichen Raum sind die Volkshochschulen, auch durch ihre Markenbekanntheit, mit mehr 23 Haupt- und Arbeitsstellen und mehreren Hundert Kursorten für die Bevölkerung präsent. Mehr als 120.000 Unterrichtseinheiten brachten im zurückliegenden Jahr Menschen in der vhs zusammen: „Oft steht ein direktes Ziel, z. B. Gesunderhaltung, im Vordergrund. Die Volkshochschule als Ort der Gemeinschaft ist aber für uns eine übergeordnete Klammer, die in den aktuellen Herausforderungen wie der Gefährdung der psychischen Gesundheit immer relevanter wird“, so Jakobi weiter. Sie appelliert deshalb daran, dass die Bedeutung der Weiterbildungseinrichtungen berücksichtigt wird, wenn konkrete Maßnahmen geplant werden.
Zum Hintergrund: Das Ministerium für Soziales, Gesundheit und Sport gab am 16.06.2026 bekannt, dass Mecklenburg-Vorpommern zu den Erstunterzeichnern der bundesweit angelegten "Allianz gegen Einsamkeit" gehören wird. Vorausgegangen war die Arbeit am "Runden Tisch gegen Einsamkeit".
veröffentlicht auf weiterbildung-mv.de
17.06.2026